Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste
wong kledy Linkarena myspace_de twitter_de del.icio.us Google Technorati StumbleUpon Yahoo

Antwort schreiben 
 
Themabewertung:
  • 0 Bewertungen - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Chinas Umweltprobleme - Die Schattenseite des Wirtschaftsbooms.
16.01.2012, 09:55
Beitrag #1
Verseuchtes Wasser, 80% höhere Krebserkrankungen und viel zu viel Dünger in den Lebensmitteln. Chinas Wirtschaft boomt, doch die Folgen für Mensch und Natur sind katastrophal. Doch es gibt Kämpfer für ein grünes China, auch wenn der Feind oft die lokale Regierung ist.

China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, produziert Güter für den gesamten Erdball und hat darüber seine Umwelt ruiniert. Horror bestimmt die Meldungen. Noch bevor im Frühjahr 2010 eine Ölpest das Gelbe Meer mit einer giftigen schwarzen Schmiere überzog, gehörte das Meereswasser zum dreckigsten der Welt. Chinas Flüsse führen weniger und immer giftigeres Wasser. 300 Millionen Chinesen haben gar keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Krebserkrankungen sind in den letzten Jahren um 80% gestiegen. Die Luft in den Städten ist lebensgefährlich.

Die Volksrepublik ist inzwischen das Land, das am meisten Treibhausgase in die Atmosphäre abgibt. Sie ist aber auch ein frühes Opfer des Klimawandels. Im Frühjahr 2010 ließ die schlimmste Dürre seit einhundert Jahren 8 Millionen Hektar Ackerfläche verdorren.

Der Handlungsbedarf ist auch der chinesischen Regierung klar. Im Oktober 2010 tagte in Tianjin die erste UN-Klimakonferenz auf chinesischem Boden, die stolzen Gastgeber präsentierten China als ein Land, das alles tut, um das Klima zu schützen. Allerdings unter einer Bedingung.

So erklärt der chinesische Staatsrat Dai Bingguo: "Die Aufgabe, die Wirtschaft zu entwickeln und den Lebensstandard der Bevölkerung zu erhöhen, ist von äußerster Wichtigkeit. China macht gerade eine rasante Industrialisierung und Urbanisierung durch. Der Energieverbrauch wird weiter steigen. Treibhausgase unter diesen Umständen zu kontrollieren, ist eine sehr schwierige Aufgabe."

Demokratische Mitsprache gibt es in China nicht. Dafür hat die Regierung ihren Bürgern einen bescheidenen Wohlstand versprochen. Noch leben 200 Millionen Chinesen von weniger als einem Euro pro Tag, zum konsumieren bleibt da nicht viel. Und doch steht das Land schon jetzt vor dem Umwelt-Kollaps. Die Mittelschicht wächst rapide und orientiert sich am westlichen Konsummodell. Täglich steigt der Energiebedarf. Immer mehr Kraftwerke geben immer mehr Treibhausgase ab, der CO2-Ausstoß wird seinen Höhepunkt frühestens 2030 erreichen. Und mit dem Konsum wachsen die Müllberge in den Himmel.

Umweltjournalist Liu Jianqiang beurteilt Chinas Entwicklung kritisch: "Wir denken, dass wir momentan sehr viel Wohlstand produzieren, aber wenn man hier herkommt, sieht man, dass wir vor allem Müll produzieren."

Quelle: http://www.3sat.de/page/?source=/boerse/...index.html

Sendung vom 09. September 2011



Ralf
"Unterscheidet nicht, wo ihr liebt, wen ihr liebt und ob ihr überhaupt liebt!
Unterscheidet nur, welche Form, welches Gesicht ihr eurer Liebe verleiht,
damit sie überall verstanden wird, als das, was sie ist: als LIEBE."

BABAJI EA’H SAT NAM‘
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren

Antwort schreiben 


wong kledy Linkarena myspace_de twitter_de del.icio.us Google Technorati StumbleUpon Yahoo
Gehe zu: