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Essay - Warum ist Philosophie wichtig?
22.11.2011, 06:24
Beitrag #1
Ich habe im Oktober angefangen, philosophie zu studieren und nu möcht ich hier meine selbst geschrieben sachen veröffentlichen und darüber diskutieren Smile
Hier ein essay mit dem Thema: Warum ist philosophie wichtig?
Habt spass daran

Warum ist Philosophie wichtig?
Eine gute Frage! wie so oft in der Philosophie und man kennt es nicht anders. Zu allererst müssen wir feststellen, was es bedeutet, wenn etwas als „wichtig“ bezeichnet wird und warum die Fragestellung „ Warum ist Philosophie wichtig?“ festsetzt, dass Philosophie genau dies von vorneherein ist. „Wichtig“ ist etwas, wenn eine Person einen besonderen Bezug zu einem Objekt oder Subjekt besitzt oder auf einer anderen, nicht zwischenmenschlichen Ebene ein Phänomen das andere bedingt und sich daraus eine Verkettung von Geschehnissen ergibt, in der jedes Kettenglied unabdingbar dazu beiträgt, dass der Gesamtprozess so stattfindet, wie er es tut. Beschränkt man sich auf das Subjektive, dann heist dies:
Dies oder jenes ist wichtig für mich, weil es bestimmte Dinge für mich erledigt oder bestimmte Emotionen, Reaktionen oder Gefühle in mir hervorruft.
Wichtig ist also etwas, was uns in bestimmten Situationen einen Vorteil verschafft oder in uns das passende Gefühl hervorruft. Sport ist wichtig für dich, weil es dich körperlich und geistig fitt hält und du somit in einer bestimmten Situation, sei es ein Wettkampf, einen Körperlichen Vorteil besitzt, den du durch Sport erlangt hasst. Aber warum ist nun Philosophie wichtig und warum wird es in der Fragestellung als Tatsache dargestellt und vor allem, welchen Vorteil haben wir dadurch?
Der wichtigste Anhaltspunkt in der Geschichte der Philosophie ist das Antike Griechenland, die Anfänge der Demokratie und des Denkens, von Moral, Ethik und Erkenntnis, die Frage nach dem, was Gut und was Schlecht ist. Vor allem, was Gerecht ist! Dort wurden Buchstäblich die Grundsteine der heutigen europäischen Zivilisation gelegt. Die Demokratie würde es in der heutigen Form nicht geben, hätte es keine Philosophen gegeben, die sich über den Begriff Gerechtigkeit Gedanken machten und wie diese zu verwirklichen sei. Al jene Dinge, von denen wir heute Weltweit profitieren, sei es wie oben erwähnt die Demokratie, eine noch freie Meinungsfreiheit oder die Menschenrechte, hätte es ohne einen Philosophischen Ursprung nicht gegeben. Denn die Beurteilung was gut und was schlecht ist, lässt sich nicht wie in anderen wissenschaftlichen Disziplinen logisch begründen. Wir können sagen, dass es schlecht sei, Sklaven zu halten. Wir können aber auch das Gegenteil behaupten und es für gut heißen. In beiden fällen können wir nicht logisch Begründen, warum es schlecht oder gut ist. Wir können zwar sagen, ich habe von der Sklavenhalterei einen Vorteil, doch haben wir intuitiv ein schlechtes Gefühl, wenn wir diese aussage als Beobachter beurteilen. Es scheint falsch zu sein, doch begründen können wir es nicht. Wir haben keine Formel, keine Statistik und keine Gesetzmäßigkeit, die nur ein Ergebnis hat, welches sich als Universalprinzip anwenden lässt. Keine Formel die uns sagt, dass Sklaven zu halten schlecht sei bzw. gut. Wir haben nur unsere Vorstellung davon, was gut und was schlecht sein könnte. Wir haben unsere Moral und diese zu ergründen, ist die Aufgabe der Philosophie. Wir können also sagen, dass die Philosophie heute so wichtig ist, wie das Kettenglied in einem Gesamtprozess, welcher dazu führte, dass wir heute die oben genannten Rechte und Freiheiten besitzen.
Wenn wir von der kollektiven Ebene der Philosophie in die Individuelle Ebene gehen, dann kann man behaupten, dass jeder Mensch auf dieser Erde einmal in seinem Leben sich die Frage stellt: Was mache ich hier und was ist womöglich der Sinn meines Lebens, was kommt auf mich zu und wie werde ich mich verhalten. Sich vorstellen zu können, was einmal sein könnte, in welcher Situation man sich befinden wird und wie man handelt und das möglichst richtig, sich also zu antizipieren, sich dinge vorwegnehmen. Jeder Besitzt also irgendwann einen Moment, in dem er sich der Philosophie bedient um sich womöglich einen Vorteil in einer kommenden Situation zu beschaffen.
Möglichweise Stirbt ein angehöriger und man stellt sich die Frage, ob es ein leben nach dem Tod gibt und wenn ja, wie sieht es aus und ist der Mensch, den man verlor, dort Glücklich, ist er noch der selbe, wie ich ihn einst kannte oder ist er ein völlig anderer? Die Philosophie ist ein ständiger aber nicht immer offensichtlicher und geschätzter Begleiter eines jeden Menschen. Nur verlor sie in der heutigen Zeit mehr und mehr an Beachtung und Wertschätzung. Sollten wir treuen Freunden nicht die Wertschätzung gegenüber bringen, wie sie es verdient haben? Mit der Philosophie würden wir unsere Menschlichkeit verlieren denn sie verleiht sie uns und in der heutigen Zeit ist Menschlichkeit das wichtigste gut, welches uns bleibt um bestens Gewissens zu sagen, dass das was ich tue, dass richtige für mich, meine Mitmenschen und all jenen, die noch mit uns zusammenleben ist.


