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		<title><![CDATA[Unsere Neue Erde - Alle Foren]]></title>
		<link>http://unsere-neue-erde.net/</link>
		<description><![CDATA[Unsere Neue Erde - http://unsere-neue-erde.net]]></description>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 02:57:38 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[US-Senator will Waffen an syrische Rebellen liefern]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-us-senator-will-waffen-an-syrische-rebellen-liefern.html</link>
			<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 20:34:50 +0000</pubDate>
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			<description><![CDATA[<span style="text-decoration: underline;">05. Feb, 2012</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Nach gescheiterter UN-Resolution gegen Damaskus<br />
<br />
<span style="font-size: large;"><span style="text-decoration: underline;">US-Senator will Waffen an syrische Rebellen liefern</span></span></span><br />
<br />
<div style="text-align: center;"><img src="http://p4.focus.de/img/gen/3/e/HB3eJpPG_Pxgen_r_300xA.jpg" border="0" alt="[Bild: HB3eJpPG_Pxgen_r_300xA.jpg]" /><br />
<span style="font-size: x-small;"><span style="font-weight: bold;">US-Senator Joseph Lieberman auf der Münchner Sicherheitskonferenz</span></span></div>
<br />
<span style="font-weight: bold;">Die syrische Opposition hat das Nein Russlands im Sicherheitsrat als „Lizenz zum Töten“ bezeichnet. Die EU erwägt nun selbst Sanktionen gegen Syrien, US-Senator Joseph Lieberman will den Rebellen sogar Waffen schicken.</span><br />
<br />
<br />
Die syrische Opposition hat das Nein Russlands im Sicherheitsrat als „Lizenz zum Töten“ bezeichnet. Die EU erwägt nun selbst Sanktionen gegen Syrien, US-Senator Joseph Lieberman will den Rebellen sogar Waffen schicken.<br />
<br />
„Ich denke, wir sollten damit anfangen, die Freie Syrische Armee zu unterstützen“, sagte US-Senator Joseph Lieberman am Sonntag bei der Münchner Sicherheitskonferenz mit Blick auf die Deserteure der syrischen Armee. Es gebe „eine ganze Reihe von Unterstützungsmaßnahmen“, die geleistet werden könnten, sagte der Senator. „Medizinische Unterstützung beispielsweise, Unterstützung in Bezug auf Informationen, Aufklärungsergebnisse, die wir sammeln, und schließlich können wir ihnen natürlich Waffen liefern und sie ausbilden.“ Vorbild sei die Unterstützung der libyschen Rebellen im Kampf gegen den damaligen Machthaber Muammar el Gaddafi – auch die waren vom Westen mit Waffen beliefert worden.<br />
<br />
Am Wochenende hatte Syrien die blutigsten Kämpfe seit Beginn des Aufstandes vor elf Monaten erlebt. Bei einem stundenlangen Beschuss der Protesthochburg Homs mit Panzer- und Mörsergranaten waren Oppositionellen zufolge mindestens 330 Menschen getötet und weitere 1000 verletzt worden. Regierungstruppen stürmten nach Angaben von Aktivisten die Stadt und nahmen gezielt Stadtviertel unter Beschuss. „Menschen sterben im Schutt ihrer eingestürzten Häuser“, sagte ein Augenzeuge.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Lieberman lobt „unglaublichen Mut“</span><br />
<br />
„Ich glaube nicht, dass im Jahr 2012 die Welt Tag für Tag weiterhin zuschauen kann. Es ist an der Zeit, Planungen durchzuführen und aktiv zu werden“, sagte Lieberman. Je früher Assad gehe, desto weniger Unschuldige würden getötet – „und wir sollten alle versuchen, dazu beizutragen“. Das syrische Volk habe einen „unglaublichen Mut gezeigt im Angesicht einer Regierung, die sehr viel stärker ist als sie“.<br />
<br />
Zuvor hatten Russland und China eine Resolution im UN-Sicherheitsrat zur anhaltenden Gewalt in Syrien verhindert. Alle anderen 13 Ratsmitglieder, darunter Deutschland, stimmten für den Entwurf. Die syrische Opposition sieht in dem Scheitern eine Lizenz zum Töten für das Regime von Präsident Baschar el Assad.<br />
<br />
Die UN-Resolution sollte die anhaltende Gewalt in Syrien verurteilen, egal von welcher Seite sie ausgeht. Die syrische Regierung sollte sofort ihre Menschenrechtsverletzungen sowie Angriffe auf jene beenden, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung friedlich ausübten. In dem Entwurf wurde auch ein Aktionsplan der Arabischen Liga unterstützt, der politische Reformen und einen demokratischen Umbau forderte.<br />
<br />
<div style="text-align: center;"><img src="http://p4.focus.de/img/gen/E/z/HBEzSLRz_Pxgen_cr_800x450,1600x901+0+61.jpg" border="0" alt="[Bild: HBEzSLRz_Pxgen_cr_800x450,1600x901+0+61.jpg]" /><br />
<span style="font-size: x-small;"><span style="font-weight: bold;">Nach Veto gegen UN-Resolution: Tunesien ruft zur Isolation Syriens auf</span></span></div>
<br />
<span style="font-weight: bold;">EU will Sanktionen weiter verschärfen</span><br />
<br />
Das Veto Russlands und Chinas löste weltweit Empörung aus. „Es ist ganz entscheidend, dass die internationale Gemeinschaft jetzt nicht aufgibt“, sagte Außenminister Guido Westerwelle (FDP). „Ich selber habe auch den Vorschlag gemacht, neue Dynamik in die Gespräche zu bringen“, sagte Westerwelle am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. „Es ist jedenfalls erforderlich, dass wir den politischen Druck auf das Assad-Regime erhöhen.“ Dies könne unter Umständen durch „so etwas wie eine Kontaktgruppe“ geschehen.<br />
<br />
Die Europäische Union wird nach den Worten des französischen Außenministers Alain Juppé die Sanktionen gegen Syrien weiter verschärfen. „Wir werden der syrischen Opposition helfen sich zu organisieren“, sagte Juppé am Sonntagabend dem Sender BFMTV. „Europa wird die Sanktionen, die gegen das syrische Regime verhängt wurden, noch einmal verschärfen.“ Irgendwann werde die Regierung von Staatschef Baschar al-Assad begreifen, dass sie vollständig isoliert sei und nicht mehr weiterkönne.<br />
<br />
Bisherige EU-Sanktionen zielen vor allem auf die syrische Wirtschaft und die Geldquellen der Regierung. Kontakte syrischer Banken nach Europa wurden massiv eingeschränkt. Zudem darf keine Ausrüstung an syrische Öl- und Gasfirmen geliefert werden sowie keine Technik und Software zur Überwachung von Handys und Computern.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Arabische Staaten sollen syrische Botschafter ausweisen</span><br />
<br />
Der Vorsitzende der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, erklärte am Sonntag, die Organisation werde im Hinblick auf eine „politische Lösung“ mit der syrischen Regierung und deren Gegnern zusammenarbeiten. Der tunesische Ministerpräsident Hamadi Jebali rief am Sonntag auf der Münchner Sicherheitskonferenz alle arabischen Staaten dazu auf, die syrischen Botschafter auszuweisen.<br />
<br />
Ganz anders die Reaktionen der syrischen Führung: „El Baath“, das Parteiblatt von Präsident Baschar el Assad, nannte das Veto einen harten Schlag für die westlichen „Verschwörer“ und deren arabische „Komplizen“.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Russland verteidigt Veto</span><br />
<br />
Russland, der größte Waffenlieferant Syriens, verteidigte am Sonntag seine umstrittene Blockade im Sicherheitsrat. Moskau verlange weiterhin eine Resolution, die jede militärische Einmischung ausschließe, sagte Moskaus UN-Botschafter Witali Tschurkin im russischen Staatsfernsehen.<br />
<br />
„Der Sicherheitsrat ist nicht der einzige diplomatische Kanal auf der Erde“, hatte Tschurkin zuvor versucht, das Scheitern der Resolution herunterzuspielen. Russland bemüht sich jetzt, die Dinge in die eigene Hand zu nehmen. Außenminister Sergej Lawrow wird am Dienstag nach Damaskus reisen, nach Angaben seines Ministeriums will er Staatschef Baschar al-Assad dabei zu „schnellen“ Reformen anhalten.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">USA wollen Strafmaßnahmen verschärfen</span><br />
<br />
US-Außenministerin Hillary Clinton kündigte auf einer Pressekonferenz in Sofia eine Verschärfung der bestehenden sowie neue Strafmaßnahmen gegen Syrien an. Diese sollten in vollem Umfang umgesetzt werden, „um die Finanzquellen und Waffenlieferungen auszutrocknen“, mit denen die „Kriegsmaschine des Regimes“ am Leben gehalten werde. Viele von ihrer eigenen Regierung angegriffene Syrer hätten beschlossen sich zu verteidigen, fügte Clinton hinzu.<br />
<br />
stj/mp/dpa/AFP<br />
<br />
<span style="font-size: x-small;">(<span style="color: #800000;">Quelle:</span> <a href="http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/syrien/gewalt-in-syrien-us-senator-will-waffen-an-syrische-opposition-liefer_aid_710980.html" target="_blank">http://www.focus.de/politik/ausland/kris...10980.html</a> )</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="text-decoration: underline;">05. Feb, 2012</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Nach gescheiterter UN-Resolution gegen Damaskus<br />
<br />
<span style="font-size: large;"><span style="text-decoration: underline;">US-Senator will Waffen an syrische Rebellen liefern</span></span></span><br />
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<div style="text-align: center;"><img src="http://p4.focus.de/img/gen/3/e/HB3eJpPG_Pxgen_r_300xA.jpg" border="0" alt="[Bild: HB3eJpPG_Pxgen_r_300xA.jpg]" /><br />
<span style="font-size: x-small;"><span style="font-weight: bold;">US-Senator Joseph Lieberman auf der Münchner Sicherheitskonferenz</span></span></div>
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<span style="font-weight: bold;">Die syrische Opposition hat das Nein Russlands im Sicherheitsrat als „Lizenz zum Töten“ bezeichnet. Die EU erwägt nun selbst Sanktionen gegen Syrien, US-Senator Joseph Lieberman will den Rebellen sogar Waffen schicken.</span><br />
<br />
<br />
Die syrische Opposition hat das Nein Russlands im Sicherheitsrat als „Lizenz zum Töten“ bezeichnet. Die EU erwägt nun selbst Sanktionen gegen Syrien, US-Senator Joseph Lieberman will den Rebellen sogar Waffen schicken.<br />
<br />
„Ich denke, wir sollten damit anfangen, die Freie Syrische Armee zu unterstützen“, sagte US-Senator Joseph Lieberman am Sonntag bei der Münchner Sicherheitskonferenz mit Blick auf die Deserteure der syrischen Armee. Es gebe „eine ganze Reihe von Unterstützungsmaßnahmen“, die geleistet werden könnten, sagte der Senator. „Medizinische Unterstützung beispielsweise, Unterstützung in Bezug auf Informationen, Aufklärungsergebnisse, die wir sammeln, und schließlich können wir ihnen natürlich Waffen liefern und sie ausbilden.“ Vorbild sei die Unterstützung der libyschen Rebellen im Kampf gegen den damaligen Machthaber Muammar el Gaddafi – auch die waren vom Westen mit Waffen beliefert worden.<br />
<br />
Am Wochenende hatte Syrien die blutigsten Kämpfe seit Beginn des Aufstandes vor elf Monaten erlebt. Bei einem stundenlangen Beschuss der Protesthochburg Homs mit Panzer- und Mörsergranaten waren Oppositionellen zufolge mindestens 330 Menschen getötet und weitere 1000 verletzt worden. Regierungstruppen stürmten nach Angaben von Aktivisten die Stadt und nahmen gezielt Stadtviertel unter Beschuss. „Menschen sterben im Schutt ihrer eingestürzten Häuser“, sagte ein Augenzeuge.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Lieberman lobt „unglaublichen Mut“</span><br />
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„Ich glaube nicht, dass im Jahr 2012 die Welt Tag für Tag weiterhin zuschauen kann. Es ist an der Zeit, Planungen durchzuführen und aktiv zu werden“, sagte Lieberman. Je früher Assad gehe, desto weniger Unschuldige würden getötet – „und wir sollten alle versuchen, dazu beizutragen“. Das syrische Volk habe einen „unglaublichen Mut gezeigt im Angesicht einer Regierung, die sehr viel stärker ist als sie“.<br />
<br />
Zuvor hatten Russland und China eine Resolution im UN-Sicherheitsrat zur anhaltenden Gewalt in Syrien verhindert. Alle anderen 13 Ratsmitglieder, darunter Deutschland, stimmten für den Entwurf. Die syrische Opposition sieht in dem Scheitern eine Lizenz zum Töten für das Regime von Präsident Baschar el Assad.<br />
<br />
Die UN-Resolution sollte die anhaltende Gewalt in Syrien verurteilen, egal von welcher Seite sie ausgeht. Die syrische Regierung sollte sofort ihre Menschenrechtsverletzungen sowie Angriffe auf jene beenden, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung friedlich ausübten. In dem Entwurf wurde auch ein Aktionsplan der Arabischen Liga unterstützt, der politische Reformen und einen demokratischen Umbau forderte.<br />
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<div style="text-align: center;"><img src="http://p4.focus.de/img/gen/E/z/HBEzSLRz_Pxgen_cr_800x450,1600x901+0+61.jpg" border="0" alt="[Bild: HBEzSLRz_Pxgen_cr_800x450,1600x901+0+61.jpg]" /><br />
<span style="font-size: x-small;"><span style="font-weight: bold;">Nach Veto gegen UN-Resolution: Tunesien ruft zur Isolation Syriens auf</span></span></div>
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<span style="font-weight: bold;">EU will Sanktionen weiter verschärfen</span><br />
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Das Veto Russlands und Chinas löste weltweit Empörung aus. „Es ist ganz entscheidend, dass die internationale Gemeinschaft jetzt nicht aufgibt“, sagte Außenminister Guido Westerwelle (FDP). „Ich selber habe auch den Vorschlag gemacht, neue Dynamik in die Gespräche zu bringen“, sagte Westerwelle am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. „Es ist jedenfalls erforderlich, dass wir den politischen Druck auf das Assad-Regime erhöhen.“ Dies könne unter Umständen durch „so etwas wie eine Kontaktgruppe“ geschehen.<br />
<br />
Die Europäische Union wird nach den Worten des französischen Außenministers Alain Juppé die Sanktionen gegen Syrien weiter verschärfen. „Wir werden der syrischen Opposition helfen sich zu organisieren“, sagte Juppé am Sonntagabend dem Sender BFMTV. „Europa wird die Sanktionen, die gegen das syrische Regime verhängt wurden, noch einmal verschärfen.“ Irgendwann werde die Regierung von Staatschef Baschar al-Assad begreifen, dass sie vollständig isoliert sei und nicht mehr weiterkönne.<br />
<br />
Bisherige EU-Sanktionen zielen vor allem auf die syrische Wirtschaft und die Geldquellen der Regierung. Kontakte syrischer Banken nach Europa wurden massiv eingeschränkt. Zudem darf keine Ausrüstung an syrische Öl- und Gasfirmen geliefert werden sowie keine Technik und Software zur Überwachung von Handys und Computern.<br />
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<span style="font-weight: bold;">Arabische Staaten sollen syrische Botschafter ausweisen</span><br />
<br />
Der Vorsitzende der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, erklärte am Sonntag, die Organisation werde im Hinblick auf eine „politische Lösung“ mit der syrischen Regierung und deren Gegnern zusammenarbeiten. Der tunesische Ministerpräsident Hamadi Jebali rief am Sonntag auf der Münchner Sicherheitskonferenz alle arabischen Staaten dazu auf, die syrischen Botschafter auszuweisen.<br />
<br />
Ganz anders die Reaktionen der syrischen Führung: „El Baath“, das Parteiblatt von Präsident Baschar el Assad, nannte das Veto einen harten Schlag für die westlichen „Verschwörer“ und deren arabische „Komplizen“.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Russland verteidigt Veto</span><br />
<br />
Russland, der größte Waffenlieferant Syriens, verteidigte am Sonntag seine umstrittene Blockade im Sicherheitsrat. Moskau verlange weiterhin eine Resolution, die jede militärische Einmischung ausschließe, sagte Moskaus UN-Botschafter Witali Tschurkin im russischen Staatsfernsehen.<br />
<br />
„Der Sicherheitsrat ist nicht der einzige diplomatische Kanal auf der Erde“, hatte Tschurkin zuvor versucht, das Scheitern der Resolution herunterzuspielen. Russland bemüht sich jetzt, die Dinge in die eigene Hand zu nehmen. Außenminister Sergej Lawrow wird am Dienstag nach Damaskus reisen, nach Angaben seines Ministeriums will er Staatschef Baschar al-Assad dabei zu „schnellen“ Reformen anhalten.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">USA wollen Strafmaßnahmen verschärfen</span><br />
<br />
US-Außenministerin Hillary Clinton kündigte auf einer Pressekonferenz in Sofia eine Verschärfung der bestehenden sowie neue Strafmaßnahmen gegen Syrien an. Diese sollten in vollem Umfang umgesetzt werden, „um die Finanzquellen und Waffenlieferungen auszutrocknen“, mit denen die „Kriegsmaschine des Regimes“ am Leben gehalten werde. Viele von ihrer eigenen Regierung angegriffene Syrer hätten beschlossen sich zu verteidigen, fügte Clinton hinzu.<br />
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stj/mp/dpa/AFP<br />
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<span style="font-size: x-small;">(<span style="color: #800000;">Quelle:</span> <a href="http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/syrien/gewalt-in-syrien-us-senator-will-waffen-an-syrische-opposition-liefer_aid_710980.html" target="_blank">http://www.focus.de/politik/ausland/kris...10980.html</a> )</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Schuldendrama: Euro-Retter nehmen Griechen in die Mangel]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-schuldendrama-euro-retter-nehmen-griechen-in-die-mangel.html</link>
			<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 19:57:16 +0000</pubDate>
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			<description><![CDATA[<span style="text-decoration: underline;">05. Feb, 2012</span><br />
   <br />
<span style="font-weight: bold;">Schuldendrama<br />
<br />
<span style="font-size: large;"><span style="text-decoration: underline;">Euro-Retter nehmen Griechen in die Mangel</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: x-small;">Von <span style="color: #BF0000;">Philipp Wittrock </span></span><br />
<br />
<br />
<img src="http://cdn2.spiegel.de/images/image-312481-breitwandaufmacher-rdwe.jpg" border="0" alt="[Bild: image-312481-breitwandaufmacher-rdwe.jpg]" /><br />
<span style="font-size: small;"><span style="font-weight: bold;">Griechische Präsidentengarde in Athen: "Auf Messers Schneide"</span></span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Die Geduld der EU-Partner mit Griechenland geht zu Ende. Deutschland erhöht massiv den Druck auf das Schuldenland, Euro-Gruppen-Chef Juncker schließt eine Pleite nicht mehr aus. Beide Seiten pokern um neue Milliardenhilfen, gleichzeitig braucht Athen die Unterstützung privater Geldgeber.</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Berlin </span>- Mitunter ist die Europäische Union durchaus kreativ. Der darbenden griechischen Wirtschaft mit dem deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu helfen - darauf muss man erst mal kommen. Tatsächlich haben findige Beamte in Brüssel nach SPIEGEL-Informationen überlegt, dass man die deutsche Förderung für Solar- und Windstrom auch griechischen Unternehmen zukommen lassen könnte, wenn diese Strom nach Europa liefern. Schließlich scheint über Griechenland an 300 Tagen im Jahr die Sonne. Der deutsche Verbraucher könnte so ein bisschen Wiederaufbauhilfe für das südeuropäische Land leisten.<br />
<br />
Ganz abgesehen davon, dass nicht klar ist, wie der griechische Sonnenstrom nach Westeuropa kommen soll - aus der schönen Idee wird wohl nichts. Die politische Führung hierzulande will davon nichts wissen. "Die Bundesregierung lehnt eine Ausweitung der EEG-Förderung auf erneuerbaren Strom, der im Ausland produziert wird, ab", hieß es am Sonntag aus dem Wirtschaftsministerium. Das klang ziemlich kategorisch. Und auch das Umweltressort ließ wenig später wissen: Hilfen beim Ausbau des Energiesektors ja, Subventionen nein.<br />
<br />
Statt auf Phantasie setzt Berlin bei der Griechenland-Rettung lieber auf harte Fakten. Die Geduld der Geldgeber schwindet, nicht nur die Bundesregierung will endlich Ergebnisse bei den versprochenen Reformen der griechischen Regierung sehen. Das ganze Wochenende wurde in Athen über neue Milliardenhilfen und einen Schuldenschnitt verhandelt. Dramatische Verhandlungen, an deren Ende für Griechenland die Antwort auf eine einfache Frage stehen könnte: Pleite oder Rettung?<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;"> Deutschland verlangt Ernsthaftigkeit </span><br />
<br />
Die Retter jedenfalls machen aus ihrer Ernüchterung über die bisherigen Bemühungen Athens keinen Hehl mehr. Man habe aus Griechenland häufig Erklärungen des guten Willens gehört, sagte Unionsfraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier (CDU) dem "Tagesspiegel am Sonntag". Nach wie vor seien aber nur wenige Reformen unter Dach und Fach. Mit Blick auf die notwendige Unterstützung der Koalition für das anstehende, zweite Rettungspaket sagte der Vertraute von Kanzlerin Angela Merkel: "Das zweite Hilfspaket wird es nur dann geben können, wenn von griechischer Seite der Nachweis der absoluten Ernsthaftigkeit geführt wird."<br />
<br />
Zweifel gibt es nicht nur in Deutschland. Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker schloss eine Pleite Griechenlands nicht mehr aus. Sollte Athen die notwendigen Reformen nicht umsetzen, könne es nicht erwarten, "dass Solidaritätsleistungen von den anderen erbracht werden", warnte Juncker im SPIEGEL. Wenn alles schief laufe in Griechenland, sei das Land im März zahlungsunfähig. Mitte März braucht das Land rund 15 Milliarden Euro, um alte Schulden abzulösen. Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte nach einer Konferenzschaltung der Euro-Finanzminister einen ranghohen Teilnehmer mit den Worten: "Es gab eine klare Botschaft an die Griechen, die in der Telefonkonferenz von allen verstanden worden ist: Genug ist genug."<br />
<br />
Den Griechen scheint der Ernst der Lage durchaus bewusst. Das Schicksal seine Landes stünde "auf Messers Schneide", ließ Finanzminister Evangelos Venizelos wissen. Bis Sonntagabend müsse nach seinen Worten ein Durchbruch her - auch wenn es keinerlei Ultimatum oder Frist gibt, die einzuhalten wäre. Im Blick hat Venizelos dabei sowohl die Verhandlungen mit den privaten Gläubigern als auch mit der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF).<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;"> Papademos braucht innenpolitische Unterstützung</span> <br />
<br />
Die Troika macht das neue, für Athen überlebenswichtige 130-Milliarden-Hilfspaket von weiteren Sparmaßnahmen abhängig. Dabei geht es vor allem um Lohnkürzungen für Staatsangestellte, auch der Mindestlohn von derzeit 750 Euro soll niedriger angesetzt werden. Insgesamt sollen die Arbeitskosten um 25 Prozent reduziert werden.<br />
<br />
Dagegen allerdings gibt es große Vorbehalte bei Gewerkschaften und Arbeitegebern sowie in allen Parteien, die die griechische Regierung stützen - Sozialisten, Konservative und die kleine rechtsgerichtete Partei LAOS. Die Sorge: Die Rezession könnte sich weiter verstärken, die Arbeitslosigkeit noch höher steigen. Der parteilose Ministerpräsident Loukas Papademos wollte am Sonntagnachmittag bei den Spitzen der drei Koalitionsparteien um Unterstützung werben. Die europäischen Schuldeninspektoren fordern von diesen eine Garantieerklärung, dass sie die Reformen mittragen, und zwar über die für April geplante Parlamentswahl hinaus.<br />
<br />
Gleichzeitig sollten am Sonntag auch die Gespräche mit dem Internationalen Bankenverband (IIF) über den angepeilten Schuldenschnitt in die entscheidende Phase gehen - nach Meinung von Finanzminister Venizelos inzwischen der "einfachere Teil" der Verhandlungen. Banken, Hedgefonds und Versicherungen sollen auf etwa 70 Prozent ihrer Forderungen verzichten, um den Schuldenstand Griechenlands um 100 Milliarden Euro zu reduzieren. IIF-Chef Josef Ackermann wollte am Sonntag selbst nach Athen reisen. Ackermann hatte zuvor eindringlich davor gewarnt, Griechenland in die Insolvenz zu schicken. Wenn das Land pleitegehe, werde "eine neue Büchse der Pandora" geöffnet, so der scheidende Deutsche-Bank-Chef.<br />
<br />
Ob Europa wirklich bereit wäre, das Risiko der schwer kalkulierbaren Folgen einer Insolvenz Griechenlands einzugehen, ist bei aller Dramatik ungewiss. Als Drohkulisse dient der schärfere Ton allemal. Die Pleiteangst, so die Hoffnung der Euro-Retter, soll den Schuldensündern Beine machen. Allein die Möglichkeit, dass das passieren könnte, erklärte Euro-Gruppen-Chef Juncker im SPIEGEL, sollte den Griechen, "dort Muskeln verleihen, wo sie im Augenblick noch ein paar Lähmungserscheinungen haben".<br />
<br />
Bis zum Sonntagabend gab es allerdings keine Anzeichen, dass die Drohungen Wirkung gezeigt und sich Retter und zu Rettende geeinigt hätten. Eigentlich hatten die Finanzminister der Euro-Zone das neue Hilfspaket bereits am Montag auf einer Sondersitzung beschließen wollen, längst hat die Runde jedoch auf Mittwoch vertagt. Weitere Verschiebungen sind nicht ausgeschlossen.<br />
 <br />
Mit Material von Reuters und dapd.<br />
<br />
<span style="font-size: x-small;">(<span style="color: #BF0000;">Quelle:</span> <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,813451,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...51,00.html</a> )</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="text-decoration: underline;">05. Feb, 2012</span><br />
   <br />
<span style="font-weight: bold;">Schuldendrama<br />
<br />
<span style="font-size: large;"><span style="text-decoration: underline;">Euro-Retter nehmen Griechen in die Mangel</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-size: x-small;">Von <span style="color: #BF0000;">Philipp Wittrock </span></span><br />
<br />
<br />
<img src="http://cdn2.spiegel.de/images/image-312481-breitwandaufmacher-rdwe.jpg" border="0" alt="[Bild: image-312481-breitwandaufmacher-rdwe.jpg]" /><br />
<span style="font-size: small;"><span style="font-weight: bold;">Griechische Präsidentengarde in Athen: "Auf Messers Schneide"</span></span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Die Geduld der EU-Partner mit Griechenland geht zu Ende. Deutschland erhöht massiv den Druck auf das Schuldenland, Euro-Gruppen-Chef Juncker schließt eine Pleite nicht mehr aus. Beide Seiten pokern um neue Milliardenhilfen, gleichzeitig braucht Athen die Unterstützung privater Geldgeber.</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Berlin </span>- Mitunter ist die Europäische Union durchaus kreativ. Der darbenden griechischen Wirtschaft mit dem deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu helfen - darauf muss man erst mal kommen. Tatsächlich haben findige Beamte in Brüssel nach SPIEGEL-Informationen überlegt, dass man die deutsche Förderung für Solar- und Windstrom auch griechischen Unternehmen zukommen lassen könnte, wenn diese Strom nach Europa liefern. Schließlich scheint über Griechenland an 300 Tagen im Jahr die Sonne. Der deutsche Verbraucher könnte so ein bisschen Wiederaufbauhilfe für das südeuropäische Land leisten.<br />
<br />
Ganz abgesehen davon, dass nicht klar ist, wie der griechische Sonnenstrom nach Westeuropa kommen soll - aus der schönen Idee wird wohl nichts. Die politische Führung hierzulande will davon nichts wissen. "Die Bundesregierung lehnt eine Ausweitung der EEG-Förderung auf erneuerbaren Strom, der im Ausland produziert wird, ab", hieß es am Sonntag aus dem Wirtschaftsministerium. Das klang ziemlich kategorisch. Und auch das Umweltressort ließ wenig später wissen: Hilfen beim Ausbau des Energiesektors ja, Subventionen nein.<br />
<br />
Statt auf Phantasie setzt Berlin bei der Griechenland-Rettung lieber auf harte Fakten. Die Geduld der Geldgeber schwindet, nicht nur die Bundesregierung will endlich Ergebnisse bei den versprochenen Reformen der griechischen Regierung sehen. Das ganze Wochenende wurde in Athen über neue Milliardenhilfen und einen Schuldenschnitt verhandelt. Dramatische Verhandlungen, an deren Ende für Griechenland die Antwort auf eine einfache Frage stehen könnte: Pleite oder Rettung?<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;"> Deutschland verlangt Ernsthaftigkeit </span><br />
<br />
Die Retter jedenfalls machen aus ihrer Ernüchterung über die bisherigen Bemühungen Athens keinen Hehl mehr. Man habe aus Griechenland häufig Erklärungen des guten Willens gehört, sagte Unionsfraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier (CDU) dem "Tagesspiegel am Sonntag". Nach wie vor seien aber nur wenige Reformen unter Dach und Fach. Mit Blick auf die notwendige Unterstützung der Koalition für das anstehende, zweite Rettungspaket sagte der Vertraute von Kanzlerin Angela Merkel: "Das zweite Hilfspaket wird es nur dann geben können, wenn von griechischer Seite der Nachweis der absoluten Ernsthaftigkeit geführt wird."<br />
<br />
Zweifel gibt es nicht nur in Deutschland. Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker schloss eine Pleite Griechenlands nicht mehr aus. Sollte Athen die notwendigen Reformen nicht umsetzen, könne es nicht erwarten, "dass Solidaritätsleistungen von den anderen erbracht werden", warnte Juncker im SPIEGEL. Wenn alles schief laufe in Griechenland, sei das Land im März zahlungsunfähig. Mitte März braucht das Land rund 15 Milliarden Euro, um alte Schulden abzulösen. Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte nach einer Konferenzschaltung der Euro-Finanzminister einen ranghohen Teilnehmer mit den Worten: "Es gab eine klare Botschaft an die Griechen, die in der Telefonkonferenz von allen verstanden worden ist: Genug ist genug."<br />
<br />
Den Griechen scheint der Ernst der Lage durchaus bewusst. Das Schicksal seine Landes stünde "auf Messers Schneide", ließ Finanzminister Evangelos Venizelos wissen. Bis Sonntagabend müsse nach seinen Worten ein Durchbruch her - auch wenn es keinerlei Ultimatum oder Frist gibt, die einzuhalten wäre. Im Blick hat Venizelos dabei sowohl die Verhandlungen mit den privaten Gläubigern als auch mit der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF).<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;"> Papademos braucht innenpolitische Unterstützung</span> <br />
<br />
Die Troika macht das neue, für Athen überlebenswichtige 130-Milliarden-Hilfspaket von weiteren Sparmaßnahmen abhängig. Dabei geht es vor allem um Lohnkürzungen für Staatsangestellte, auch der Mindestlohn von derzeit 750 Euro soll niedriger angesetzt werden. Insgesamt sollen die Arbeitskosten um 25 Prozent reduziert werden.<br />
<br />
Dagegen allerdings gibt es große Vorbehalte bei Gewerkschaften und Arbeitegebern sowie in allen Parteien, die die griechische Regierung stützen - Sozialisten, Konservative und die kleine rechtsgerichtete Partei LAOS. Die Sorge: Die Rezession könnte sich weiter verstärken, die Arbeitslosigkeit noch höher steigen. Der parteilose Ministerpräsident Loukas Papademos wollte am Sonntagnachmittag bei den Spitzen der drei Koalitionsparteien um Unterstützung werben. Die europäischen Schuldeninspektoren fordern von diesen eine Garantieerklärung, dass sie die Reformen mittragen, und zwar über die für April geplante Parlamentswahl hinaus.<br />
<br />
Gleichzeitig sollten am Sonntag auch die Gespräche mit dem Internationalen Bankenverband (IIF) über den angepeilten Schuldenschnitt in die entscheidende Phase gehen - nach Meinung von Finanzminister Venizelos inzwischen der "einfachere Teil" der Verhandlungen. Banken, Hedgefonds und Versicherungen sollen auf etwa 70 Prozent ihrer Forderungen verzichten, um den Schuldenstand Griechenlands um 100 Milliarden Euro zu reduzieren. IIF-Chef Josef Ackermann wollte am Sonntag selbst nach Athen reisen. Ackermann hatte zuvor eindringlich davor gewarnt, Griechenland in die Insolvenz zu schicken. Wenn das Land pleitegehe, werde "eine neue Büchse der Pandora" geöffnet, so der scheidende Deutsche-Bank-Chef.<br />
<br />
Ob Europa wirklich bereit wäre, das Risiko der schwer kalkulierbaren Folgen einer Insolvenz Griechenlands einzugehen, ist bei aller Dramatik ungewiss. Als Drohkulisse dient der schärfere Ton allemal. Die Pleiteangst, so die Hoffnung der Euro-Retter, soll den Schuldensündern Beine machen. Allein die Möglichkeit, dass das passieren könnte, erklärte Euro-Gruppen-Chef Juncker im SPIEGEL, sollte den Griechen, "dort Muskeln verleihen, wo sie im Augenblick noch ein paar Lähmungserscheinungen haben".<br />
<br />
Bis zum Sonntagabend gab es allerdings keine Anzeichen, dass die Drohungen Wirkung gezeigt und sich Retter und zu Rettende geeinigt hätten. Eigentlich hatten die Finanzminister der Euro-Zone das neue Hilfspaket bereits am Montag auf einer Sondersitzung beschließen wollen, längst hat die Runde jedoch auf Mittwoch vertagt. Weitere Verschiebungen sind nicht ausgeschlossen.<br />
 <br />
Mit Material von Reuters und dapd.<br />
<br />
<span style="font-size: x-small;">(<span style="color: #BF0000;">Quelle:</span> <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,813451,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...51,00.html</a> )</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Radionik, Bioresonanz und der Strichcode]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-radionik-bioresonanz-und-der-strichcode.html</link>
			<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 17:18:22 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://unsere-neue-erde.net/thread-radionik-bioresonanz-und-der-strichcode.html</guid>
			<description><![CDATA[Tachschön.<br />
<br />
Ich bin mal der Aussage nachgegangen, was es mit der beeinflussenden Ausstrahlung des <a href="http://www.youtube.com/watch?v=e6aR1k-ympo" target="_blank">Strichcodes</a> auf sich haben soll.<br />
Dabei stieß ich auf Begriffe wie Radionik und Bioresonanz. <ul>
<li><a href="http://www.radionik.com/" target="_blank">http://www.radionik.com/</a></li>
<li><a href="http://pronox-bioenergetik.de/bioenergetik-1/aquagonische-bioresonanz/radionik-und-bioresonanz/" target="_blank">http://pronox-bioenergetik.de/bioenerget...oresonanz/</a></li></ul>
Im Zusammenhang mit dem Strichcode hier ein Artikel <a href="http://www.whale.to/b/barcodes.html" target="_blank"> <span style="font-style: italic;">BARCODES: "Mark of the Beast"</span></a> von <a href="http://www.free-energy.ws/peter-lindemann.html" target="_blank">Dr. Peter Lindemann</a>, erschienen bei <a href="http://www.borderlands.com/" target="_blank">Borderlands</a> im Jahr 1995.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Tachschön.<br />
<br />
Ich bin mal der Aussage nachgegangen, was es mit der beeinflussenden Ausstrahlung des <a href="http://www.youtube.com/watch?v=e6aR1k-ympo" target="_blank">Strichcodes</a> auf sich haben soll.<br />
Dabei stieß ich auf Begriffe wie Radionik und Bioresonanz. <ul>
<li><a href="http://www.radionik.com/" target="_blank">http://www.radionik.com/</a></li>
<li><a href="http://pronox-bioenergetik.de/bioenergetik-1/aquagonische-bioresonanz/radionik-und-bioresonanz/" target="_blank">http://pronox-bioenergetik.de/bioenerget...oresonanz/</a></li></ul>
Im Zusammenhang mit dem Strichcode hier ein Artikel <a href="http://www.whale.to/b/barcodes.html" target="_blank"> <span style="font-style: italic;">BARCODES: "Mark of the Beast"</span></a> von <a href="http://www.free-energy.ws/peter-lindemann.html" target="_blank">Dr. Peter Lindemann</a>, erschienen bei <a href="http://www.borderlands.com/" target="_blank">Borderlands</a> im Jahr 1995.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sonnenstürme treiben Killer-Elektronen ins All]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-sonnenstuerme-treiben-killer-elektronen-ins-all.html</link>
			<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 16:25:12 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://unsere-neue-erde.net/thread-sonnenstuerme-treiben-killer-elektronen-ins-all.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="text-decoration: underline;">29. Jan, 2012</span><br />
<span style="font-weight: bold;">Rätselhaftes Phänomen<br />
<br />
<span style="font-size: large;"><span style="text-decoration: underline;">Sonnenstürme treiben Killer-Elektronen ins All</span></span></span><br />
<br />
<img src="http://cdn3.spiegel.de/images/image-223196-panoV9free-sgsn.jpg" border="0" alt="[Bild: image-223196-panoV9free-sgsn.jpg]" /><br />
<span style="font-size: x-small;"><span style="font-weight: bold;">Sonnenstürme beeinflussen die Magnetosphäre der Erde.</span></span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Forscher haben ein 40 Jahre altes Rätsel gelöst: Während Sonnenstürme toben, verschwinden manchmal große Mengen extrem schneller Elektronen aus dem Magnetfeld der Erde. Mit Hilfe mehrerer Satelliten konnten Wissenschaftler jetzt beobachten, wohin es die Teilchen verschlägt.</span><br />
<br />
Zwei große, reifenförmige Strahlungsgürtel umringen die Erde: Die sogenannten Van-Allen-Gürtel sind eine harsche Umgebung. Nahezu lichtschnelle Elektronen rasen dort umher. Sie können Satelliten beschädigen, sogar völlig unbrauchbar machen, weshalb sie auch als Killer-Elektronen bezeichnet werden.<br />
<br />
Doch während einiger Sonnenstürme haben Wissenschaftler schon in den sechziger Jahren Seltsames beobachten können: Die energiereichen Teilchen verschwinden innerhalb weniger Stunden. Bisweilen herrscht im äußeren Strahlungsgürtel auch noch nach Abklingen des Sonnensturms eine ungewöhnliche Leere, ehe wieder Elektronen einströmen. <br />
<br />
Doch wohin wandern die Teilchen - Richtung Erde oder hinaus ins All? Des Rätsels Lösung präsentieren Drew Turner und drei Kollegen der University of California, Los Angeles jetzt im Fachmagazin "Nature Physics".<br />
<br />
 <span style="font-weight: bold;">Als würden die Ozeane plötzlich das Wasser verlieren </span><br />
<br />
"Es ist ein verblüffender Effekt", sagte der an der Studie beteiligte Yuri Shprits. "Ozeane auf der Erde verlieren auch nicht plötzlich das meiste Wasser, aber die mit Elektronen gefüllten Strahlungsgürtel können rasch entvölkert werden."<br />
<br />
Die Wissenschaftler nutzten mehrere Satelliten, um die Elektronen während eines Sonnensturms zu beobachten. In ihrer Studie werten sie die Ereignisse eines geomagnetischen Sturms vom 6. Januar 2011 aus. Das sei ein sehr einfacher Sturm gewesen und kein Extremfall, sagte Turner.<br />
<br />
"Lange nahm man an, die Teilchen würden nach unten aus den Gürteln herabregnen", sagte Turner. Doch die neuen Beobachtungen, für die Daten von drei "Themis"-, zwei "Goes"- und sechs "Poes"-Satelliten kombiniert wurden, zeigen klar, dass die Elektronen nach außen in den interplanetaren Raum gerissen werden. <br />
<br />
"Das ist ein Meilenstein für das Verständnis des Weltraumumfelds der Erde", betonte Turner. Auf welche Weise die Elektronen genau ins All entkommen, soll ein spezialisiertes Satellitenduo namens "Radiation Belt Storm Probes" (RBSP) klären, das in diesem Jahr gestartet werden soll. <br />
<br />
Das Verhalten der Killer-Elektronen besser zu verstehen, hat großen praktischen Nutzen, da dadurch Sicherheit für Satelliten erhöht werden kann. Auf der Erdoberfläche muss sich indes niemand wegen der energiereichen Teilchen sorgen, wie die US-Weltraumbehörde Nasa auf einer Informationsseite gleich festhält: "Killer-Elektronen?! Sollten Sie sich unterm Tisch verstecken? - Wohl kaum."<br />
 <br />
wbr/dpa<br />
<br />
<span style="font-size: x-small;">(<span style="color: #800000;">Quelle:</span> <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,812074,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/wissenschaft/welta...74,00.html</a> )</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="text-decoration: underline;">29. Jan, 2012</span><br />
<span style="font-weight: bold;">Rätselhaftes Phänomen<br />
<br />
<span style="font-size: large;"><span style="text-decoration: underline;">Sonnenstürme treiben Killer-Elektronen ins All</span></span></span><br />
<br />
<img src="http://cdn3.spiegel.de/images/image-223196-panoV9free-sgsn.jpg" border="0" alt="[Bild: image-223196-panoV9free-sgsn.jpg]" /><br />
<span style="font-size: x-small;"><span style="font-weight: bold;">Sonnenstürme beeinflussen die Magnetosphäre der Erde.</span></span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Forscher haben ein 40 Jahre altes Rätsel gelöst: Während Sonnenstürme toben, verschwinden manchmal große Mengen extrem schneller Elektronen aus dem Magnetfeld der Erde. Mit Hilfe mehrerer Satelliten konnten Wissenschaftler jetzt beobachten, wohin es die Teilchen verschlägt.</span><br />
<br />
Zwei große, reifenförmige Strahlungsgürtel umringen die Erde: Die sogenannten Van-Allen-Gürtel sind eine harsche Umgebung. Nahezu lichtschnelle Elektronen rasen dort umher. Sie können Satelliten beschädigen, sogar völlig unbrauchbar machen, weshalb sie auch als Killer-Elektronen bezeichnet werden.<br />
<br />
Doch während einiger Sonnenstürme haben Wissenschaftler schon in den sechziger Jahren Seltsames beobachten können: Die energiereichen Teilchen verschwinden innerhalb weniger Stunden. Bisweilen herrscht im äußeren Strahlungsgürtel auch noch nach Abklingen des Sonnensturms eine ungewöhnliche Leere, ehe wieder Elektronen einströmen. <br />
<br />
Doch wohin wandern die Teilchen - Richtung Erde oder hinaus ins All? Des Rätsels Lösung präsentieren Drew Turner und drei Kollegen der University of California, Los Angeles jetzt im Fachmagazin "Nature Physics".<br />
<br />
 <span style="font-weight: bold;">Als würden die Ozeane plötzlich das Wasser verlieren </span><br />
<br />
"Es ist ein verblüffender Effekt", sagte der an der Studie beteiligte Yuri Shprits. "Ozeane auf der Erde verlieren auch nicht plötzlich das meiste Wasser, aber die mit Elektronen gefüllten Strahlungsgürtel können rasch entvölkert werden."<br />
<br />
Die Wissenschaftler nutzten mehrere Satelliten, um die Elektronen während eines Sonnensturms zu beobachten. In ihrer Studie werten sie die Ereignisse eines geomagnetischen Sturms vom 6. Januar 2011 aus. Das sei ein sehr einfacher Sturm gewesen und kein Extremfall, sagte Turner.<br />
<br />
"Lange nahm man an, die Teilchen würden nach unten aus den Gürteln herabregnen", sagte Turner. Doch die neuen Beobachtungen, für die Daten von drei "Themis"-, zwei "Goes"- und sechs "Poes"-Satelliten kombiniert wurden, zeigen klar, dass die Elektronen nach außen in den interplanetaren Raum gerissen werden. <br />
<br />
"Das ist ein Meilenstein für das Verständnis des Weltraumumfelds der Erde", betonte Turner. Auf welche Weise die Elektronen genau ins All entkommen, soll ein spezialisiertes Satellitenduo namens "Radiation Belt Storm Probes" (RBSP) klären, das in diesem Jahr gestartet werden soll. <br />
<br />
Das Verhalten der Killer-Elektronen besser zu verstehen, hat großen praktischen Nutzen, da dadurch Sicherheit für Satelliten erhöht werden kann. Auf der Erdoberfläche muss sich indes niemand wegen der energiereichen Teilchen sorgen, wie die US-Weltraumbehörde Nasa auf einer Informationsseite gleich festhält: "Killer-Elektronen?! Sollten Sie sich unterm Tisch verstecken? - Wohl kaum."<br />
 <br />
wbr/dpa<br />
<br />
<span style="font-size: x-small;">(<span style="color: #800000;">Quelle:</span> <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,812074,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/wissenschaft/welta...74,00.html</a> )</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Exoplanet - Neue Super-Erde begeistert Astronomen]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-exoplanet-neue-super-erde-begeistert-astronomen.html</link>
			<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 16:15:34 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://unsere-neue-erde.net/thread-exoplanet-neue-super-erde-begeistert-astronomen.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="text-decoration: underline;">02. Feb, 2012</span>  <br />
<span style="font-weight: bold;">Exoplanet<br />
<br />
<span style="font-size: large;"><span style="text-decoration: underline;">Neue Super-Erde begeistert Astronomen</span></span></span><br />
<br />
<br />
<img src="http://cdn3.spiegel.de/images/image-311432-panoV9free-dxtq.jpg" border="0" alt="[Bild: image-311432-panoV9free-dxtq.jpg]" /><br />
<span style="font-size: small;"><span style="font-weight: bold;">Ferner Planet (Zeichnung): Leben in der Nachbarschaft?</span></span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Ein internationales Forscherteam will einen besonders lebensfreundlichen Planeten in einem nahen Sternsystem aufgespürt haben. Auf der Suche nach einer zweiten Erde halten sie den Himmelskörper GJ 667Cc für den bisher spannendsten Kandidaten.</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Washington/Göttingen</span> - Die Aussicht, dass es dort draußen im All eine zweite Erde geben könnte, fasziniert uns Menschen. Und weil täglich neue Exoplaneten aufgespürt werden, ist solch ein Fund wohl nur eine Frage der Zeit. Vielleicht kennen wir auch die zweite Erde sogar schon, schließlich sorgten zuletzt immer wieder Berichte für Schlagzeilen, wonach Forschern genau solch ein Fund geglückt ist. Doch ebenso regelmäßig fanden sich dann aber andere Wissenschaftler, die die Erkenntnisse des ersten Teams anzweifelten. <br />
<br />
Oft sind viele Annahmen nötig, um einen Planeten als lebensfreundlich zu deklarieren - neben der Entfernung zum zentralen Stern ist das zum Beispiel die Zusammensetzung der Atmosphäre und die Wolkenbildung. Bei einem Fund, den Forscher um Guillem Anglada-Escudé von der Universität Göttingen nun im Fachblatt "The Astrophysical Journal Letters" vorstellen, soll das anders sein: "Diese Super-Erde bietet gute Voraussetzungen für die Existenz von flüssigem Wasser und von Leben, wie es auch auf der Erde vorkommt", schwärmt Anglada-Escudé.<br />
<br />
"Für unseren Planeten muss man keine weiteren Annahmen treffen", sagt der Forscher im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE weiter. Konkret geht es geht um einen Himmelskörper, der um den Stern mit der Katalognummer GJ 667C kreist. Dieser ist 22 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt, gehört also zu unserer kosmischen Nachbarschaft.<br />
<br />
Der nun entdeckte Planet GJ 667Cc hat mindestens die 4,5-fache Masse unserer Erde. Er umkreist seine Sonne in nur 28 Tagen. Weil diese als Zwergstern der M-Klasse aber wesentlich kleiner ist als unsere, befindet sich der nun entdeckte Planet damit gerade in der richtigen Entfernung für Temperaturen, bei denen Wasser flüssig ist. Flüssiges Wasser gilt als Grundvoraussetzung für das uns bekannte Leben. <br />
<br />
Forscher ordnen den Fund als sogenannte Super-Erde ein. So werden Exoplaneten bezeichnet, die nicht sehr viel größer sind als die Erde - und wahrscheinlich aus Gestein bestehen. Ob es auf dem Exoplaneten tatsächlich Wasser oder gar Leben gibt, ist völlig unklar. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Hin- und Hertaumeln beobachtet </span><br />
<br />
Nach Ansicht der Forscher um Anglada-Escudé dürfte der Planet etwa 90 Prozent der Lichtmenge abbekommen, die die Erde erreicht. Allerdings ist die Strahlung des Zentralgestirns insgesamt etwas in den Infrarotbereich verschoben. Das bedeutet, dass mehr Wärmestrahlung vom Planeten aufgenommen wird. Zusammen genommen ergebe sich damit ungefähr dieselbe Energieversorgung wie bei der Erde.<br />
<br />
Nach Angaben von Guillem Anglada-Escudé ist es nicht klar, ob der Planet seinem Zentralgestirn stets nur eine Seite zuwendet - so wie der Mond es bei der Erde tut. Das könnte dazu führen, dass es eine extrem heiße und eine extrem kalte Seite gibt. Doch der Forscher sieht diese Gefahr nicht: "Wir vermuten, dass es eine Atmosphäre gibt, die für eine Verteilung der Wärme sorgt."<br />
<br />
Über die Atmosphäre ließen sich nur dann mehr Details herausfinden, wenn der Planet von der Erde aus gesehen sein Zentralgestirn verdecken würde - die Strahlung des Sterns würde von der Atmosphäre des Planeten gestreut. Ob es zu einem solchen Transit kommt, wollen die Forscher jetzt herausfinden. Statistisch stehen die Chancen nicht besonders gut. Am ehesten müsste sich das Phänomen aber auf der Südhalbkugel beobachten lassen.<br />
<br />
Nach Analysen der Wissenschaftler gibt es in dem Planetensystem noch mindestens einen weiteren Planeten, der den Stern in nur 7,2 Tagen umrundet. Möglicherweise existiert in dem System sogar noch eine weitere Super-Erde sowie ein großer Gasplanet, die dem Stern in größerem Abstand umkreisen. <br />
<br />
Auf Planeten schließen die Forscher aus dem regelmäßigen Hin- und Hertaumeln des Zwergsterns, das entsteht, wenn die Schwerkraft seiner Begleiter an ihm zerrt. Die Wissenschaftler hatten für ihre Arbeit Daten der Europäischen Südsternwarte in Chile, des "Keck"-Observatoriums in Hawaii und vom "Magellan II"-Teleskop in Chile genutzt.<br />
<br />
Die Entdeckung überraschte die Astronomen, da das Dreifachsternsystem GJ 667 im Vergleich zu unserer Sonne nur wenige schwerere chemische Elemente wie Eisen, Kohlenstoff und Silizium besitzt, aus denen Gesteinsplaneten wie die Erde aufgebaut sind. "Dieser Stern wurde als ziemlich unwahrscheinliche Heimat für Planeten angesehen", erklärt Co-Autor Steven Vogt von der University of California in Santa Cruz. <br />
<br />
M-Klasse-Zwerge wie GJ 667C gehören zu den häufigsten Sternen in der Milchstraße. Für die Forscher legt die Entdeckung des neuen Planeten deswegen nahe, dass es in unserer Galaxie von potentiell bewohnbaren Gesteinsplaneten nur so wimmelt.<br />
<br />
Wie sagte doch Pete Worden, Direktor des Ames Research Center, vor einigen Wochen auf einer Nasa-Pressekonferenz? Man wisse jetzt, "dass im Universum Planeten in Hülle und Fülle" vorhanden seien. "Es ist noch gar nicht so lange her, da ahnten wir Menschen nicht einmal, dass es Planeten außerhalb des Sonnensystems gibt."<br />
 <br />
chs/dpa<br />
<br />
<span style="font-size: x-small;">(<span style="color: #800000;">Quelle:</span> <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,812977,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/wissenschaft/welta...77,00.html</a> )</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="text-decoration: underline;">02. Feb, 2012</span>  <br />
<span style="font-weight: bold;">Exoplanet<br />
<br />
<span style="font-size: large;"><span style="text-decoration: underline;">Neue Super-Erde begeistert Astronomen</span></span></span><br />
<br />
<br />
<img src="http://cdn3.spiegel.de/images/image-311432-panoV9free-dxtq.jpg" border="0" alt="[Bild: image-311432-panoV9free-dxtq.jpg]" /><br />
<span style="font-size: small;"><span style="font-weight: bold;">Ferner Planet (Zeichnung): Leben in der Nachbarschaft?</span></span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Ein internationales Forscherteam will einen besonders lebensfreundlichen Planeten in einem nahen Sternsystem aufgespürt haben. Auf der Suche nach einer zweiten Erde halten sie den Himmelskörper GJ 667Cc für den bisher spannendsten Kandidaten.</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Washington/Göttingen</span> - Die Aussicht, dass es dort draußen im All eine zweite Erde geben könnte, fasziniert uns Menschen. Und weil täglich neue Exoplaneten aufgespürt werden, ist solch ein Fund wohl nur eine Frage der Zeit. Vielleicht kennen wir auch die zweite Erde sogar schon, schließlich sorgten zuletzt immer wieder Berichte für Schlagzeilen, wonach Forschern genau solch ein Fund geglückt ist. Doch ebenso regelmäßig fanden sich dann aber andere Wissenschaftler, die die Erkenntnisse des ersten Teams anzweifelten. <br />
<br />
Oft sind viele Annahmen nötig, um einen Planeten als lebensfreundlich zu deklarieren - neben der Entfernung zum zentralen Stern ist das zum Beispiel die Zusammensetzung der Atmosphäre und die Wolkenbildung. Bei einem Fund, den Forscher um Guillem Anglada-Escudé von der Universität Göttingen nun im Fachblatt "The Astrophysical Journal Letters" vorstellen, soll das anders sein: "Diese Super-Erde bietet gute Voraussetzungen für die Existenz von flüssigem Wasser und von Leben, wie es auch auf der Erde vorkommt", schwärmt Anglada-Escudé.<br />
<br />
"Für unseren Planeten muss man keine weiteren Annahmen treffen", sagt der Forscher im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE weiter. Konkret geht es geht um einen Himmelskörper, der um den Stern mit der Katalognummer GJ 667C kreist. Dieser ist 22 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt, gehört also zu unserer kosmischen Nachbarschaft.<br />
<br />
Der nun entdeckte Planet GJ 667Cc hat mindestens die 4,5-fache Masse unserer Erde. Er umkreist seine Sonne in nur 28 Tagen. Weil diese als Zwergstern der M-Klasse aber wesentlich kleiner ist als unsere, befindet sich der nun entdeckte Planet damit gerade in der richtigen Entfernung für Temperaturen, bei denen Wasser flüssig ist. Flüssiges Wasser gilt als Grundvoraussetzung für das uns bekannte Leben. <br />
<br />
Forscher ordnen den Fund als sogenannte Super-Erde ein. So werden Exoplaneten bezeichnet, die nicht sehr viel größer sind als die Erde - und wahrscheinlich aus Gestein bestehen. Ob es auf dem Exoplaneten tatsächlich Wasser oder gar Leben gibt, ist völlig unklar. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Hin- und Hertaumeln beobachtet </span><br />
<br />
Nach Ansicht der Forscher um Anglada-Escudé dürfte der Planet etwa 90 Prozent der Lichtmenge abbekommen, die die Erde erreicht. Allerdings ist die Strahlung des Zentralgestirns insgesamt etwas in den Infrarotbereich verschoben. Das bedeutet, dass mehr Wärmestrahlung vom Planeten aufgenommen wird. Zusammen genommen ergebe sich damit ungefähr dieselbe Energieversorgung wie bei der Erde.<br />
<br />
Nach Angaben von Guillem Anglada-Escudé ist es nicht klar, ob der Planet seinem Zentralgestirn stets nur eine Seite zuwendet - so wie der Mond es bei der Erde tut. Das könnte dazu führen, dass es eine extrem heiße und eine extrem kalte Seite gibt. Doch der Forscher sieht diese Gefahr nicht: "Wir vermuten, dass es eine Atmosphäre gibt, die für eine Verteilung der Wärme sorgt."<br />
<br />
Über die Atmosphäre ließen sich nur dann mehr Details herausfinden, wenn der Planet von der Erde aus gesehen sein Zentralgestirn verdecken würde - die Strahlung des Sterns würde von der Atmosphäre des Planeten gestreut. Ob es zu einem solchen Transit kommt, wollen die Forscher jetzt herausfinden. Statistisch stehen die Chancen nicht besonders gut. Am ehesten müsste sich das Phänomen aber auf der Südhalbkugel beobachten lassen.<br />
<br />
Nach Analysen der Wissenschaftler gibt es in dem Planetensystem noch mindestens einen weiteren Planeten, der den Stern in nur 7,2 Tagen umrundet. Möglicherweise existiert in dem System sogar noch eine weitere Super-Erde sowie ein großer Gasplanet, die dem Stern in größerem Abstand umkreisen. <br />
<br />
Auf Planeten schließen die Forscher aus dem regelmäßigen Hin- und Hertaumeln des Zwergsterns, das entsteht, wenn die Schwerkraft seiner Begleiter an ihm zerrt. Die Wissenschaftler hatten für ihre Arbeit Daten der Europäischen Südsternwarte in Chile, des "Keck"-Observatoriums in Hawaii und vom "Magellan II"-Teleskop in Chile genutzt.<br />
<br />
Die Entdeckung überraschte die Astronomen, da das Dreifachsternsystem GJ 667 im Vergleich zu unserer Sonne nur wenige schwerere chemische Elemente wie Eisen, Kohlenstoff und Silizium besitzt, aus denen Gesteinsplaneten wie die Erde aufgebaut sind. "Dieser Stern wurde als ziemlich unwahrscheinliche Heimat für Planeten angesehen", erklärt Co-Autor Steven Vogt von der University of California in Santa Cruz. <br />
<br />
M-Klasse-Zwerge wie GJ 667C gehören zu den häufigsten Sternen in der Milchstraße. Für die Forscher legt die Entdeckung des neuen Planeten deswegen nahe, dass es in unserer Galaxie von potentiell bewohnbaren Gesteinsplaneten nur so wimmelt.<br />
<br />
Wie sagte doch Pete Worden, Direktor des Ames Research Center, vor einigen Wochen auf einer Nasa-Pressekonferenz? Man wisse jetzt, "dass im Universum Planeten in Hülle und Fülle" vorhanden seien. "Es ist noch gar nicht so lange her, da ahnten wir Menschen nicht einmal, dass es Planeten außerhalb des Sonnensystems gibt."<br />
 <br />
chs/dpa<br />
<br />
<span style="font-size: x-small;">(<span style="color: #800000;">Quelle:</span> <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,812977,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/wissenschaft/welta...77,00.html</a> )</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Monsterwogen über amerikanischer Großstadt]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-monsterwogen-ueber-amerikanischer-grossstadt.html</link>
			<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 15:32:59 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://unsere-neue-erde.net/thread-monsterwogen-ueber-amerikanischer-grossstadt.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="text-decoration: underline;">05. Feb, 2012</span><br />
<span style="font-weight: bold;">Wetterphänomen<br />
<br />
<span style="font-size: large;"><span style="text-decoration: underline;">Monsterwogen über amerikanischer Großstadt</span></span></span><br />
<br />
<img src="http://cdn2.spiegel.de/images/image-312221-panoV9free-icdy.jpg" border="0" alt="[Bild: image-312221-panoV9free-icdy.jpg]" /><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Es sind die wohl erstaunlichsten Wetterfotos des Winters: Ein amerikanischer Sender hat die Bilder riesiger Wolken veröffentlicht, die sich über der Stadt Birmingham in den USA türmten. Eine Kaltluftschicht am Boden gebar die nebligen Giganten.</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Birmingham </span>- Autofahrer bremsten, Fußgänger schauten gebannt gen Himmel. Über ihrer Stadt Birmingham im US-Bundesstaat Alabama erhoben sich riesige Wolken. Für einen Moment schien es, als würden sich die Ungetüme herunterstürzen. Ein paar Geistesgegenwärtige jedoch ließen sich nicht irritieren, sie drückten auf den Auslöser.<br />
<br />
Ihre Fotos, die der Sender ABC 33/40 gesammelt und nun für Medien freigegeben hat, haben die wohl erstaunlichsten Wolken dieses Winters festgehalten. Die Bilder vom 16. Dezember dürften Eingang in die Fachliteratur finden, so besonders sind sie.<br />
<br />
Das Phänomen der sogenannten Wogenwolken ist zwar bekannt. Doch meist bilden sie sich in größerer Höhe oder im Gebirge, wo sie wie harmlose Schwingen wirken. Solch gigantische Exemplare nahe einer Großstadt wie in Birmingham sind selten; sie überragten die Hochhäuser bei weitem.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;"> Das Wackeln der Flugzeuge </span><br />
<br />
Die Kolosse wirken wie Monsterwellen auf dem Ozean; die Exemplare am Himmel jedoch sind deutlich höher. Sie entstehen wie Wellen auf dem Meer: Dort streicht Wind übers Wasser und bringt das Wasser in Wallung. Auch Wogenwolken bilden sich, weil Wind über eine Luftschicht zieht und sie in Schwingung versetzt.<br />
<br />
Das passiert vor allem im Winter, wenn sich die Luft am Boden stark abgekühlt hat. Die kalte, meist neblige Schicht wiegt schwerer als wärmere Luft, die aufgrund ihrer Leichtigkeit nicht eindringen kann in den bodennahen Kaltluftsockel. Luftströmungen streichen also über die Kaltluft wie Wind übers Meer - und die neblige Kaltluft schlägt Wellen; Wogenwolken erheben sich.<br />
<br />
Im Fachjargon heißen die Nebelberge Kelvin-Helmholtz-Wolken nach den Physikern Lord Kelvin und Hermann von Helmholtz, die erstmals mathematische Lösungen für das Wellenphänomen entwickelt hatten. Die Wogen sind recht häufig am Himmel, denn ständig bringen Winde die Luft zum Schwingen und Flugzeuge zum Wackeln. Gewöhnlich jedoch verrät kein Nebel die Wellen, und so bleiben sie meist unsichtbar - im Gegensatz zu den eindrucksvollen Wogen von Birmingham.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Mehr Fotos in Quellenanhang zu sehen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: x-small;">(<span style="color: #BF0000;">Quelle:</span> <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,813437,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur...37,00.html</a> )</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="text-decoration: underline;">05. Feb, 2012</span><br />
<span style="font-weight: bold;">Wetterphänomen<br />
<br />
<span style="font-size: large;"><span style="text-decoration: underline;">Monsterwogen über amerikanischer Großstadt</span></span></span><br />
<br />
<img src="http://cdn2.spiegel.de/images/image-312221-panoV9free-icdy.jpg" border="0" alt="[Bild: image-312221-panoV9free-icdy.jpg]" /><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Es sind die wohl erstaunlichsten Wetterfotos des Winters: Ein amerikanischer Sender hat die Bilder riesiger Wolken veröffentlicht, die sich über der Stadt Birmingham in den USA türmten. Eine Kaltluftschicht am Boden gebar die nebligen Giganten.</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Birmingham </span>- Autofahrer bremsten, Fußgänger schauten gebannt gen Himmel. Über ihrer Stadt Birmingham im US-Bundesstaat Alabama erhoben sich riesige Wolken. Für einen Moment schien es, als würden sich die Ungetüme herunterstürzen. Ein paar Geistesgegenwärtige jedoch ließen sich nicht irritieren, sie drückten auf den Auslöser.<br />
<br />
Ihre Fotos, die der Sender ABC 33/40 gesammelt und nun für Medien freigegeben hat, haben die wohl erstaunlichsten Wolken dieses Winters festgehalten. Die Bilder vom 16. Dezember dürften Eingang in die Fachliteratur finden, so besonders sind sie.<br />
<br />
Das Phänomen der sogenannten Wogenwolken ist zwar bekannt. Doch meist bilden sie sich in größerer Höhe oder im Gebirge, wo sie wie harmlose Schwingen wirken. Solch gigantische Exemplare nahe einer Großstadt wie in Birmingham sind selten; sie überragten die Hochhäuser bei weitem.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;"> Das Wackeln der Flugzeuge </span><br />
<br />
Die Kolosse wirken wie Monsterwellen auf dem Ozean; die Exemplare am Himmel jedoch sind deutlich höher. Sie entstehen wie Wellen auf dem Meer: Dort streicht Wind übers Wasser und bringt das Wasser in Wallung. Auch Wogenwolken bilden sich, weil Wind über eine Luftschicht zieht und sie in Schwingung versetzt.<br />
<br />
Das passiert vor allem im Winter, wenn sich die Luft am Boden stark abgekühlt hat. Die kalte, meist neblige Schicht wiegt schwerer als wärmere Luft, die aufgrund ihrer Leichtigkeit nicht eindringen kann in den bodennahen Kaltluftsockel. Luftströmungen streichen also über die Kaltluft wie Wind übers Meer - und die neblige Kaltluft schlägt Wellen; Wogenwolken erheben sich.<br />
<br />
Im Fachjargon heißen die Nebelberge Kelvin-Helmholtz-Wolken nach den Physikern Lord Kelvin und Hermann von Helmholtz, die erstmals mathematische Lösungen für das Wellenphänomen entwickelt hatten. Die Wogen sind recht häufig am Himmel, denn ständig bringen Winde die Luft zum Schwingen und Flugzeuge zum Wackeln. Gewöhnlich jedoch verrät kein Nebel die Wellen, und so bleiben sie meist unsichtbar - im Gegensatz zu den eindrucksvollen Wogen von Birmingham.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Mehr Fotos in Quellenanhang zu sehen.</span><br />
<br />
<span style="font-size: x-small;">(<span style="color: #BF0000;">Quelle:</span> <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,813437,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur...37,00.html</a> )</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[WikiLeaks-Informant: USA stellen Manning  wegen Hochverrat vor  Kriegsgericht]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-wikileaks-informant-usa-stellen-manning-wegen-hochverrat-vor-kriegsgericht.html</link>
			<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 12:29:02 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://unsere-neue-erde.net/thread-wikileaks-informant-usa-stellen-manning-wegen-hochverrat-vor-kriegsgericht.html</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;"><img src="http://cdn3.spiegel.de/images/image-295382-panoV9free-bfge.jpg" border="0" alt="[Bild: image-295382-panoV9free-bfge.jpg]" /></div>
<br />
<span style="font-weight: bold;">Ihm wird der größte Geheimnisverrat in der Geschichte der USA vorgeworfen. Dafür muss sich Bradley Manning jetzt vor einem Militärgericht verantworten. Dem mutmaßlichen WikiLeaks-Informanten droht eine lebenslange Haftstrafe.</span><br />
<br />
Washington - Es zeichnete sich bereits ab, nun steht fest: Der mutmaßliche WikiLeaks-Informant Bradley Manning muss sich vor einem Militärgericht verantworten. Wie die US-Armee am Freitagabend mitteilte, billigte sie eine entsprechende Empfehlung der Justiz. Alle 22 von der Staatsanwaltschaft vorgebrachten Anklagepunkte würden an das Militärgericht verwiesen, hieß es.<br />
<br />
Dem 24-jährigen Manning wird der größte Geheimnisverrat in der US-Geschichte vorgeworfen. Er soll 700.000 größtenteils geheime Dokumente an die Internetplattform WikiLeaks weitergegeben haben. Zu den 22 Anklagepunkten gehört unter anderem Unterstützung des Feindes. Dafür könnte Manning zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt werden.<br />
<br />
Die Anklagebehörde sprach bei einer Anhörung vor einigen Wochen von erdrückenden Beweisen dafür, dass Manning "konstant, bewusst und methodisch" interne Dokumente aus Computern gezogen habe, um sie dann WikiLeaks zuzuspielen. Die Verteidigung rief zur Milde auf: Durch die Enthüllungen sei kein Schaden entstanden. Daher wären 30 Jahre Haft für den Obergefreiten angemessen.<br />
<br />
Die Entscheidung, das Verfahren an ein Militärgericht zu verweisen, traf der Kommandeur des Militärbezirks Washington, Generalmajor Michael Linnington. Als nächster Schritt wird nun ein Militärrichter ernannt. Dieser werde die Daten für die Verlesung der Anklage, den Beginn der Anhörungen sowie des eigentlichen Prozesses festsetzen, erklärte die US-Armee weiter.<br />
<br />
WikiLeaks hatte die Unterlagen zwischen Juli 2010 und September 2011 massenhaft ins Internet gestellt. Die Veröffentlichung sorgte weltweit für Wirbel. Unter den Daten waren zahlreiche geheime US-Militärdokumente zu den Kriegen im Irak und Afghanistan sowie rund 260.000 vertrauliche Depeschen des US-Außenministeriums. Für die USA war die Veröffentlichung eine Blamage.<br />
<br />
Der Obergefreite Manning soll die geheimen Daten während seiner Stationierung im Irak von Militärrechnern heruntergeladen haben. Im Mai 2010 wurde der Obergefreite auf seinem Stützpunkt nahe Bagdad festgenommen. Laut den Ermittlern wurden auf Mannings Computern Kontaktdaten zu WikiLeaks-Mitgründer Julian Assange und zahlreiche militärische Dokumente gefunden.<br />
<br />
<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,813303,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,...03,00.html</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;"><img src="http://cdn3.spiegel.de/images/image-295382-panoV9free-bfge.jpg" border="0" alt="[Bild: image-295382-panoV9free-bfge.jpg]" /></div>
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<span style="font-weight: bold;">Ihm wird der größte Geheimnisverrat in der Geschichte der USA vorgeworfen. Dafür muss sich Bradley Manning jetzt vor einem Militärgericht verantworten. Dem mutmaßlichen WikiLeaks-Informanten droht eine lebenslange Haftstrafe.</span><br />
<br />
Washington - Es zeichnete sich bereits ab, nun steht fest: Der mutmaßliche WikiLeaks-Informant Bradley Manning muss sich vor einem Militärgericht verantworten. Wie die US-Armee am Freitagabend mitteilte, billigte sie eine entsprechende Empfehlung der Justiz. Alle 22 von der Staatsanwaltschaft vorgebrachten Anklagepunkte würden an das Militärgericht verwiesen, hieß es.<br />
<br />
Dem 24-jährigen Manning wird der größte Geheimnisverrat in der US-Geschichte vorgeworfen. Er soll 700.000 größtenteils geheime Dokumente an die Internetplattform WikiLeaks weitergegeben haben. Zu den 22 Anklagepunkten gehört unter anderem Unterstützung des Feindes. Dafür könnte Manning zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt werden.<br />
<br />
Die Anklagebehörde sprach bei einer Anhörung vor einigen Wochen von erdrückenden Beweisen dafür, dass Manning "konstant, bewusst und methodisch" interne Dokumente aus Computern gezogen habe, um sie dann WikiLeaks zuzuspielen. Die Verteidigung rief zur Milde auf: Durch die Enthüllungen sei kein Schaden entstanden. Daher wären 30 Jahre Haft für den Obergefreiten angemessen.<br />
<br />
Die Entscheidung, das Verfahren an ein Militärgericht zu verweisen, traf der Kommandeur des Militärbezirks Washington, Generalmajor Michael Linnington. Als nächster Schritt wird nun ein Militärrichter ernannt. Dieser werde die Daten für die Verlesung der Anklage, den Beginn der Anhörungen sowie des eigentlichen Prozesses festsetzen, erklärte die US-Armee weiter.<br />
<br />
WikiLeaks hatte die Unterlagen zwischen Juli 2010 und September 2011 massenhaft ins Internet gestellt. Die Veröffentlichung sorgte weltweit für Wirbel. Unter den Daten waren zahlreiche geheime US-Militärdokumente zu den Kriegen im Irak und Afghanistan sowie rund 260.000 vertrauliche Depeschen des US-Außenministeriums. Für die USA war die Veröffentlichung eine Blamage.<br />
<br />
Der Obergefreite Manning soll die geheimen Daten während seiner Stationierung im Irak von Militärrechnern heruntergeladen haben. Im Mai 2010 wurde der Obergefreite auf seinem Stützpunkt nahe Bagdad festgenommen. Laut den Ermittlern wurden auf Mannings Computern Kontaktdaten zu WikiLeaks-Mitgründer Julian Assange und zahlreiche militärische Dokumente gefunden.<br />
<br />
<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,813303,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,...03,00.html</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Münchener Sicherheitskonferenz: Deutschland steigt zur Weltmacht auf ]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-muenchener-sicherheitskonferenz-deutschland-steigt-zur-weltmacht-auf.html</link>
			<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 10:28:44 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://unsere-neue-erde.net/thread-muenchener-sicherheitskonferenz-deutschland-steigt-zur-weltmacht-auf.html</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;"><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0d/Berlin_reichstag_west_panorama_2.jpg/600px-Berlin_reichstag_west_panorama_2.jpg" border="0" alt="[Bild: 600px-Berlin_reichstag_west_panorama_2.jpg]" /></div>
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Die Welt blickt auf Deutschland, nicht nur bei der Euro-Rettung. Die Kanzlerin genießt hohes Ansehen, die Bundesrepublik ist eine global respektierte Macht. Doch Berlin fremdelt mit der neuen Rolle - das zeigen die Diskussionen bei der Münchner Sicherheitskonferenz.</span><br />
<br />
Berlin dominiert die Euro-Rettungsoperation, alles scheint anders als früher: Frankreichs stolzer Präsident Nicolas Sarkozy lässt sich von Kanzlerin Angela Merkel beim Wahlkampf helfen, die Briten lesen begeistert das Buch "The German Genius", in den USA heftet Barack Obama seiner Kollegin Merkel die Freiheitsmedaille an, Amerikas höchste zivile Auszeichnung.<br />
<br />
Merkel sei die Frau, die über Obamas Wiederwahl entscheide, heißt es in der US-Hauptstadt, je nachdem ob sie die Euro-Krise löse und eine globale Rezession verhindere - oder eben nicht.<br />
<br />
Aber eigentlich ist immer noch alles wie früher: Deutschland bleibt eine "Weltmacht wider Willen", vergleichbar der alten Bundesrepublik 1988, als der Historiker Christian Hacke in seinem Buch dieses Titels die Rolle des Landes erstmals so beschrieb. Nirgendwo lässt sich das besser beobachten als bei der Münchner Sicherheitskonferenz, dem nach wie vor einflussreichsten sicherheitspolitischen Forum Europas, vielleicht der Welt - mit illustren Teilnehmern von US-Verteidigungsminister Leon Panetta über Mega-Spekulant George Soros bis zu Amerikas Außenministerin Hillary Clinton.<br />
<br />
Gleich die Auftaktdebatte der Konferenz ist der Frage gewidmet: Was ist Deutschlands Rolle in der Welt? Natürlich, weil sich diese Frage gerade neu stellt - nun da Deutschlands ökonomische Vorrangstellung und politisches Zögern immer schwerer vereinbar scheinen.<br />
<span style="font-weight: bold;"><br />
"Man sollte es nicht übertreiben"</span><br />
<br />
Doch wer die deutschen Vertreter in München erlebt, allen voran Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière, kann von einer neuen Orientierung wenig spüren. Ginge es um wirtschaftliche Leitfunktion, wünschten sich viele Bundesbürger eine stärkere globale Rolle Deutschlands, sagt der CDU-Politiker vorsichtig. Aber in puncto Sicherheitspolitik gelte dies wohl nicht, fügt er hinzu. Im "Welt"-Interview hatte de Maizière sicherheitshalber im Vorfeld der Konferenz zur Frage nach mehr deutscher Führung in Europa gewarnt: "Man sollte es nicht übertreiben."<br />
<br />
SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sagt in München: Dass der Satz umgehe, in Europa werde jetzt Deutsch gesprochen, sei kontraproduktiv.<br />
<br />
Im Duett unterstreichen die Top-Politiker eine These, die der britische Starhistoriker Timothy Garton Ash zum Konferenzauftakt brillant darlegt: Deutschlands Führungsrolle in Europa folge dem "law of unintended consequences", dem Gesetz der ungewollten Konsequenzen. Erst sei die wirtschaftliche EU-Einigung für Berlin so erfolgreich gewesen, sagt Garton Ash. Daraus habe sich "nolens volens" die derzeitige Vormachtstellung Deutschlands ergeben.<br />
<br />
Nur hätten sich diese die Deutschen gar nicht unbedingt gewünscht. Und andere doch wohl auch nicht, oder?<br />
<br />
Polens Außenminister Radoslaw Sikorski gibt in München zu bedenken, den Deutschen solle ihr wirtschaftlicher Erfolg bloß nicht zu Kopfe steigen - und Weltbankchef Robert Zoellick warnt vor einer Buhmannrolle für Berlin, sollte die deutsche Regierung zu starr auf europaweitem Sparen beharren.<br />
<span style="font-weight: bold;"><br />
Ausweichende Beamtensätze</span><br />
<br />
Daher wirkt das Zögern von de Maizière und Steinmeier durchaus verständlich. Doch hören sie in München auch hin, als ihnen ihre Mitdiskutanten andere Optionen aufzeigen?<br />
<br />
Historiker Garton Ash etwa betont: "Jetzt ist die Chance für Deutschland" - nämlich zu zeigen, wie sehr es sich seit dem Zweiten Weltkrieg zu einer verantwortungsvollen Nation entwickelt habe.<br />
<br />
Auch Skeptiker Sikorski gesteht zu: Deutschland solle durchaus führen, als größter Aktionär im Projekt Europa - um Europas Einigungsprozess zu retten, von dem das Land so ungeheuer profitiert habe. Und der Amerikaner Zoellick fragt, was geschehe, wenn Italiens neuer Premier Mario Monti mit seinen Reformen scheitere. Krache dann nicht der Euro zusammen und damit auch Deutschlands Exportwunder? Daher sei die deutsche Führung in der Krise nötiger denn je, scheint er damit suggerieren zu wollen.<br />
<br />
Nutzen die deutschen Spitzenpolitiker diese Vorlage? Bieten sie dem hochkarätigen internationalen Publikum neue Antworten? Zum Beispiel auf die fast schon philosophische Frage, wie ein Land wie Deutschland politische Führungsstärke zeigen wolle, wenn seine Bevölkerung auch aus historischen Gründen solche Probleme mit dem Gedanken von Führung habe?<br />
<br />
Nein. Sie ergehen sich lediglich in ausweichenden Beamtensätzen. De Maizière sagt, auf die Euro-Krise angesprochen: Er sei ja Verteidigungsminister, also wolle er die Ressortzuständigkeit von Finanzminister Wolfgang Schäuble anerkennen. Und als der Moderator die Stimmung etwas anheizen will und nachhakt, ob Deutschland Israel beistehen würde, sollte es Iran angreifen, weicht de Maizière ebenfalls aus.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Extremes politisches Zögern</span><br />
<br />
Deutschlands Rolle, doziert der Minister, sei in den Verhandlungen das Sanktionsbündnis gegen Teheran zusammenzuhalten, ob es nun um Maschinenbau oder Öl gehe. Und ein militärisches Eingreifen? Auf "Wenn, dann..."-Szenarien lasse er sich nicht ein, gibt de Maizière zu verstehen.<br />
<br />
Kein klares Wort findet er an dieser Stelle zu Deutschlands Unterstützung für Israel oder zur Warnung vor Irans Atomwaffe, die amerikanische Politiker so routiniert über die Lippen bringen.<br />
<br />
Da kann es Ash noch so sehr versuchen. "Es sei die normalste Sache der Welt für eine mächtige Nation", ruft der Historiker den deutschen Politikern zu, "dass von ihr Führungsstärke verlangt wird - und dass sie dann mit Kritik leben müsse, wenn sie diese zeige."<br />
<br />
Weshalb dieses extreme politische Zögern in Deutschland noch immer so verankert sei, fragt Harvard-Geostratege Joseph Nye nach der Konferenz-Auftaktrunde in kleinem Kreis nachdenklich. Seine Gesprächspartner, deutsche Konferenzteilnehmer, wissen keine rechte Antwort. Man kann zur deutschen Rolle in der Krise stehen, wie man will, eines aber steht fest: So normal, wie es etwa Ash anmahnt, ist Deutschland noch nicht.<br />
<br />
<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,813285,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,...85,00.html</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;"><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/0d/Berlin_reichstag_west_panorama_2.jpg/600px-Berlin_reichstag_west_panorama_2.jpg" border="0" alt="[Bild: 600px-Berlin_reichstag_west_panorama_2.jpg]" /></div>
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Die Welt blickt auf Deutschland, nicht nur bei der Euro-Rettung. Die Kanzlerin genießt hohes Ansehen, die Bundesrepublik ist eine global respektierte Macht. Doch Berlin fremdelt mit der neuen Rolle - das zeigen die Diskussionen bei der Münchner Sicherheitskonferenz.</span><br />
<br />
Berlin dominiert die Euro-Rettungsoperation, alles scheint anders als früher: Frankreichs stolzer Präsident Nicolas Sarkozy lässt sich von Kanzlerin Angela Merkel beim Wahlkampf helfen, die Briten lesen begeistert das Buch "The German Genius", in den USA heftet Barack Obama seiner Kollegin Merkel die Freiheitsmedaille an, Amerikas höchste zivile Auszeichnung.<br />
<br />
Merkel sei die Frau, die über Obamas Wiederwahl entscheide, heißt es in der US-Hauptstadt, je nachdem ob sie die Euro-Krise löse und eine globale Rezession verhindere - oder eben nicht.<br />
<br />
Aber eigentlich ist immer noch alles wie früher: Deutschland bleibt eine "Weltmacht wider Willen", vergleichbar der alten Bundesrepublik 1988, als der Historiker Christian Hacke in seinem Buch dieses Titels die Rolle des Landes erstmals so beschrieb. Nirgendwo lässt sich das besser beobachten als bei der Münchner Sicherheitskonferenz, dem nach wie vor einflussreichsten sicherheitspolitischen Forum Europas, vielleicht der Welt - mit illustren Teilnehmern von US-Verteidigungsminister Leon Panetta über Mega-Spekulant George Soros bis zu Amerikas Außenministerin Hillary Clinton.<br />
<br />
Gleich die Auftaktdebatte der Konferenz ist der Frage gewidmet: Was ist Deutschlands Rolle in der Welt? Natürlich, weil sich diese Frage gerade neu stellt - nun da Deutschlands ökonomische Vorrangstellung und politisches Zögern immer schwerer vereinbar scheinen.<br />
<span style="font-weight: bold;"><br />
"Man sollte es nicht übertreiben"</span><br />
<br />
Doch wer die deutschen Vertreter in München erlebt, allen voran Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière, kann von einer neuen Orientierung wenig spüren. Ginge es um wirtschaftliche Leitfunktion, wünschten sich viele Bundesbürger eine stärkere globale Rolle Deutschlands, sagt der CDU-Politiker vorsichtig. Aber in puncto Sicherheitspolitik gelte dies wohl nicht, fügt er hinzu. Im "Welt"-Interview hatte de Maizière sicherheitshalber im Vorfeld der Konferenz zur Frage nach mehr deutscher Führung in Europa gewarnt: "Man sollte es nicht übertreiben."<br />
<br />
SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sagt in München: Dass der Satz umgehe, in Europa werde jetzt Deutsch gesprochen, sei kontraproduktiv.<br />
<br />
Im Duett unterstreichen die Top-Politiker eine These, die der britische Starhistoriker Timothy Garton Ash zum Konferenzauftakt brillant darlegt: Deutschlands Führungsrolle in Europa folge dem "law of unintended consequences", dem Gesetz der ungewollten Konsequenzen. Erst sei die wirtschaftliche EU-Einigung für Berlin so erfolgreich gewesen, sagt Garton Ash. Daraus habe sich "nolens volens" die derzeitige Vormachtstellung Deutschlands ergeben.<br />
<br />
Nur hätten sich diese die Deutschen gar nicht unbedingt gewünscht. Und andere doch wohl auch nicht, oder?<br />
<br />
Polens Außenminister Radoslaw Sikorski gibt in München zu bedenken, den Deutschen solle ihr wirtschaftlicher Erfolg bloß nicht zu Kopfe steigen - und Weltbankchef Robert Zoellick warnt vor einer Buhmannrolle für Berlin, sollte die deutsche Regierung zu starr auf europaweitem Sparen beharren.<br />
<span style="font-weight: bold;"><br />
Ausweichende Beamtensätze</span><br />
<br />
Daher wirkt das Zögern von de Maizière und Steinmeier durchaus verständlich. Doch hören sie in München auch hin, als ihnen ihre Mitdiskutanten andere Optionen aufzeigen?<br />
<br />
Historiker Garton Ash etwa betont: "Jetzt ist die Chance für Deutschland" - nämlich zu zeigen, wie sehr es sich seit dem Zweiten Weltkrieg zu einer verantwortungsvollen Nation entwickelt habe.<br />
<br />
Auch Skeptiker Sikorski gesteht zu: Deutschland solle durchaus führen, als größter Aktionär im Projekt Europa - um Europas Einigungsprozess zu retten, von dem das Land so ungeheuer profitiert habe. Und der Amerikaner Zoellick fragt, was geschehe, wenn Italiens neuer Premier Mario Monti mit seinen Reformen scheitere. Krache dann nicht der Euro zusammen und damit auch Deutschlands Exportwunder? Daher sei die deutsche Führung in der Krise nötiger denn je, scheint er damit suggerieren zu wollen.<br />
<br />
Nutzen die deutschen Spitzenpolitiker diese Vorlage? Bieten sie dem hochkarätigen internationalen Publikum neue Antworten? Zum Beispiel auf die fast schon philosophische Frage, wie ein Land wie Deutschland politische Führungsstärke zeigen wolle, wenn seine Bevölkerung auch aus historischen Gründen solche Probleme mit dem Gedanken von Führung habe?<br />
<br />
Nein. Sie ergehen sich lediglich in ausweichenden Beamtensätzen. De Maizière sagt, auf die Euro-Krise angesprochen: Er sei ja Verteidigungsminister, also wolle er die Ressortzuständigkeit von Finanzminister Wolfgang Schäuble anerkennen. Und als der Moderator die Stimmung etwas anheizen will und nachhakt, ob Deutschland Israel beistehen würde, sollte es Iran angreifen, weicht de Maizière ebenfalls aus.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Extremes politisches Zögern</span><br />
<br />
Deutschlands Rolle, doziert der Minister, sei in den Verhandlungen das Sanktionsbündnis gegen Teheran zusammenzuhalten, ob es nun um Maschinenbau oder Öl gehe. Und ein militärisches Eingreifen? Auf "Wenn, dann..."-Szenarien lasse er sich nicht ein, gibt de Maizière zu verstehen.<br />
<br />
Kein klares Wort findet er an dieser Stelle zu Deutschlands Unterstützung für Israel oder zur Warnung vor Irans Atomwaffe, die amerikanische Politiker so routiniert über die Lippen bringen.<br />
<br />
Da kann es Ash noch so sehr versuchen. "Es sei die normalste Sache der Welt für eine mächtige Nation", ruft der Historiker den deutschen Politikern zu, "dass von ihr Führungsstärke verlangt wird - und dass sie dann mit Kritik leben müsse, wenn sie diese zeige."<br />
<br />
Weshalb dieses extreme politische Zögern in Deutschland noch immer so verankert sei, fragt Harvard-Geostratege Joseph Nye nach der Konferenz-Auftaktrunde in kleinem Kreis nachdenklich. Seine Gesprächspartner, deutsche Konferenzteilnehmer, wissen keine rechte Antwort. Man kann zur deutschen Rolle in der Krise stehen, wie man will, eines aber steht fest: So normal, wie es etwa Ash anmahnt, ist Deutschland noch nicht.<br />
<br />
<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,813285,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,...85,00.html</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Atomkonflikt : US-Regierung fürchtet israelischen Angriff auf Iran]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-atomkonflikt-us-regierung-fuerchtet-israelischen-angriff-auf-iran.html</link>
			<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 10:36:00 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://unsere-neue-erde.net/thread-atomkonflikt-us-regierung-fuerchtet-israelischen-angriff-auf-iran.html</guid>
			<description><![CDATA[Die US-Regierung rechnet offenbar schon im Frühjahr mit einer Attacke Israels gegen Iran. Laut "Washington Post" hält Verteidigungsminister Panetta einen Angriff ab April für möglich. Die Vereinigten Staaten wollen den Verbündeten unbedingt von dem Plan abbringen.<br />
<br />
<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,813072,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,...72,00.html</a><br />
<br />
Namasté]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die US-Regierung rechnet offenbar schon im Frühjahr mit einer Attacke Israels gegen Iran. Laut "Washington Post" hält Verteidigungsminister Panetta einen Angriff ab April für möglich. Die Vereinigten Staaten wollen den Verbündeten unbedingt von dem Plan abbringen.<br />
<br />
<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,813072,00.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,...72,00.html</a><br />
<br />
Namasté]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sensationelle tonaufnahmen von Reichskanzler  Otto von Bismarck aufgetaucht]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-sensationelle-tonaufnahmen-von-reichskanzler-otto-von-bismarck-aufgetaucht.html</link>
			<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 17:26:42 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://unsere-neue-erde.net/thread-sensationelle-tonaufnahmen-von-reichskanzler-otto-von-bismarck-aufgetaucht.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;">Der Kanzler war begeistert! 1889 wurde Otto von Bismarck ein Phonograph vorgeführt - und der altehrwürdige Staatsmann plauderte munter auf das revolutionäre Gerät. Mehr als ein Jahrhundert galt die wohl einzig jemals gemachte Aufnahme der fürstlichen Stimme als verschollen. Nun ist sie aufgetaucht. </span><br />
<br />
Die Sensation schlummerte in einer schäbigen Holzkiste mit fehlendem Henkel, direkt hinter dem Bett des großen Erfinders Thomas Alva Edison. Die Vorderseite war stark beschädigt, einige der 17 Phonographenwalzen in ihrem Inneren waren bereits zerbrochen.<br />
<br />
Die Nachlassverwalter, die die Holzkiste am 11. September 1957 in der Bibliothek Edisons entdeckt hatten, schenkten ihrem Inhalt keinerlei Beachtung und wuchteten ihren Fund kurzerhand ins Archiv. Dort staubten die etwa klopapierrollengroßen Walzen weitere fünf Jahrzehnte vor sich hin. Jetzt hat sie der deutsche Wissenschaftler Stephan Puille gemeinsam mit seinen US-Kollegen um den Medienhistoriker Patrick Feaster erstmals identifizier<br />
<br />
Es sind frühe Tonaufnahmen aus den Jahren 1889 und 1890, zu hören sind unter anderem: Generalfeldmarschall Graf Helmuth von Moltke und - Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck höchstpersönlich. Nur eine Minute und 13 Sekunden dauert die Aufnahme des "Eisernen Kanzlers" - und ist doch eine Weltsensation. Denn es handelt sich laut Puille um das erste und einzige Tonzeugnis, das es bislang von Bismarck gibt.<br />
<br />
"Das ist der größte Fund meiner Laufbahn", jubelt Puille, Restaurator und Mitarbeiter der Hochschule für Wirtschaft und Technik in Berlin, der die am Montag vom "Thomas Edison National Historical Park" veröffentlichte Bismarck-Aufnahme rekonstruiert hat. Im Auftrag Feasters machte sich Puille, Spezialist auf dem Gebiet der frühen Tonaufnahmen, im Mai 2011 daran, das Rätsel um die Walzen aus der Holzkiste zu lösen. Hierbei ging er vor wie bei einer Art historischem Puzzlespiel.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Neuartige "Sprechmaschine"</span><br />
<br />
Bekannt war Puille, dass Bismarck im Jahr 1889 die - für damalige Verhältnisse spektakuläre - Technik des Edinsonschen Phonographen kennenlernte. Ein Mitarbeiter des amerikanischen Erfinders, Adelbert Theodor Edward Wangemann, suchte den Reichskanzler am 7. Oktober 1889 in dessen Schloss in Friedrichsruh bei Hamburg auf und führte ihm die neuartige "Sprechmaschine" vor: ein Gerät, dessen schallempfindliche Nadel eingehende Töne als wellenförmige Erhöhungen und Vertiefungen in eine rotierende Wachswalze ritzte. <br />
<br />
Puille wusste zudem, dass Reichskanzler Otto von Bismarck, begeistert von der ihm präsentierten Technik, einwilligte, selbst Aufnahmen zu machen. Die Tagespresse, allen voran aus dem Hamburger Raum, meldete die Sensation in jenem Herbst 1889 und druckte, wenn auch nur auszugsweise, den Inhalt der entstandenen Bismarck-Aufnahmen ab. Von der Walze selbst jedoch fehlte jahrzehntelang jede Spur. Bis Puille im vergangenen Jahr der Auftrag aus den USA ereilte.<br />
<br />
Als es ihm gelang, auf dem stark beschädigten, von rhythmischem Rauschen gestörten Tondokument den Aufnahmeort, nämlich "Friedrichsruh", herauszuhören, merkte Puille sofort auf. "Ich wusste, dass Edinsons Mitarbeiter Wangemann nur deshalb in Friedrichsruh gewesen sein muss, um Bismarck zu einer Aufnahme zu bewegen.<br />
<span style="font-weight: bold;"><br />
Der "Eiserne Kanzler" als Marketing-Gag</span><br />
<br />
Wangemann war von Edison ursprünglich mit dem Auftrag nach Europa geschickt worden, den Phonographen bei der Pariser Weltausstellung von 1889 zu warten und neu zu justieren. Im Anschluss an die Weltausstellung tourte Wangemann dann, mit Gattin und Phonograph im Reisegepäck, durch Deutschland und Europa, um den Wissenschaftlern und Herrschern jener Zeit die Erfindung näherzubringen - und neue Tonaufnahmen zu erstellen.<br />
<br />
Denn Edison plante, den Phonographen als Musikabspielgerät auf den Markt zu bringen und benötigte nun noch spektakuläres Werbematerial. Etwa ein Grußwort des zu jener Zeit weltbekannten Fürsten Otto von Bismarck. Wangemann hatte laut Tonhistoriker Puille sogar schon den Text für eine solche sonore Grußbotschaft "an die Deutschen diesseits und jenseits des Atlantik" ausgearbeitet. Doch der "Eiserne Kanzler" ließ sich für den geplanten Marketing-Gag nicht instrumentalisieren.<br />
<br />
"Stattdessen sagte er vor dem Phonographen spontan das auf, was ihm gerade einfiel", so Puille. Offenbar in dem Bestreben, möglichst polyglott zu wirken, äußerte sich Otto von Bismarck bei seinem 73-Sekünder gleich in vier Sprachen: Englisch, Lateinisch, Französisch und Deutsch. In den ersten Sekunden rezitierte er das damals in den USA sehr populäre Volkslied "In Good Old Colony Times" - laut Puille vermutlich ein Gruß an Erfinder Edison. Daran schließen sich der Anfang der berühmten Heldenballade "Schwäbischer Kunde" von Ludwig Uhland sowie eine Strophe aus dem lateinischen Studentenlied "Gaudeamus igitur" an.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">"Treibe alles in Maßen und Sittlichkeit"</span><br />
<br />
Ab Sekunde 44 folgt die große Überraschung: "Allons, enfants, de la Patrie, le jour de gloire est arrivé. Contre nous de la tyrannie, l'étendard sanglant est levé". In lupenreinem französisch rezitierte der Reichskanzler die ersten Zeilen der "Marseillaise". Wieso Otto von Bismarck ausgerechnet die Nationalhymne des traditionellen "Erbfeindes" Frankreich bemühte, bleibt ein Rätsel: Erlaubte sich der Reichskanzler hier einen kleinen Spaß? Oder wollte er die 1871 vernichtend besiegten Franzosen ein wenig foppen? "Ich bin gespannt, was die Historiker dazu sagen werden", sagt Puille.<br />
<br />
Zum Abschluss der Aufnahme richtete Otto von Bismarck mahnende Worte an seinen Sohn Herbert: "Treibe alles in Maßen und Sittlichkeit, namentlich das Arbeiten, dann aber auch das Essen, und im Übrigen gerade auch das Trinken. Rat eines Vaters an seinen Sohn." Ein Rat, der nicht frei von Ironie war: Der Reichskanzler selbst war ein wüster Workaholic, der bekanntlich weder beim Bier noch beim Schnitzel Maß zu halten vermochte: 1879 wog er bereits 247 Pfund.<br />
<br />
Edison-Mitarbeiter Wangemann führte Bismarcks Sohn Herbert im Herbst 1889, wenige Wochen nach seinem Aufenthalt in Friedrichsruh, die Tonaufnahme vor - sofort erkannte der Sohn die Stimme seines damals 74-jährigen Vaters. Dies ist für Stephan Puille ein weiteres, gewichtiges Indiz dafür, dass es sich bei den Aufnahmen zweifelsfrei um Otto von Bismarcks Stimme handelt.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Hasenfüßiger Kaiser Wilhelm II.<br />
</span><br />
Doch entlockte Wangemann nicht nur Bismarck, sondern auch dem preußischen Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke ein paar Worte, wie den nun dechiffrierten Walzen zu entnehmen ist. In dem Tondokument rezitierte der zum Zeitpunkt der Aufnahme knapp 90-Jährige Auszüge aus Goethes "Faust" und Shakespeares "Hamlet". Mit brüchiger Stimme zwar und daher kaum verständlich - doch der Wert der Aufnahmen ist dennoch enorm. Denn mit Moltkes Tondokument liegt nun erstmals das hörbare Zeitzeugnis eines bereits im Jahr 1800 geborenen Menschen vor.<br />
<br />
Auf seiner Tournee durch Europa gelangen Wangemann zudem noch weitere spektakuläre Coups: Bei seinem Besuch in Wien etwa, am 2. Dezember 1889, bewegte Wangemann den berühmten Komponisten Johannes Brahms dazu, den ersten seiner "Ungarischen Tänze" für den Phonographen darzubieten. Und Ende Januar 1890 nahm der Kölner Musiker Otto Neitzel ein Stück des Klavierkonzertes No. 2 in f-Moll von Frédéric Chopin auf - laut Puille die erste überlieferte Aufnahme eines Chopin-Stückes überhaupt.<br />
<br />
Die wichtigsten Machthaber Europas indes konnte selbst der rührige Wangemann nicht recht vom Wert des Phonographen überzeugen: Der russische Zar Alexander III. zeigte sich wenig beeindruckt von der Erfindung aus Übersee und wollte, ebenso wie der österreichische Kaiser Franz Joseph I., nichts davon wissen, eine eigene Walze aufzunehmen.<br />
<br />
Der deutsche Kaiser Wilhelm II. hingegen war zwar schwer angetan von dem Phonographen und begriff auch blitzschnell, wie es funktionierte. Doch auch er weigerte sich, seine Stimme auf einem Tonträger verewigen zu lassen - obwohl Wangemann wiederholt nach Potsdam reiste und ihn zu überzeugen versuchte.<br />
<br />
"Möglicherweise hatte Kaiser Wilhelm II. Angst, dass die Aufnahme irgendwann gegen ihn verwendet werden könnte", mutmaßt Puille. Immerhin war der junge Hohenzollern-Spross gerade einmal ein Jahr im Amt und daher eventuell noch unsicher. Um Wangemann endlich los zu werden, schickte der Kaiser seine Söhne vor. Mutig traten der damals siebenjährige deutsche Kronprinz Wilhelm und seine jüngeren Brüder Eitel Friedrich und Adalbert vor den Phonographen. Und nahmen anstelle ihres hasenfüßigen Vaters eine Walze auf - von der bis heute jede Spur fehlt.<br />
<span style="font-weight: bold;"><span style="font-style: italic;"><br />
zu den aufnahmen &amp; quelle:</span></span><br />
<a href="http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/24306/so_klang_bismarck.html" target="_blank">http://einestages.spiegel.de/static/topi...marck.html</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;">Der Kanzler war begeistert! 1889 wurde Otto von Bismarck ein Phonograph vorgeführt - und der altehrwürdige Staatsmann plauderte munter auf das revolutionäre Gerät. Mehr als ein Jahrhundert galt die wohl einzig jemals gemachte Aufnahme der fürstlichen Stimme als verschollen. Nun ist sie aufgetaucht. </span><br />
<br />
Die Sensation schlummerte in einer schäbigen Holzkiste mit fehlendem Henkel, direkt hinter dem Bett des großen Erfinders Thomas Alva Edison. Die Vorderseite war stark beschädigt, einige der 17 Phonographenwalzen in ihrem Inneren waren bereits zerbrochen.<br />
<br />
Die Nachlassverwalter, die die Holzkiste am 11. September 1957 in der Bibliothek Edisons entdeckt hatten, schenkten ihrem Inhalt keinerlei Beachtung und wuchteten ihren Fund kurzerhand ins Archiv. Dort staubten die etwa klopapierrollengroßen Walzen weitere fünf Jahrzehnte vor sich hin. Jetzt hat sie der deutsche Wissenschaftler Stephan Puille gemeinsam mit seinen US-Kollegen um den Medienhistoriker Patrick Feaster erstmals identifizier<br />
<br />
Es sind frühe Tonaufnahmen aus den Jahren 1889 und 1890, zu hören sind unter anderem: Generalfeldmarschall Graf Helmuth von Moltke und - Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck höchstpersönlich. Nur eine Minute und 13 Sekunden dauert die Aufnahme des "Eisernen Kanzlers" - und ist doch eine Weltsensation. Denn es handelt sich laut Puille um das erste und einzige Tonzeugnis, das es bislang von Bismarck gibt.<br />
<br />
"Das ist der größte Fund meiner Laufbahn", jubelt Puille, Restaurator und Mitarbeiter der Hochschule für Wirtschaft und Technik in Berlin, der die am Montag vom "Thomas Edison National Historical Park" veröffentlichte Bismarck-Aufnahme rekonstruiert hat. Im Auftrag Feasters machte sich Puille, Spezialist auf dem Gebiet der frühen Tonaufnahmen, im Mai 2011 daran, das Rätsel um die Walzen aus der Holzkiste zu lösen. Hierbei ging er vor wie bei einer Art historischem Puzzlespiel.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Neuartige "Sprechmaschine"</span><br />
<br />
Bekannt war Puille, dass Bismarck im Jahr 1889 die - für damalige Verhältnisse spektakuläre - Technik des Edinsonschen Phonographen kennenlernte. Ein Mitarbeiter des amerikanischen Erfinders, Adelbert Theodor Edward Wangemann, suchte den Reichskanzler am 7. Oktober 1889 in dessen Schloss in Friedrichsruh bei Hamburg auf und führte ihm die neuartige "Sprechmaschine" vor: ein Gerät, dessen schallempfindliche Nadel eingehende Töne als wellenförmige Erhöhungen und Vertiefungen in eine rotierende Wachswalze ritzte. <br />
<br />
Puille wusste zudem, dass Reichskanzler Otto von Bismarck, begeistert von der ihm präsentierten Technik, einwilligte, selbst Aufnahmen zu machen. Die Tagespresse, allen voran aus dem Hamburger Raum, meldete die Sensation in jenem Herbst 1889 und druckte, wenn auch nur auszugsweise, den Inhalt der entstandenen Bismarck-Aufnahmen ab. Von der Walze selbst jedoch fehlte jahrzehntelang jede Spur. Bis Puille im vergangenen Jahr der Auftrag aus den USA ereilte.<br />
<br />
Als es ihm gelang, auf dem stark beschädigten, von rhythmischem Rauschen gestörten Tondokument den Aufnahmeort, nämlich "Friedrichsruh", herauszuhören, merkte Puille sofort auf. "Ich wusste, dass Edinsons Mitarbeiter Wangemann nur deshalb in Friedrichsruh gewesen sein muss, um Bismarck zu einer Aufnahme zu bewegen.<br />
<span style="font-weight: bold;"><br />
Der "Eiserne Kanzler" als Marketing-Gag</span><br />
<br />
Wangemann war von Edison ursprünglich mit dem Auftrag nach Europa geschickt worden, den Phonographen bei der Pariser Weltausstellung von 1889 zu warten und neu zu justieren. Im Anschluss an die Weltausstellung tourte Wangemann dann, mit Gattin und Phonograph im Reisegepäck, durch Deutschland und Europa, um den Wissenschaftlern und Herrschern jener Zeit die Erfindung näherzubringen - und neue Tonaufnahmen zu erstellen.<br />
<br />
Denn Edison plante, den Phonographen als Musikabspielgerät auf den Markt zu bringen und benötigte nun noch spektakuläres Werbematerial. Etwa ein Grußwort des zu jener Zeit weltbekannten Fürsten Otto von Bismarck. Wangemann hatte laut Tonhistoriker Puille sogar schon den Text für eine solche sonore Grußbotschaft "an die Deutschen diesseits und jenseits des Atlantik" ausgearbeitet. Doch der "Eiserne Kanzler" ließ sich für den geplanten Marketing-Gag nicht instrumentalisieren.<br />
<br />
"Stattdessen sagte er vor dem Phonographen spontan das auf, was ihm gerade einfiel", so Puille. Offenbar in dem Bestreben, möglichst polyglott zu wirken, äußerte sich Otto von Bismarck bei seinem 73-Sekünder gleich in vier Sprachen: Englisch, Lateinisch, Französisch und Deutsch. In den ersten Sekunden rezitierte er das damals in den USA sehr populäre Volkslied "In Good Old Colony Times" - laut Puille vermutlich ein Gruß an Erfinder Edison. Daran schließen sich der Anfang der berühmten Heldenballade "Schwäbischer Kunde" von Ludwig Uhland sowie eine Strophe aus dem lateinischen Studentenlied "Gaudeamus igitur" an.<br />
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<span style="font-weight: bold;">"Treibe alles in Maßen und Sittlichkeit"</span><br />
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Ab Sekunde 44 folgt die große Überraschung: "Allons, enfants, de la Patrie, le jour de gloire est arrivé. Contre nous de la tyrannie, l'étendard sanglant est levé". In lupenreinem französisch rezitierte der Reichskanzler die ersten Zeilen der "Marseillaise". Wieso Otto von Bismarck ausgerechnet die Nationalhymne des traditionellen "Erbfeindes" Frankreich bemühte, bleibt ein Rätsel: Erlaubte sich der Reichskanzler hier einen kleinen Spaß? Oder wollte er die 1871 vernichtend besiegten Franzosen ein wenig foppen? "Ich bin gespannt, was die Historiker dazu sagen werden", sagt Puille.<br />
<br />
Zum Abschluss der Aufnahme richtete Otto von Bismarck mahnende Worte an seinen Sohn Herbert: "Treibe alles in Maßen und Sittlichkeit, namentlich das Arbeiten, dann aber auch das Essen, und im Übrigen gerade auch das Trinken. Rat eines Vaters an seinen Sohn." Ein Rat, der nicht frei von Ironie war: Der Reichskanzler selbst war ein wüster Workaholic, der bekanntlich weder beim Bier noch beim Schnitzel Maß zu halten vermochte: 1879 wog er bereits 247 Pfund.<br />
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Edison-Mitarbeiter Wangemann führte Bismarcks Sohn Herbert im Herbst 1889, wenige Wochen nach seinem Aufenthalt in Friedrichsruh, die Tonaufnahme vor - sofort erkannte der Sohn die Stimme seines damals 74-jährigen Vaters. Dies ist für Stephan Puille ein weiteres, gewichtiges Indiz dafür, dass es sich bei den Aufnahmen zweifelsfrei um Otto von Bismarcks Stimme handelt.<br />
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<span style="font-weight: bold;">Hasenfüßiger Kaiser Wilhelm II.<br />
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Doch entlockte Wangemann nicht nur Bismarck, sondern auch dem preußischen Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke ein paar Worte, wie den nun dechiffrierten Walzen zu entnehmen ist. In dem Tondokument rezitierte der zum Zeitpunkt der Aufnahme knapp 90-Jährige Auszüge aus Goethes "Faust" und Shakespeares "Hamlet". Mit brüchiger Stimme zwar und daher kaum verständlich - doch der Wert der Aufnahmen ist dennoch enorm. Denn mit Moltkes Tondokument liegt nun erstmals das hörbare Zeitzeugnis eines bereits im Jahr 1800 geborenen Menschen vor.<br />
<br />
Auf seiner Tournee durch Europa gelangen Wangemann zudem noch weitere spektakuläre Coups: Bei seinem Besuch in Wien etwa, am 2. Dezember 1889, bewegte Wangemann den berühmten Komponisten Johannes Brahms dazu, den ersten seiner "Ungarischen Tänze" für den Phonographen darzubieten. Und Ende Januar 1890 nahm der Kölner Musiker Otto Neitzel ein Stück des Klavierkonzertes No. 2 in f-Moll von Frédéric Chopin auf - laut Puille die erste überlieferte Aufnahme eines Chopin-Stückes überhaupt.<br />
<br />
Die wichtigsten Machthaber Europas indes konnte selbst der rührige Wangemann nicht recht vom Wert des Phonographen überzeugen: Der russische Zar Alexander III. zeigte sich wenig beeindruckt von der Erfindung aus Übersee und wollte, ebenso wie der österreichische Kaiser Franz Joseph I., nichts davon wissen, eine eigene Walze aufzunehmen.<br />
<br />
Der deutsche Kaiser Wilhelm II. hingegen war zwar schwer angetan von dem Phonographen und begriff auch blitzschnell, wie es funktionierte. Doch auch er weigerte sich, seine Stimme auf einem Tonträger verewigen zu lassen - obwohl Wangemann wiederholt nach Potsdam reiste und ihn zu überzeugen versuchte.<br />
<br />
"Möglicherweise hatte Kaiser Wilhelm II. Angst, dass die Aufnahme irgendwann gegen ihn verwendet werden könnte", mutmaßt Puille. Immerhin war der junge Hohenzollern-Spross gerade einmal ein Jahr im Amt und daher eventuell noch unsicher. Um Wangemann endlich los zu werden, schickte der Kaiser seine Söhne vor. Mutig traten der damals siebenjährige deutsche Kronprinz Wilhelm und seine jüngeren Brüder Eitel Friedrich und Adalbert vor den Phonographen. Und nahmen anstelle ihres hasenfüßigen Vaters eine Walze auf - von der bis heute jede Spur fehlt.<br />
<span style="font-weight: bold;"><span style="font-style: italic;"><br />
zu den aufnahmen &amp; quelle:</span></span><br />
<a href="http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/24306/so_klang_bismarck.html" target="_blank">http://einestages.spiegel.de/static/topi...marck.html</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Unverantwortliches Parteiengesetz]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-unverantwortliches-parteiengesetz.html</link>
			<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 15:04:59 +0000</pubDate>
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			<description><![CDATA[<a href="http://www.youtube.com/watch?v=f5zB_XJS5NY&amp;feature=youtu.be" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=f5zB_XJS5...e=youtu.be</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.youtube.com/watch?v=f5zB_XJS5NY&amp;feature=youtu.be" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=f5zB_XJS5...e=youtu.be</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Moral in der heutigen Gesellschaft und wieviel Wert sie noch hat]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-moral-in-der-heutigen-gesellschaft-und-wieviel-wert-sie-noch-hat.html</link>
			<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 07:48:14 +0000</pubDate>
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			<description><![CDATA[<br />
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]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br />
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]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[A.C.T.A.]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-a-c-t-a.html</link>
			<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 00:37:18 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://unsere-neue-erde.net/thread-a-c-t-a.html</guid>
			<description><![CDATA[Internet im Würgegriff <br />
der irren Controllfreaks?<br />
<br />
Aktuelle Lage:<br />
<br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=9LEhf7pP3Pw&amp;feature=player_embedded" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=9LEhf7pP3...r_embedded</a><br />
<br />
Es wird in letzter Zeit viel über ACTA geredet und davor gewarnt, deshalb will ich einige Fakten aufführen, damit wir wissen was dieses Abkommen für uns bedeutet. Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) ist ein multilaterales Handelsabkommen auf völkerrechtlicher Ebene, welches mit internationale Standards den Kampf gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen ermöglichen soll. Tatsächlich wird es erhebliche Einschränkungen für das Internet bedeuten, was auf eine Zensur hinausläuft. Internet-Provider werden in Zukuft gezwungen den gesamten Datenverkehr zu überwachen, um mögliche Urheberechtsverletzungen zu unterbinden und zu melden. Was wir mit der Schliessung von Megaupload jetzt erlebt haben ist nur der Anfang von der Stilllegung vieler Seiten, weil sie angeblich Material beinhalten welches urheberrechtlich geschützt ist.<br />
<br />
Das schlimme an ACTA ist, wie es überhaupt zustande gekommen ist. Es wurde im Geheimen ausgehandelt, an nationalen Parlamenten vorbei, ohne Rücksicht auf einen demokratischen Vernehmlassungsprozess. Der EU-Berichterstatter für ACTA, Kader Arif, hat deutliche ablehnende Worte dazu gefunden und ist deshalb auch aus Empörung zurückgetreten. Er sagte:<br />
<br />
"Ich möchte den gesamten Prozess auf deutlichte Art verurteilen, der zur Unterzeichnung dieses Abkommens geführt hat: Keine Einbeziehung der zivilen Gesellschaftsorganisationen, ein Mangel an Transparenz von Beginn an der Verhandlungen, ein wiederholtes Verzögern der Unterzeichnung des Textes ohne Angabe einer Erklärung, Ausklammerung der Forderungen des EU-Parlaments, die mehrmals in der Versammlung geäussert wurden.<br />
<br />
Als Berichterstatter über diesen Text bin ich mit noch nie gesehenen Manövern vom rechten Flügel des Parlaments konfrontiert worden, um einen eiligen Abschluss durchzudrücken, bevor die öffentliche Meinung alarmiert werden konnte, wodurch das Parlament das Recht auf Meinungsäusserung entzogen wurde und auch das zur Verfügung stehende Werkzeug, um 'legitimen Forderungen' der Bürger einzubringen.<br />
<br />
Jeder weiss das ACTA-Abkommen ist problematisch, ob es um die Auswirkung auf unsere Freiheiten geht, die Art wie es die Internet-Provider haftbar macht, die Konsequenzen die es auf die Hersteller von Generika-Medikamenten hat, oder wie wenig Schutz es unserer geographischen Situation gibt.<br />
<br />
Dieses Abkommen wird erhebliche Konsequenzen auf das Leben unserer Bürger haben und trotzdem wird alles getan um das Europäische Parlament daran zu hindern etwas dazu zu sagen. Darum möchte ich heute, in dem ich diesen Bericht für den ich verantworlich bin veröffentliche, ein starkes Signal aussenden und die Öffentlichkeit über diese unakzeptable Situation warnen. Ich werde nicht an dieser Maskerade teilnehmen."<br />
<br />
Aber nicht nur wurde das EU-Parlament umgangen, die Präsdidenten Bush und Obama haben die ACTA-Verhandlungen unter dem Deckmantel der "nationalen Sicherheit" vor den Augen des Kongress versteckt. ACTA ist der Versuch die Politik über das amerikanische geistige Eigentum den Europäern und dem Rest der Welt gegen ihren Willen in den Rachen zu schieben. Es ist auch der Weg die Interessen von Hollywood und überhaupt der US-Medienindustrie der amerikanischen Bevölkerung aufs Auge zu drücken.<br />
<br />
Die Vereinigten Staaten haben das ACTA-Abkommen bereits unterschrieben, zusammen mit anderen Ländern. Die Zeremomie fand ohne grosses Aufsehen und Berichterstattung durch die Medien statt. Es ist nicht nur die Internet-Gemeide über diese Geheimhaltung überrascht und der Mangel an Diskussion mit der Öffentlichkeit, sondern auch viele Parlamentarier als Gesetzgeber.<br />
<br />
Der US-Kongressabgeordnete der Republikaner Darrell Issa sagt folgendes zu ACTA:<br />
<br />
"Als Mitglied des Kongress bin ich der Meinung ist es viel gefährlicher als SOPA. Es wird uns gar nicht zur Wahl vorgelegt. Sie behaupten es wird bestehende Gesetze nicht verändern. Aber einmal eingeführt, wird es ein neues Vollstreckungssystem erschaffen und die Hände des Kongress werden gebunden sein, um es rückgängig zu machen."<br />
<br />
Im Endeffekt soll eine neue Internet-Polizei geschaffen werden, welche die beschlossenen Massnahmen durchsetzt. Der ACTA-Text ist so schwamming formuliert, alles kann als Copyright-Verletzung ausgelegt werden. Nicht nur die harmlose Nutzung von Musik, Bildern und Filme fallen darunter, sondern auch Logos, Namen, ganze Sätze oder sogar Wörter, die jemand für sich reserviert hat. Wenn man zum Beispiel einen kritischen Artikel über einen Konzern veröffentlicht und dabei den Namen erwähnt und das Logo zeigt, könnte es schon ein Fall für ACTA sein. Das läuft auf Zensur hinaus.<br />
<br />
Das ACTA-Abkommen kann schwerwiegende Auswirkungen haben, weil es nicht das richtige Gleichgewicht zwischen dem Schutz des Urheberrechts und der Wahrung der Grundrechte einer gesamten Gesellschaft, wie Meinungsfreiheit, den Zugang zu Informationen und Kultur und Datenschutz, gewährleistet. Deshalb ist ACTA abzulehnen und wir müssen es deutlich den Parlamentariern sagen, bevor sie das Abkommen ratifizieren. Kontaktiert eure Abgeordneten und drückt euren Protest aus.<br />
<br />
Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: ACTA - das Ende des Internets wie wir es kennen <a href="http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2012/01/acta-das-ende-des-internets-wie-wir-es.html#ixzz1kzYHZAFz" target="_blank">http://alles-schallundrauch.blogspot.com...z1kzYHZAFz</a><br />
<br />
<br />
<br />
Wer will so was?<br />
<br />
Mehr von freeman:<br />
<a href="http://alles-schallundrauch.blogspot.com" target="_blank">http://alles-schallundrauch.blogspot.com</a>...ir-es.html<br />
<br />
Lieben Gruß<br />
<br />
Traumfinder]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Internet im Würgegriff <br />
der irren Controllfreaks?<br />
<br />
Aktuelle Lage:<br />
<br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=9LEhf7pP3Pw&amp;feature=player_embedded" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=9LEhf7pP3...r_embedded</a><br />
<br />
Es wird in letzter Zeit viel über ACTA geredet und davor gewarnt, deshalb will ich einige Fakten aufführen, damit wir wissen was dieses Abkommen für uns bedeutet. Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) ist ein multilaterales Handelsabkommen auf völkerrechtlicher Ebene, welches mit internationale Standards den Kampf gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen ermöglichen soll. Tatsächlich wird es erhebliche Einschränkungen für das Internet bedeuten, was auf eine Zensur hinausläuft. Internet-Provider werden in Zukuft gezwungen den gesamten Datenverkehr zu überwachen, um mögliche Urheberechtsverletzungen zu unterbinden und zu melden. Was wir mit der Schliessung von Megaupload jetzt erlebt haben ist nur der Anfang von der Stilllegung vieler Seiten, weil sie angeblich Material beinhalten welches urheberrechtlich geschützt ist.<br />
<br />
Das schlimme an ACTA ist, wie es überhaupt zustande gekommen ist. Es wurde im Geheimen ausgehandelt, an nationalen Parlamenten vorbei, ohne Rücksicht auf einen demokratischen Vernehmlassungsprozess. Der EU-Berichterstatter für ACTA, Kader Arif, hat deutliche ablehnende Worte dazu gefunden und ist deshalb auch aus Empörung zurückgetreten. Er sagte:<br />
<br />
"Ich möchte den gesamten Prozess auf deutlichte Art verurteilen, der zur Unterzeichnung dieses Abkommens geführt hat: Keine Einbeziehung der zivilen Gesellschaftsorganisationen, ein Mangel an Transparenz von Beginn an der Verhandlungen, ein wiederholtes Verzögern der Unterzeichnung des Textes ohne Angabe einer Erklärung, Ausklammerung der Forderungen des EU-Parlaments, die mehrmals in der Versammlung geäussert wurden.<br />
<br />
Als Berichterstatter über diesen Text bin ich mit noch nie gesehenen Manövern vom rechten Flügel des Parlaments konfrontiert worden, um einen eiligen Abschluss durchzudrücken, bevor die öffentliche Meinung alarmiert werden konnte, wodurch das Parlament das Recht auf Meinungsäusserung entzogen wurde und auch das zur Verfügung stehende Werkzeug, um 'legitimen Forderungen' der Bürger einzubringen.<br />
<br />
Jeder weiss das ACTA-Abkommen ist problematisch, ob es um die Auswirkung auf unsere Freiheiten geht, die Art wie es die Internet-Provider haftbar macht, die Konsequenzen die es auf die Hersteller von Generika-Medikamenten hat, oder wie wenig Schutz es unserer geographischen Situation gibt.<br />
<br />
Dieses Abkommen wird erhebliche Konsequenzen auf das Leben unserer Bürger haben und trotzdem wird alles getan um das Europäische Parlament daran zu hindern etwas dazu zu sagen. Darum möchte ich heute, in dem ich diesen Bericht für den ich verantworlich bin veröffentliche, ein starkes Signal aussenden und die Öffentlichkeit über diese unakzeptable Situation warnen. Ich werde nicht an dieser Maskerade teilnehmen."<br />
<br />
Aber nicht nur wurde das EU-Parlament umgangen, die Präsdidenten Bush und Obama haben die ACTA-Verhandlungen unter dem Deckmantel der "nationalen Sicherheit" vor den Augen des Kongress versteckt. ACTA ist der Versuch die Politik über das amerikanische geistige Eigentum den Europäern und dem Rest der Welt gegen ihren Willen in den Rachen zu schieben. Es ist auch der Weg die Interessen von Hollywood und überhaupt der US-Medienindustrie der amerikanischen Bevölkerung aufs Auge zu drücken.<br />
<br />
Die Vereinigten Staaten haben das ACTA-Abkommen bereits unterschrieben, zusammen mit anderen Ländern. Die Zeremomie fand ohne grosses Aufsehen und Berichterstattung durch die Medien statt. Es ist nicht nur die Internet-Gemeide über diese Geheimhaltung überrascht und der Mangel an Diskussion mit der Öffentlichkeit, sondern auch viele Parlamentarier als Gesetzgeber.<br />
<br />
Der US-Kongressabgeordnete der Republikaner Darrell Issa sagt folgendes zu ACTA:<br />
<br />
"Als Mitglied des Kongress bin ich der Meinung ist es viel gefährlicher als SOPA. Es wird uns gar nicht zur Wahl vorgelegt. Sie behaupten es wird bestehende Gesetze nicht verändern. Aber einmal eingeführt, wird es ein neues Vollstreckungssystem erschaffen und die Hände des Kongress werden gebunden sein, um es rückgängig zu machen."<br />
<br />
Im Endeffekt soll eine neue Internet-Polizei geschaffen werden, welche die beschlossenen Massnahmen durchsetzt. Der ACTA-Text ist so schwamming formuliert, alles kann als Copyright-Verletzung ausgelegt werden. Nicht nur die harmlose Nutzung von Musik, Bildern und Filme fallen darunter, sondern auch Logos, Namen, ganze Sätze oder sogar Wörter, die jemand für sich reserviert hat. Wenn man zum Beispiel einen kritischen Artikel über einen Konzern veröffentlicht und dabei den Namen erwähnt und das Logo zeigt, könnte es schon ein Fall für ACTA sein. Das läuft auf Zensur hinaus.<br />
<br />
Das ACTA-Abkommen kann schwerwiegende Auswirkungen haben, weil es nicht das richtige Gleichgewicht zwischen dem Schutz des Urheberrechts und der Wahrung der Grundrechte einer gesamten Gesellschaft, wie Meinungsfreiheit, den Zugang zu Informationen und Kultur und Datenschutz, gewährleistet. Deshalb ist ACTA abzulehnen und wir müssen es deutlich den Parlamentariern sagen, bevor sie das Abkommen ratifizieren. Kontaktiert eure Abgeordneten und drückt euren Protest aus.<br />
<br />
Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: ACTA - das Ende des Internets wie wir es kennen <a href="http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2012/01/acta-das-ende-des-internets-wie-wir-es.html#ixzz1kzYHZAFz" target="_blank">http://alles-schallundrauch.blogspot.com...z1kzYHZAFz</a><br />
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Wer will so was?<br />
<br />
Mehr von freeman:<br />
<a href="http://alles-schallundrauch.blogspot.com" target="_blank">http://alles-schallundrauch.blogspot.com</a>...ir-es.html<br />
<br />
Lieben Gruß<br />
<br />
Traumfinder]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Forscher synthetisieren erstmals künstliche Zellmembrane]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-forscher-synthetisieren-erstmals-kuenstliche-zellmembrane.html</link>
			<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 23:25:20 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://unsere-neue-erde.net/thread-forscher-synthetisieren-erstmals-kuenstliche-zellmembrane.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;">San Diego/ USA - Ein wichtiger weiterer Schritt hin zur Herstellung künstlichen Lebens ist Chemikern in den USA mit der erfolgreichen Synthetisierung von Zellmembranen gelungen. Mittels einer neuen chemischen Reaktion, gelang den Forschern die Herstellung einer künstlicher, sich selbst anordnender Membrane und damit jener Struktur, die die lebensnotwendigen chemischen Reaktionen, beinhalten und schützen.</span><br />
<br />
Wie Professor Neal Devaraj von der University of California in San Diego und Itay Budin von der Harvard University im Fachmagazin "Journal of the American Chemical Society" berichten, war die Grundlage ihrer Arbeit die Frage nach der Entstehung des Lebens selbst: "Unser langfristiges Ziel ist es, eine vollständige künstliche Zelle herzustellen, also eine synthetische lebende Einheit von Grund auf. Es geht also darum, einen lebenden Organismus aus unbelebten Molekülen herzustellen, die zuvor noch nie mit einem lebenden Organismus in Berührung gekommen waren", so Devaraj. "Genau dieser Schritt muss sich in der Vergangenheit einmal vollzogen haben. Wäre dem nicht so, dann wären wir nicht hier."<br />
<br />
Moleküle, aus denen Zellmembrane bestehen, bestehen aus Phosphoglyceriden, den sogenannten Köpfen, die sehr leicht mit Wasser interagieren (hydrophil) und aus wasserabweisenden (hydrophoben) "Schwänzen". Gemeinsam führt dieser gegensätzliche Charakter zur Bildung von Lipid-Doppelschichten, bei denen der hydrophobe Teil der Membranlipide nach innen und der hydrophile Teil nach außen zeigen und damit den Inhalt der Zelle abschirmen.<br />
<br />
Die beiden Forscher erzeugten nun durch eine neue chemische Reaktion, die zwei Lipidstränge miteinander verbindet, ähnliche Moleküle. "Zu der von uns genutzten, vollständig künstlichen chemischen Reaktion – die ein einfaches Metall-Ion als eine Art primitiver Katalysator nutzt - gibt es kein biologisches Gegenstück."<br />
<br />
Die Forscher erzeugten die synthetischen Membranen aus einer wässrigen Emulsion eines Öles und aus einem Detergent. Für sich alleine ist diese Emulsion stabil. Fügt man jedoch Kupfer-Ionen hinzu, beginnen sich und feste Bläschen und Röhrchen aus den Öltropfen zu bilden. Nach 24 Stunden sind dann die Öltropfen von diesen sich selbstanordnenden Membranen aufgezehrt worden und verschwunden.<br />
<br />
Bereits zuvor hatte der US-amerikanische Biochemiker und Genomforscher J. Craig Venter die Herstellung eines vollständig künstlichen Genoms verkündet, dieses dann in eine biologische Mutterzelle eingepflanzt und damit erstmals erfolgreich ein lebensfähiges künstliches Bakterium erschaffen (...wir berichteten). Zur Herstellung von vollständig künstlichem Leben bedarf es jedoch der Vereinigung der informationstragenden Genome und einer dreidimensionalen Hüllenstruktur in Form einer Zelle.<br />
<br />
Die Entdeckung von Devaraj und Budin hat nun hinzu den Vorteil, dass die Methode auf bereits kommerziell beziehbaren Ausgangsstoffen basiert und nur ein weiterer Schritt notwendig ist, um die Lipdstränge entstehen zu lassen: "Es ist fast schon trivial und kann innerhalb eines Tages vollzogen werden", so Devaraj.<br />
<br />
Der nächste Schritt, also die Vereinigung von Zellgehäuse und Genom dürfte also nicht mehr lange auf sich warten lassen...<br />
<br />
<a href="http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2012/01/forscher-synthetisieren-erstmals.html" target="_blank">Quelle</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;">San Diego/ USA - Ein wichtiger weiterer Schritt hin zur Herstellung künstlichen Lebens ist Chemikern in den USA mit der erfolgreichen Synthetisierung von Zellmembranen gelungen. Mittels einer neuen chemischen Reaktion, gelang den Forschern die Herstellung einer künstlicher, sich selbst anordnender Membrane und damit jener Struktur, die die lebensnotwendigen chemischen Reaktionen, beinhalten und schützen.</span><br />
<br />
Wie Professor Neal Devaraj von der University of California in San Diego und Itay Budin von der Harvard University im Fachmagazin "Journal of the American Chemical Society" berichten, war die Grundlage ihrer Arbeit die Frage nach der Entstehung des Lebens selbst: "Unser langfristiges Ziel ist es, eine vollständige künstliche Zelle herzustellen, also eine synthetische lebende Einheit von Grund auf. Es geht also darum, einen lebenden Organismus aus unbelebten Molekülen herzustellen, die zuvor noch nie mit einem lebenden Organismus in Berührung gekommen waren", so Devaraj. "Genau dieser Schritt muss sich in der Vergangenheit einmal vollzogen haben. Wäre dem nicht so, dann wären wir nicht hier."<br />
<br />
Moleküle, aus denen Zellmembrane bestehen, bestehen aus Phosphoglyceriden, den sogenannten Köpfen, die sehr leicht mit Wasser interagieren (hydrophil) und aus wasserabweisenden (hydrophoben) "Schwänzen". Gemeinsam führt dieser gegensätzliche Charakter zur Bildung von Lipid-Doppelschichten, bei denen der hydrophobe Teil der Membranlipide nach innen und der hydrophile Teil nach außen zeigen und damit den Inhalt der Zelle abschirmen.<br />
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Die beiden Forscher erzeugten nun durch eine neue chemische Reaktion, die zwei Lipidstränge miteinander verbindet, ähnliche Moleküle. "Zu der von uns genutzten, vollständig künstlichen chemischen Reaktion – die ein einfaches Metall-Ion als eine Art primitiver Katalysator nutzt - gibt es kein biologisches Gegenstück."<br />
<br />
Die Forscher erzeugten die synthetischen Membranen aus einer wässrigen Emulsion eines Öles und aus einem Detergent. Für sich alleine ist diese Emulsion stabil. Fügt man jedoch Kupfer-Ionen hinzu, beginnen sich und feste Bläschen und Röhrchen aus den Öltropfen zu bilden. Nach 24 Stunden sind dann die Öltropfen von diesen sich selbstanordnenden Membranen aufgezehrt worden und verschwunden.<br />
<br />
Bereits zuvor hatte der US-amerikanische Biochemiker und Genomforscher J. Craig Venter die Herstellung eines vollständig künstlichen Genoms verkündet, dieses dann in eine biologische Mutterzelle eingepflanzt und damit erstmals erfolgreich ein lebensfähiges künstliches Bakterium erschaffen (...wir berichteten). Zur Herstellung von vollständig künstlichem Leben bedarf es jedoch der Vereinigung der informationstragenden Genome und einer dreidimensionalen Hüllenstruktur in Form einer Zelle.<br />
<br />
Die Entdeckung von Devaraj und Budin hat nun hinzu den Vorteil, dass die Methode auf bereits kommerziell beziehbaren Ausgangsstoffen basiert und nur ein weiterer Schritt notwendig ist, um die Lipdstränge entstehen zu lassen: "Es ist fast schon trivial und kann innerhalb eines Tages vollzogen werden", so Devaraj.<br />
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Der nächste Schritt, also die Vereinigung von Zellgehäuse und Genom dürfte also nicht mehr lange auf sich warten lassen...<br />
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<a href="http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2012/01/forscher-synthetisieren-erstmals.html" target="_blank">Quelle</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[US-Verteidigungsminister warnt: Iran braucht nur noch zwölf Monate bis zur Atombombe]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-us-verteidigungsminister-warnt-iran-braucht-nur-noch-zwoelf-monate-bis-zur-atombombe.html</link>
			<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 11:17:15 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://unsere-neue-erde.net/thread-us-verteidigungsminister-warnt-iran-braucht-nur-noch-zwoelf-monate-bis-zur-atombombe.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;">Der Iran kann nach Einschätzung der US-Regierung binnen zwölf Monaten Atomwaffen entwickeln. Ehe er diese auch einsetzen könnte, dürften zwar noch einmal ein bis zwei Jahre vergehen – die USA wollen das aber um jeden Preis verhindern.<br />
</span><br />
Übereinstimmend sei man der Ansicht, dass es etwa ein Jahr dauern würde, bis der Iran in der Lage sei, eine Atombombe herzustellen, sagte US-Verteidigungsminister Leon Panetta in einem am Sonntagabend ausgestrahlten Interview des Senders CBS – vorausgesetzt, dass sich das Ahmadinedschad-Regime tatsächlich dazu entschließe. Weitere ein bis zwei Jahre würde es dauern, sie auf einem Trägersystem wie einer Rakete zu installieren und einsetzen zu können.<br />
<br />
Panetta betonte erneut, die USA würden es nicht zulassen, dass die iranische Regierung in den Besitz von Atomwaffen gelange. „Wenn sie fortfahren und wir Informationen erhalten, dass sie mit der Entwicklung einer Kernwaffe fortfahren, werden wir alles tun, was nötig ist, um es zu verhindern“, sagte er. Für die USA und offensichtlich auch für Israel gebe es hier eine rote Linie. Panetta schloss auch ein militärisches Vorgehen nicht aus. „Es gibt keine Optionen, die nicht auf dem Tisch sind“, sagte er.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Iranische Führung in der Bombenfrage gespalten</span><br />
<br />
Dennoch legen die Aussagen Panettas nahe, dass er davon ausgeht, dass der Iran noch keine Entscheidung zum Bau einer Bombe getroffen hat. Anfang 2011 waren die 16 US-Nachrichtendienste zu dem Schluss gekommen, dass die iranische Führung in der Frage der Entwicklung einer Atombombe gespaltener Meinung ist. Auch wenn sie ihr umstrittenes Atomprogramm fortführe, habe sie noch keinen Entschluss für den Bau einer Bombe getroffen, hieß es damals in dem gemeinsamen Bericht der Nachrichtendienste.<br />
<br />
Am Sonntag traf eine ranghohe Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Teheran ein, um eine Reihe offener Fragen im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm zu klären. Zudem soll sie während ihres dreitägigen Besuchs versuchen, die Gespräche über das Atomprogramm wieder in Gang zu bringen, die seit mehr als einem Jahr auf Eis liegen. Womöglich können die IAEA-Experten auch die neue unterirdische Urananreicherungsanlage Fordo bei der Stadt Ghom besuchen. Die EU hatte kürzlich ein Öl-Embargo gegen den Iran beschlossen, der daraufhin wiederum mit einem sofortigen Öl-Stopp drohte. Die Entscheidung darüber wurde aber am Sonntag vertagt.<br />
<br />
Vorsitzender der Sicherheitskonferenz warnt vor Iran<br />
Dennoch warnt der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, vor den Plänen Teherans. „Man muss das Säbelrasseln des Iran jedenfalls ernst nehmen. Die Amerikaner tun das, sie haben sehr deutlich gemacht, eine Sperrung der Meerenge von Hormus nicht zu akzeptieren“, sagte er in einem Interview mit der „Welt“ vom Montag.<br />
<br />
Das Öl-Embargo sei zwar zu begrüßen. Dennoch müsse eventuell ein Paradigmenwechsel her. Wenn man den Iran nicht am Bau der Bombe hindern könne, müsse man ihn möglicherweise wie die Sowjetunion im „Kalten Krieg“ eindämmen. Das sei zwar der Worst Case. Aber: „Es darf am Ende nicht nur die Antwort Krieg geben. Es ist dafür zu sorgen, dass sich kein neues nukleares Wettrüsten entwickelt und vor allen Dingen kein Krieg.“<br />
<br />
<a href="http://www.focus.de/politik/ausland/iran/us-verteidigungsminister-warnt-iran-braucht-nur-noch-ein-jahr-bis-zur-atombombe_aid_708404.html" target="_blank">http://www.focus.de/politik/ausland/iran...08404.html</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;">Der Iran kann nach Einschätzung der US-Regierung binnen zwölf Monaten Atomwaffen entwickeln. Ehe er diese auch einsetzen könnte, dürften zwar noch einmal ein bis zwei Jahre vergehen – die USA wollen das aber um jeden Preis verhindern.<br />
</span><br />
Übereinstimmend sei man der Ansicht, dass es etwa ein Jahr dauern würde, bis der Iran in der Lage sei, eine Atombombe herzustellen, sagte US-Verteidigungsminister Leon Panetta in einem am Sonntagabend ausgestrahlten Interview des Senders CBS – vorausgesetzt, dass sich das Ahmadinedschad-Regime tatsächlich dazu entschließe. Weitere ein bis zwei Jahre würde es dauern, sie auf einem Trägersystem wie einer Rakete zu installieren und einsetzen zu können.<br />
<br />
Panetta betonte erneut, die USA würden es nicht zulassen, dass die iranische Regierung in den Besitz von Atomwaffen gelange. „Wenn sie fortfahren und wir Informationen erhalten, dass sie mit der Entwicklung einer Kernwaffe fortfahren, werden wir alles tun, was nötig ist, um es zu verhindern“, sagte er. Für die USA und offensichtlich auch für Israel gebe es hier eine rote Linie. Panetta schloss auch ein militärisches Vorgehen nicht aus. „Es gibt keine Optionen, die nicht auf dem Tisch sind“, sagte er.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Iranische Führung in der Bombenfrage gespalten</span><br />
<br />
Dennoch legen die Aussagen Panettas nahe, dass er davon ausgeht, dass der Iran noch keine Entscheidung zum Bau einer Bombe getroffen hat. Anfang 2011 waren die 16 US-Nachrichtendienste zu dem Schluss gekommen, dass die iranische Führung in der Frage der Entwicklung einer Atombombe gespaltener Meinung ist. Auch wenn sie ihr umstrittenes Atomprogramm fortführe, habe sie noch keinen Entschluss für den Bau einer Bombe getroffen, hieß es damals in dem gemeinsamen Bericht der Nachrichtendienste.<br />
<br />
Am Sonntag traf eine ranghohe Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Teheran ein, um eine Reihe offener Fragen im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm zu klären. Zudem soll sie während ihres dreitägigen Besuchs versuchen, die Gespräche über das Atomprogramm wieder in Gang zu bringen, die seit mehr als einem Jahr auf Eis liegen. Womöglich können die IAEA-Experten auch die neue unterirdische Urananreicherungsanlage Fordo bei der Stadt Ghom besuchen. Die EU hatte kürzlich ein Öl-Embargo gegen den Iran beschlossen, der daraufhin wiederum mit einem sofortigen Öl-Stopp drohte. Die Entscheidung darüber wurde aber am Sonntag vertagt.<br />
<br />
Vorsitzender der Sicherheitskonferenz warnt vor Iran<br />
Dennoch warnt der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, vor den Plänen Teherans. „Man muss das Säbelrasseln des Iran jedenfalls ernst nehmen. Die Amerikaner tun das, sie haben sehr deutlich gemacht, eine Sperrung der Meerenge von Hormus nicht zu akzeptieren“, sagte er in einem Interview mit der „Welt“ vom Montag.<br />
<br />
Das Öl-Embargo sei zwar zu begrüßen. Dennoch müsse eventuell ein Paradigmenwechsel her. Wenn man den Iran nicht am Bau der Bombe hindern könne, müsse man ihn möglicherweise wie die Sowjetunion im „Kalten Krieg“ eindämmen. Das sei zwar der Worst Case. Aber: „Es darf am Ende nicht nur die Antwort Krieg geben. Es ist dafür zu sorgen, dass sich kein neues nukleares Wettrüsten entwickelt und vor allen Dingen kein Krieg.“<br />
<br />
<a href="http://www.focus.de/politik/ausland/iran/us-verteidigungsminister-warnt-iran-braucht-nur-noch-ein-jahr-bis-zur-atombombe_aid_708404.html" target="_blank">http://www.focus.de/politik/ausland/iran...08404.html</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Geldelite braucht keine Korruption]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-die-geldelite-braucht-keine-korruption.html</link>
			<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 21:55:21 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://unsere-neue-erde.net/thread-die-geldelite-braucht-keine-korruption.html</guid>
			<description><![CDATA[Moin zusammen.<br />
<br />
Im alten (oder ganz alten) Forum hatten wir schon mal einen Faden, in dem ein Interview mit H.-J. Krysmanski zu lesen war. Hier noch mal der Link dahin und eine kurze Einleitung, damit man weiß, worum es geht:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Wer die Fäden zieht</span><br />
<br />
<span style="font-style: italic;">Gespräch mit dem Soziologen Hans Jürgen Krysmanski über globale und nationale Macht- und Funktionseliten. Teil 1<br />
</span><br />
Hans Jürgen Krymanski ist emeritierter Professor für Soziologie an der Universität Münster und hat sich in seinem Buch "Hirten und Wölfe. Wie Geld- und Machteliten sich die Welt aneignen", das nun in einer zweiter und gründlich überarbeiteten sowie erweiterten Auflage erschienen ist, der Erforschung jener gewidmet, von denen Carl Schmitt in einer lichten Stunden sagte: "Eliten sind diejenigen, deren Soziologie keiner zu schreiben wagt." Inspiriert vom Modell der amerikanischen Herrschaftsstrukturforschung Power Structure Research, rückt er jenen zu Leibe, welche die monetär gefasste Welt regieren, dabei so einflussreich sind, dass sie öffentlich nicht in Aktion treten müssen und dennoch trotz aller Machtfülle gestürzt werden können.<br />
<a href="http://www.heise.de/tp/artikel/31/31762/1.html" target="_blank">http://www.heise.de/tp/artikel/31/31762/1.html</a><br />
<br />
<br />
Bei taz.de ist nun ein neues Interview geführt worden, der Text ist nicht sooo lang, aber sehr aufschlussreich. Man lese und staune:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Soziologe über Superreiche in der Krise</span><br />
<br />
<span style="font-size: large;"><span style="font-style: italic;"><span style="font-weight: bold;">"Die Geldelite braucht keine Korruption"</span></span></span><br />
<br />
Hans-Jürgen Krysmanski über die kleine Elite von Superreichen, die von der Finanz- und Schuldenkrise profitiert und zunehmend Einfluss auf die Politik nimmt.Interview: Ruth Reichstein<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;"> taz: </span>Herr Krysmanski, warum werden die Reichen durch die Finanz- und Wirtschaftskrise immer reicher? <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Hans-Jürgen Krysmanski:</span> Die Schuldenkrisen sind immer Boomzeiten für Gläubiger: Klamme Regierungen brauchen Geld. Wenn dann Ratingagenturen helfen, die Zinsen nach oben zu treiben, dann bekommen die, die Geld haben und anlegen können, nicht mehr nur 3, sondern 7 oder 8 Prozent Rendite für Staatsanleihen. Staatsschulden bedeutete schon immer die Umverteilung von unten nach oben. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Kennt man die Reichen, die den Staaten zurzeit Geld leihen? </span><br />
<br />
Wegen des Bankgeheimnisses kann man einzelne Personen nicht identifizieren. Im Durchschnitt haben die reichsten 0,1 Prozent der Westeuropäer in den vergangenen fünfzehn Jahren ihr Vermögen schätzungsweise verdreifacht. Auch die laut Manager Magazin 500 reichsten Deutschen sind in dieser Zeit reicher geworden, etwa die Otto-Familie, die rund 9 Milliarden Euro Vermögen hat; Jan Philipp Reemtsma mit 650 Millionen Euro; auch die zu Guttenbergs gehören dazu mit rund 500 Millionen Euro Vermögen. <br />
Die Ranglisten sind nicht ganz zuverlässig. Es gibt bestimmt Milliardäre, die kein Mensch kennt. Aber was ist gegen solche Summen schon der kleine Ackermann mit gerade einmal 11 Millionen Euro im Jahr? <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Es sind nicht die ominösen Märkte, die die Krise ausgelöst haben? </span><br />
<br />
Von "den Märkten" oder "den Strukturen" zu reden ist zu einfach. Denn Strukturen können nicht handeln, das können nur Menschen. In unserem Fall also Banker, Ökonomen, Medienleute, aber auch der Fürst von Monaco mit seinem Steuerparadies oder die Fürsten von Liechtenstein. All diese Gruppen sowie die Banken generell sind Dienstleister ihrer Großkunden. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Das klingt jetzt sehr nach Verschwörungstheorie. </span><br />
<br />
Ist es aber nicht! Die Zahlen sprechen für sich: Die 500 reichsten Deutschen verfügen laut Ratinglisten über ein Vermögen von rund 3.300 Milliarden Euro. Das ist die Hälfte des Gesamtvermögens der Deutschen. Der jährliche Bundesetat liegt bei 305 Milliarden. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Welche Rolle spielt die Korruption? </span><br />
<br />
Eine geringe. Die Geldelite braucht keine Korruption, sondern Netzwerke und Hilfskräfte: Banker, Politiker, Berater. Allein die 500 reichsten Deutschen dürften von einem Kranz von rund 50.000 Personen umgeben sein. Sie sind miteinander vernetzt, treffen sich in Bayreuth, rund um bestimmte Banken und in Stiftungen oder in Davos. Dort werden Strategien entwickelt, Gesetze auf den Weg gebracht. Es existiert ein informelles Herrschafts- und Kontrollsystem neben und über dem parlamentarischen System. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Unsere Politiker verkaufen uns, dass sie in Brüssel versuchen den Euro zu retten. Ist das falsch? </span><br />
<br />
Der EU-Kommissionspräsident Barroso hängt ebenso an reichen Freunden wie der deutsche Bundespräsident. Der EU-Beamtenapparat hat sich verselbstständigt. Er ist zu einer Art Überstaat geworden. Alle sagen, man müsse die Bezüge der Abgeordneten an die Gehälter der Wirtschaft anpassen, damit sie wieder auf Augenhöhe mit den Managern und Bankern verhandeln können. Doch man sollte ihre Bezüge auf das Niveau der Volksmassen absenken, damit es wieder mehr um die Sache geht und weniger um den persönlichen Aufstieg. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Gibt es auch Lichtblicke? </span><br />
<br />
Ja. Mittlerweile sind drei Einsichten allgemein anerkannt. Erstens die extreme Ungleichheit der Einkommen. Zweitens der extreme Einfluss von Geldmacht auf die Politik. Und drittens der extreme Einfluss des Bankensystems. Inzwischen sagen alle, die Macht der Banken macht uns kaputt – sogar jemand wie Mario Monti. Jetzt müssen nur noch die Politiker diese Einsichten verinnerlichen und danach handeln. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Gibt es schon Alternativkonzepte? </span><br />
<br />
Es gibt erste Ansätze – etwa mit der Occupy-Bewegung. Aber noch sind die Menschen von der Krise nicht betroffen genug. Erst wenn sie am Geldautomaten keine Euros mehr bekommen, wird es Aufstände geben. <br />
<a href="http://taz.de/Soziologe-ueber-Superreiche-in-der-Krise/!86553/" target="_blank">http://taz.de/Soziologe-ueber-Superreich...se/!86553/</a><br />
<br />
...---...---...---...---  <img src="images/smilies/skype/s2surprised.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Surprised" title="Surprised" />  ---...---...---...---...<br />
<br />
Wieder mal ein interessanter Einblick in die Welt der „Oberen 10.000“ und eine Bestätigung der Behauptung, dass sich solange nix ändern wird, bis der „Leidensdruck“ groß genug ist. In den USA scheint es teilweise schon so zu sein. <br />
<br />
Wann ist die Schmerzgrenze erreicht? Haben wir überhaupt noch eine???]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Moin zusammen.<br />
<br />
Im alten (oder ganz alten) Forum hatten wir schon mal einen Faden, in dem ein Interview mit H.-J. Krysmanski zu lesen war. Hier noch mal der Link dahin und eine kurze Einleitung, damit man weiß, worum es geht:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Wer die Fäden zieht</span><br />
<br />
<span style="font-style: italic;">Gespräch mit dem Soziologen Hans Jürgen Krysmanski über globale und nationale Macht- und Funktionseliten. Teil 1<br />
</span><br />
Hans Jürgen Krymanski ist emeritierter Professor für Soziologie an der Universität Münster und hat sich in seinem Buch "Hirten und Wölfe. Wie Geld- und Machteliten sich die Welt aneignen", das nun in einer zweiter und gründlich überarbeiteten sowie erweiterten Auflage erschienen ist, der Erforschung jener gewidmet, von denen Carl Schmitt in einer lichten Stunden sagte: "Eliten sind diejenigen, deren Soziologie keiner zu schreiben wagt." Inspiriert vom Modell der amerikanischen Herrschaftsstrukturforschung Power Structure Research, rückt er jenen zu Leibe, welche die monetär gefasste Welt regieren, dabei so einflussreich sind, dass sie öffentlich nicht in Aktion treten müssen und dennoch trotz aller Machtfülle gestürzt werden können.<br />
<a href="http://www.heise.de/tp/artikel/31/31762/1.html" target="_blank">http://www.heise.de/tp/artikel/31/31762/1.html</a><br />
<br />
<br />
Bei taz.de ist nun ein neues Interview geführt worden, der Text ist nicht sooo lang, aber sehr aufschlussreich. Man lese und staune:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Soziologe über Superreiche in der Krise</span><br />
<br />
<span style="font-size: large;"><span style="font-style: italic;"><span style="font-weight: bold;">"Die Geldelite braucht keine Korruption"</span></span></span><br />
<br />
Hans-Jürgen Krysmanski über die kleine Elite von Superreichen, die von der Finanz- und Schuldenkrise profitiert und zunehmend Einfluss auf die Politik nimmt.Interview: Ruth Reichstein<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;"> taz: </span>Herr Krysmanski, warum werden die Reichen durch die Finanz- und Wirtschaftskrise immer reicher? <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Hans-Jürgen Krysmanski:</span> Die Schuldenkrisen sind immer Boomzeiten für Gläubiger: Klamme Regierungen brauchen Geld. Wenn dann Ratingagenturen helfen, die Zinsen nach oben zu treiben, dann bekommen die, die Geld haben und anlegen können, nicht mehr nur 3, sondern 7 oder 8 Prozent Rendite für Staatsanleihen. Staatsschulden bedeutete schon immer die Umverteilung von unten nach oben. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Kennt man die Reichen, die den Staaten zurzeit Geld leihen? </span><br />
<br />
Wegen des Bankgeheimnisses kann man einzelne Personen nicht identifizieren. Im Durchschnitt haben die reichsten 0,1 Prozent der Westeuropäer in den vergangenen fünfzehn Jahren ihr Vermögen schätzungsweise verdreifacht. Auch die laut Manager Magazin 500 reichsten Deutschen sind in dieser Zeit reicher geworden, etwa die Otto-Familie, die rund 9 Milliarden Euro Vermögen hat; Jan Philipp Reemtsma mit 650 Millionen Euro; auch die zu Guttenbergs gehören dazu mit rund 500 Millionen Euro Vermögen. <br />
Die Ranglisten sind nicht ganz zuverlässig. Es gibt bestimmt Milliardäre, die kein Mensch kennt. Aber was ist gegen solche Summen schon der kleine Ackermann mit gerade einmal 11 Millionen Euro im Jahr? <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Es sind nicht die ominösen Märkte, die die Krise ausgelöst haben? </span><br />
<br />
Von "den Märkten" oder "den Strukturen" zu reden ist zu einfach. Denn Strukturen können nicht handeln, das können nur Menschen. In unserem Fall also Banker, Ökonomen, Medienleute, aber auch der Fürst von Monaco mit seinem Steuerparadies oder die Fürsten von Liechtenstein. All diese Gruppen sowie die Banken generell sind Dienstleister ihrer Großkunden. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Das klingt jetzt sehr nach Verschwörungstheorie. </span><br />
<br />
Ist es aber nicht! Die Zahlen sprechen für sich: Die 500 reichsten Deutschen verfügen laut Ratinglisten über ein Vermögen von rund 3.300 Milliarden Euro. Das ist die Hälfte des Gesamtvermögens der Deutschen. Der jährliche Bundesetat liegt bei 305 Milliarden. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Welche Rolle spielt die Korruption? </span><br />
<br />
Eine geringe. Die Geldelite braucht keine Korruption, sondern Netzwerke und Hilfskräfte: Banker, Politiker, Berater. Allein die 500 reichsten Deutschen dürften von einem Kranz von rund 50.000 Personen umgeben sein. Sie sind miteinander vernetzt, treffen sich in Bayreuth, rund um bestimmte Banken und in Stiftungen oder in Davos. Dort werden Strategien entwickelt, Gesetze auf den Weg gebracht. Es existiert ein informelles Herrschafts- und Kontrollsystem neben und über dem parlamentarischen System. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Unsere Politiker verkaufen uns, dass sie in Brüssel versuchen den Euro zu retten. Ist das falsch? </span><br />
<br />
Der EU-Kommissionspräsident Barroso hängt ebenso an reichen Freunden wie der deutsche Bundespräsident. Der EU-Beamtenapparat hat sich verselbstständigt. Er ist zu einer Art Überstaat geworden. Alle sagen, man müsse die Bezüge der Abgeordneten an die Gehälter der Wirtschaft anpassen, damit sie wieder auf Augenhöhe mit den Managern und Bankern verhandeln können. Doch man sollte ihre Bezüge auf das Niveau der Volksmassen absenken, damit es wieder mehr um die Sache geht und weniger um den persönlichen Aufstieg. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Gibt es auch Lichtblicke? </span><br />
<br />
Ja. Mittlerweile sind drei Einsichten allgemein anerkannt. Erstens die extreme Ungleichheit der Einkommen. Zweitens der extreme Einfluss von Geldmacht auf die Politik. Und drittens der extreme Einfluss des Bankensystems. Inzwischen sagen alle, die Macht der Banken macht uns kaputt – sogar jemand wie Mario Monti. Jetzt müssen nur noch die Politiker diese Einsichten verinnerlichen und danach handeln. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Gibt es schon Alternativkonzepte? </span><br />
<br />
Es gibt erste Ansätze – etwa mit der Occupy-Bewegung. Aber noch sind die Menschen von der Krise nicht betroffen genug. Erst wenn sie am Geldautomaten keine Euros mehr bekommen, wird es Aufstände geben. <br />
<a href="http://taz.de/Soziologe-ueber-Superreiche-in-der-Krise/!86553/" target="_blank">http://taz.de/Soziologe-ueber-Superreich...se/!86553/</a><br />
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...---...---...---...---  <img src="images/smilies/skype/s2surprised.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Surprised" title="Surprised" />  ---...---...---...---...<br />
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Wieder mal ein interessanter Einblick in die Welt der „Oberen 10.000“ und eine Bestätigung der Behauptung, dass sich solange nix ändern wird, bis der „Leidensdruck“ groß genug ist. In den USA scheint es teilweise schon so zu sein. <br />
<br />
Wann ist die Schmerzgrenze erreicht? Haben wir überhaupt noch eine???]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[n-tv - Märchenwerbung]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-n-tv-maerchenwerbung.html</link>
			<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 12:16:10 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://unsere-neue-erde.net/thread-n-tv-maerchenwerbung.html</guid>
			<description><![CDATA[<br />
<object type="application/x-shockwave-flash" class="video_embed" style="width: 450px; height: 366px;" data="http://www.youtube.com/v/S70Z3dAvoWg"><param name="wmode" value="opaque" /><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/S70Z3dAvoWg" /></object><br />
<br />
<br />
Irgendwie werde ich aus dem Spot nicht schlau. n-tv hat sich vielleicht gedacht dass das komisch gemeint ist nur kann ich ehrlichgesagt nicht darüber lachen. <br />
<br />
Was meint ihr?<br />
<br />
Grüße<br />
<br />
Scarabaeus]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br />
<object type="application/x-shockwave-flash" class="video_embed" style="width: 450px; height: 366px;" data="http://www.youtube.com/v/S70Z3dAvoWg"><param name="wmode" value="opaque" /><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/S70Z3dAvoWg" /></object><br />
<br />
<br />
Irgendwie werde ich aus dem Spot nicht schlau. n-tv hat sich vielleicht gedacht dass das komisch gemeint ist nur kann ich ehrlichgesagt nicht darüber lachen. <br />
<br />
Was meint ihr?<br />
<br />
Grüße<br />
<br />
Scarabaeus]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[USA bauen schwimmende Kriegsbasis für den Persischen Golf ]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-usa-bauen-schwimmende-kriegsbasis-fuer-den-persischen-golf.html</link>
			<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 10:34:10 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://unsere-neue-erde.net/thread-usa-bauen-schwimmende-kriegsbasis-fuer-den-persischen-golf.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;">Die Spannungen zwischen dem Westen und dem Iran nehmen zu. Um für einen Ernstfall gerüstet zu sein, wollen die USA nun im Persischen Golf eine Operationsbasis für ihre Spezialkräfte einrichten. Druck auf Teheran macht nach FOCUS-Informationen auch Kanzlerin Merkel auf ihrer China-Reise.</span><br />
<br />
Die US-Armee will einem Medienbericht zufolge im Nahen Osten eine schwimmende Operationsplattform errichten, von der aus Spezialkräfte zu Einsätzen starten sollen. Derzeit werde ein altes Kriegsschiff umgebaut, um als Plattform zu dienen, berichtete die Zeitung „Washington Post“ am Samstag unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Dokumente.<br />
<br />
Die als „Mutterschiff“ bezeichnete Basis solle Hochgeschwindigkeitsbooten und Helikoptern als Stützpunkt dienen, wie sie in der Regel von der US-Eliteeinheit Navy Seals verwendet würden.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Arbeiten „mit großer Eile“ vorangetrieben</span><br />
<br />
Die US-Armee reagiere mit ihren Plänen auf die wachsenden Spannungen mit dem Iran und die anhaltenden Kämpfe im Jemen, berichtete die „Washington Post“. Vertreter der Marine sagten der Zeitung, die Arbeiten würden mit großer Eile vorangetrieben; die Plattform solle noch zu Beginn des Sommers in den Nahen Osten gebracht werden. Den Dokumenten zufolge könnte der schwimmende Stützpunkt im Persischen Golf eingesetzt werden.<br />
<br />
Im Dezember hatte der Iran gedroht, den Zugang zum Persischen Golf, die Straße von Hormus, zu blockieren, durch die rund 20 Prozent des weltweit vermarkteten Öls transportiert werden.<br />
<br />
Der Einsatz von Spezialkräften, die auch El-Kaida-Chef Osama bin Laden im pakistanischen Abbottabad töteten, ist ein zentraler Baustein der Militärstrategie von US-Präsident Barack Obama, um die US-Armee schlanker und schneller zu machen. Im US-Militäretat sollen in den kommenden zehn Jahren mindestens 487 Milliarden Dollar (371 Milliarden Euro) eingespart werden.<br />
<span style="font-weight: bold;"><br />
Merkel wirbt für Allianz gegen den Iran</span><br />
<br />
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird nach FOCUS-Informationen bei ihrem China-Besuch in der nächsten Woche um Pekings Unterstützung für das Ölembargo der EU gegen den Iran werben. „Es geht darum, die chinesische Seite dafür zu gewinnen, ihre Importe zumindest nicht zu erhöhen“, sagte ein Merkel-Vertrauter im Vorfeld der Reise. Vor wenigen Tagen sei es der Bundesregierung gelungen, Indien von einer Reduzierung der Einfuhren aus dem Land zu überzeugen.<br />
<br />
Bei ihrer Visite in der zweiten Wochenhälfte wird Merkel Gespräche mit Staats- und Parteichef Hu Jintao und mit Regierungschef Wen Jiabao führen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">IAEO entsendet Expertenteam</span><br />
<br />
Ein hochrangiges Expertenteam der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO in Wien stand am Samstagmorgen vor der Abreise nach Teheran. Das Team unter Leitung von Chefinspektor Herman Nackaerts und Rafael Grossi, einem hochrangigen Berater von IAEO-Chef Yukiya Amano, soll vor Ort alle noch ausstehenden Fragen zum vermuteten geheimen Atomwaffenprogramm des islamischen Landes klären. Das Team soll bis Dienstag bleiben.<br />
<br />
Nach Informationen aus dem Umfeld der IAEO geht es bei der Reise nicht um die Inspektion von Anlagen. Es soll vielmehr versucht werden, die Gespräche über das vermutete Waffenprogramm wieder aufzunehmen. Teheran hat seit 2008 Fragen dazu nicht beantwortet und eine mögliche militärische Dimension des iranischen Atomprogramms stets bestritten.<br />
<br />
<a href="http://www.focus.de/politik/ausland/iran/plattform-fuer-spezialkraefte-usa-bauen-schwimmende-kriegsbasis-fuer-den-persischen-golf_aid_707834.html" target="_blank">http://www.focus.de/politik/ausland/iran...07834.html</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;">Die Spannungen zwischen dem Westen und dem Iran nehmen zu. Um für einen Ernstfall gerüstet zu sein, wollen die USA nun im Persischen Golf eine Operationsbasis für ihre Spezialkräfte einrichten. Druck auf Teheran macht nach FOCUS-Informationen auch Kanzlerin Merkel auf ihrer China-Reise.</span><br />
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Die US-Armee will einem Medienbericht zufolge im Nahen Osten eine schwimmende Operationsplattform errichten, von der aus Spezialkräfte zu Einsätzen starten sollen. Derzeit werde ein altes Kriegsschiff umgebaut, um als Plattform zu dienen, berichtete die Zeitung „Washington Post“ am Samstag unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Dokumente.<br />
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Die als „Mutterschiff“ bezeichnete Basis solle Hochgeschwindigkeitsbooten und Helikoptern als Stützpunkt dienen, wie sie in der Regel von der US-Eliteeinheit Navy Seals verwendet würden.<br />
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<span style="font-weight: bold;">Arbeiten „mit großer Eile“ vorangetrieben</span><br />
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Die US-Armee reagiere mit ihren Plänen auf die wachsenden Spannungen mit dem Iran und die anhaltenden Kämpfe im Jemen, berichtete die „Washington Post“. Vertreter der Marine sagten der Zeitung, die Arbeiten würden mit großer Eile vorangetrieben; die Plattform solle noch zu Beginn des Sommers in den Nahen Osten gebracht werden. Den Dokumenten zufolge könnte der schwimmende Stützpunkt im Persischen Golf eingesetzt werden.<br />
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Im Dezember hatte der Iran gedroht, den Zugang zum Persischen Golf, die Straße von Hormus, zu blockieren, durch die rund 20 Prozent des weltweit vermarkteten Öls transportiert werden.<br />
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Der Einsatz von Spezialkräften, die auch El-Kaida-Chef Osama bin Laden im pakistanischen Abbottabad töteten, ist ein zentraler Baustein der Militärstrategie von US-Präsident Barack Obama, um die US-Armee schlanker und schneller zu machen. Im US-Militäretat sollen in den kommenden zehn Jahren mindestens 487 Milliarden Dollar (371 Milliarden Euro) eingespart werden.<br />
<span style="font-weight: bold;"><br />
Merkel wirbt für Allianz gegen den Iran</span><br />
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird nach FOCUS-Informationen bei ihrem China-Besuch in der nächsten Woche um Pekings Unterstützung für das Ölembargo der EU gegen den Iran werben. „Es geht darum, die chinesische Seite dafür zu gewinnen, ihre Importe zumindest nicht zu erhöhen“, sagte ein Merkel-Vertrauter im Vorfeld der Reise. Vor wenigen Tagen sei es der Bundesregierung gelungen, Indien von einer Reduzierung der Einfuhren aus dem Land zu überzeugen.<br />
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Bei ihrer Visite in der zweiten Wochenhälfte wird Merkel Gespräche mit Staats- und Parteichef Hu Jintao und mit Regierungschef Wen Jiabao führen.<br />
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<span style="font-weight: bold;">IAEO entsendet Expertenteam</span><br />
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Ein hochrangiges Expertenteam der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO in Wien stand am Samstagmorgen vor der Abreise nach Teheran. Das Team unter Leitung von Chefinspektor Herman Nackaerts und Rafael Grossi, einem hochrangigen Berater von IAEO-Chef Yukiya Amano, soll vor Ort alle noch ausstehenden Fragen zum vermuteten geheimen Atomwaffenprogramm des islamischen Landes klären. Das Team soll bis Dienstag bleiben.<br />
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Nach Informationen aus dem Umfeld der IAEO geht es bei der Reise nicht um die Inspektion von Anlagen. Es soll vielmehr versucht werden, die Gespräche über das vermutete Waffenprogramm wieder aufzunehmen. Teheran hat seit 2008 Fragen dazu nicht beantwortet und eine mögliche militärische Dimension des iranischen Atomprogramms stets bestritten.<br />
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<a href="http://www.focus.de/politik/ausland/iran/plattform-fuer-spezialkraefte-usa-bauen-schwimmende-kriegsbasis-fuer-den-persischen-golf_aid_707834.html" target="_blank">http://www.focus.de/politik/ausland/iran...07834.html</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kaufen für die Müllhalde]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-kaufen-fuer-die-muellhalde.html</link>
			<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 20:13:42 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://unsere-neue-erde.net/thread-kaufen-fuer-die-muellhalde.html</guid>
			<description><![CDATA[Bei zahlreichen Produkten ist der Verschleiß vorprogrammiert. Seien es Glühbirnen, Computer oder Handys, der Kunde soll ein defektes Gerät nicht reparieren lassen, sondern das Altgerät entsorgen und sich ein neues anschaffen. Diese beabsichtigte eingeschränkte Lebensdauer nennt man "geplante Obsoleszenz". Die Dokumentation geht dem Phänomen nach und wirft einen kritischen Blick auf die moderne Wegwerfgesellschaft.<br />
<br />
Gestützt auf mehr als drei Jahre dauernde Recherchen, erzählt die Dokumentation die Geschichte der geplanten Obsoleszenz. Sie beginnt in den 20er Jahren mit der Schaffung eines Kartells, das die Lebensdauer von Glühbirnen begrenzt, und gewinnt in den 50er Jahren mit der Entstehung der Konsumgesellschaft weiter an Boden.<br />
Heute wollen sich viele Verbraucher nicht mehr mit diesem System abfinden. Als Beispiel für dessen verheerende Umweltfolgen zeigt die Dokumentation die riesigen Elektroschrottdeponien im Umkreis der ghanaischen Hauptstadt Accra. Neben diesem schonungslosen Blick auf die Wegwerfgesellschaft stellt Filmemacherin Cosima Dannoritzer auch die Lösungsansätze von Unternehmern vor, die alternative Produktionsweisen entwickeln. Und Intellektuelle mahnen an, die Technik möge sich auf ihre ursprüngliche Aufgabe zurückbesinnen, auf die dauerhafte Erleichterung des Alltags ohne gleichzeitige Verwüstung des Planeten.<br />
<br />
<span style="font-size: large;">Anschauen auf</span> <a href="http://www.arte.tv/de/Die-Wegwerfer/3714422.html" target="_blank"><span style="color: #FF0000;"><span style="font-weight: bold;"><span style="font-size: xx-large;">Arte.tv</span></span></span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Bei zahlreichen Produkten ist der Verschleiß vorprogrammiert. Seien es Glühbirnen, Computer oder Handys, der Kunde soll ein defektes Gerät nicht reparieren lassen, sondern das Altgerät entsorgen und sich ein neues anschaffen. Diese beabsichtigte eingeschränkte Lebensdauer nennt man "geplante Obsoleszenz". Die Dokumentation geht dem Phänomen nach und wirft einen kritischen Blick auf die moderne Wegwerfgesellschaft.<br />
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Gestützt auf mehr als drei Jahre dauernde Recherchen, erzählt die Dokumentation die Geschichte der geplanten Obsoleszenz. Sie beginnt in den 20er Jahren mit der Schaffung eines Kartells, das die Lebensdauer von Glühbirnen begrenzt, und gewinnt in den 50er Jahren mit der Entstehung der Konsumgesellschaft weiter an Boden.<br />
Heute wollen sich viele Verbraucher nicht mehr mit diesem System abfinden. Als Beispiel für dessen verheerende Umweltfolgen zeigt die Dokumentation die riesigen Elektroschrottdeponien im Umkreis der ghanaischen Hauptstadt Accra. Neben diesem schonungslosen Blick auf die Wegwerfgesellschaft stellt Filmemacherin Cosima Dannoritzer auch die Lösungsansätze von Unternehmern vor, die alternative Produktionsweisen entwickeln. Und Intellektuelle mahnen an, die Technik möge sich auf ihre ursprüngliche Aufgabe zurückbesinnen, auf die dauerhafte Erleichterung des Alltags ohne gleichzeitige Verwüstung des Planeten.<br />
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<span style="font-size: large;">Anschauen auf</span> <a href="http://www.arte.tv/de/Die-Wegwerfer/3714422.html" target="_blank"><span style="color: #FF0000;"><span style="font-weight: bold;"><span style="font-size: xx-large;">Arte.tv</span></span></span></a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Tarnkappe: Forscher lassen Rohr verschwinden]]></title>
			<link>http://unsere-neue-erde.net/thread-tarnkappe-forscher-lassen-rohr-verschwinden.html</link>
			<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 09:30:27 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://unsere-neue-erde.net/thread-tarnkappe-forscher-lassen-rohr-verschwinden.html</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;">Dinge vor den Augen anderer verschwinden zu lassen, ist nicht mehr allein Zauberern wie David Copperfield vorbehalten. Erstmals ist es US-Forschern gelungen, einen dreidimensionalen Gegenstand unsichtbar zu machen.</span><br />
<br />
Harry Potter kann es, James Bond kann es und David Copperfield auch: Dinge einfache verschwinden lassen. Was bisher nur Filmemacher und Zauberkünstler vermochten, ist nun US-Wissenschaftlern gelungen. Forscher der Universität von Texas in Austin ließen mithilfe eines sogenannten plasmonischen Metamaterials ein 18 Zentimeter großes Zylinderrohr verschwinden, wie sie im „New Journal of Physics“ berichten. Allerdings funktioniert das bislang nur im Bereich der Mikrowellen und nicht im sichtbaren Licht.<br />
<br />
Zahlreiche Labore weltweit arbeiten an verschiedenen Tarnkappen, die Gegenstände unsichtbar machen sollen. Die meisten Ansätze nutzen künstliche Materialien mit negativem Brechungsindex. Diese Metamaterialien sollen das Licht um das Objekt herumlenken. Auf diese Weise haben Forscher bereits zweidimensionale Objekte unsichtbar gemacht. Dass dies auch mit dreidimensionalen gehe, sei bislang nur in der Theorie gezeigt, betont das britische Institute of Physics als Herausgeber des Fachjournals.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Neue Materialien machen es möglich</span><br />
<br />
Die Wissenschaftler aus Texas wählten einen etwas anderen Ansatz: Sie nutzten sogenannte plasmonische Metamaterialien. Das sind künstliche Stoffe, die ebenfalls besondere Eigenschaften bei der Lichtstreuung haben: Sie streuen Licht genau entgegengesetzt zu Alltagsmaterialien. „Wenn sich die Streufelder der Tarnkappe und des Gegenstands überlagern, löschen sie sich gegenseitig aus“, erläuterte Andrea Alù, Mitautor der Studie.<br />
<br />
Auf diese Weise konnten die Physiker den Zylinder tatsächlich für Mikrowellen mit einer Frequenz von 3,1 Megahertz unsichtbar machen. Das funktionierte sogar aus allen Blickrichtungen, wie die Forscher betonen. „Im Prinzip kann diese Technik auch für sichtbares Licht benutzt werden“, erläuterte Alù. „Allerdings hängt die Größe der Objekte, die sich effektiv verstecken lassen, von der Wellenlänge ab.“<br />
Sichtbares Licht hat eine sehr viel kürzere Wellenlänge als Mikrowellen, so dass sich nur noch millionstel Meter (Mikrometer) kleine Objekte auf diese Weise optisch unsichtbar machen lassen dürften. Auch das könnte jedoch für manche Anwendungen interessant sein, betonte Alù. So prüften die Forscher derzeit, ob eine derart unsichtbare Mikroskopspitze die Abbildungsqualität mancher Mikroskope verbessern könne.<br />
...<br />
Unsichtbar durch Metamaterialien: Tarnkappe: Forscher lassen Rohr verschwinden - weiter lesen auf FOCUS Online: <a href="http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/technik/unsichtbar-durch-metamaterialien-tarnkappe-forscher-lassen-rohr-verschwinden_aid_706851.html" target="_blank">http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/...06851.html</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;">Dinge vor den Augen anderer verschwinden zu lassen, ist nicht mehr allein Zauberern wie David Copperfield vorbehalten. Erstmals ist es US-Forschern gelungen, einen dreidimensionalen Gegenstand unsichtbar zu machen.</span><br />
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Harry Potter kann es, James Bond kann es und David Copperfield auch: Dinge einfache verschwinden lassen. Was bisher nur Filmemacher und Zauberkünstler vermochten, ist nun US-Wissenschaftlern gelungen. Forscher der Universität von Texas in Austin ließen mithilfe eines sogenannten plasmonischen Metamaterials ein 18 Zentimeter großes Zylinderrohr verschwinden, wie sie im „New Journal of Physics“ berichten. Allerdings funktioniert das bislang nur im Bereich der Mikrowellen und nicht im sichtbaren Licht.<br />
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Zahlreiche Labore weltweit arbeiten an verschiedenen Tarnkappen, die Gegenstände unsichtbar machen sollen. Die meisten Ansätze nutzen künstliche Materialien mit negativem Brechungsindex. Diese Metamaterialien sollen das Licht um das Objekt herumlenken. Auf diese Weise haben Forscher bereits zweidimensionale Objekte unsichtbar gemacht. Dass dies auch mit dreidimensionalen gehe, sei bislang nur in der Theorie gezeigt, betont das britische Institute of Physics als Herausgeber des Fachjournals.<br />
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<span style="font-weight: bold;">Neue Materialien machen es möglich</span><br />
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Die Wissenschaftler aus Texas wählten einen etwas anderen Ansatz: Sie nutzten sogenannte plasmonische Metamaterialien. Das sind künstliche Stoffe, die ebenfalls besondere Eigenschaften bei der Lichtstreuung haben: Sie streuen Licht genau entgegengesetzt zu Alltagsmaterialien. „Wenn sich die Streufelder der Tarnkappe und des Gegenstands überlagern, löschen sie sich gegenseitig aus“, erläuterte Andrea Alù, Mitautor der Studie.<br />
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Auf diese Weise konnten die Physiker den Zylinder tatsächlich für Mikrowellen mit einer Frequenz von 3,1 Megahertz unsichtbar machen. Das funktionierte sogar aus allen Blickrichtungen, wie die Forscher betonen. „Im Prinzip kann diese Technik auch für sichtbares Licht benutzt werden“, erläuterte Alù. „Allerdings hängt die Größe der Objekte, die sich effektiv verstecken lassen, von der Wellenlänge ab.“<br />
Sichtbares Licht hat eine sehr viel kürzere Wellenlänge als Mikrowellen, so dass sich nur noch millionstel Meter (Mikrometer) kleine Objekte auf diese Weise optisch unsichtbar machen lassen dürften. Auch das könnte jedoch für manche Anwendungen interessant sein, betonte Alù. So prüften die Forscher derzeit, ob eine derart unsichtbare Mikroskopspitze die Abbildungsqualität mancher Mikroskope verbessern könne.<br />
...<br />
Unsichtbar durch Metamaterialien: Tarnkappe: Forscher lassen Rohr verschwinden - weiter lesen auf FOCUS Online: <a href="http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/technik/unsichtbar-durch-metamaterialien-tarnkappe-forscher-lassen-rohr-verschwinden_aid_706851.html" target="_blank">http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/...06851.html</a>]]></content:encoded>
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