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22.11.2011, 11:51
Beitrag #2
Clapping
Ein paar Groß- und Kleinschreibefehlerchen und Dein letzter Satz ist etwas holprig, aaaaaber:

Ein total interessanter, einleuchtender Text und sehr gut zu lesen!
Selbst geschrieben? Wow!!!


Vielen Dank!

Flower
"Wer lachen kann, dort wo er hätte heulen können, bekommt wieder Lust zum Leben."
*
"Die schwierigste Turnübung ist immer noch, sich selbst auf den Arm zu nehmen."
*
Werner Finck
[Bild: pinguin118_klein.jpg]
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23.11.2011, 01:10
Beitrag #3
Hallo Xibalba,

gerne möchte ich demnächst etwas zu deinem Einstiegspost hier mit einbringen und mich dazu äußern. Nur leider wird das noch etwas dauern (evtl. 2 bis 3 Tage, dann hab ich wieder etwas Luft), da ich mitten in den Renovierungs-und Umräumarbeiten meiner Wohnung momentan noch stecke. Und möchte mir schon gerne Ruhe und Zeit dazu nehmen.

Mir ist am Ende noch ein Formulierungsfehler aufgefallen (entsprechende Stelle von mir fett markiert):

Zitat:Mit der Philosophie würden wir unsere Menschlichkeit verlieren denn sie verleiht sie uns und in der heutigen Zeit ist Menschlichkeit das wichtigste gut, welches uns bleibt um bestens Gewissens zu sagen, dass das was ich tue, dass richtige für mich, meine Mitmenschen und all jenen, die noch mit uns zusammenleben ist.

Mit der Philosophie verlieren wir unsere Menschlichkeit? Das hast du sicherlich anders gemeint, wie man im fortlaufenden Satz dann auch nachlesen kann. Nur stolpert man da etwas und muss sich den Satz gedanklich selbst zurecht biegen.

LG und bis bald
RLR
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23.11.2011, 07:16
Beitrag #4
Hallo lieber Xibalbá ,
grüße die tiefste Unterwelt!

Eingangs, sei mal umärmelt dass du dich an ein Studium der Philosphie machst.
" Freude/Liebe an der Weisheit" ist leider selten geworden, so scheint es mir bisweilen.
Ich weiß leider nicht was Mensch nach diesem Studium mit seiner Weisheit anfangen kann.

Dennoch, du möchtest veröffentlichen und stellst Deinen Text zur Verfügung, wünscht Spass beim lesen.

Auf zwei Spassbremsen, subjektiv, für mich, möchte ich hinweisen.

Einmal wäre es für mich spaßiger die Sätze wären, mindestens soweit es Kernaussagen betrifft, kürzer, pägnanter.

Zum Nächsten fände ich es augenfreundlicher der Text wäre gegliedert.
Kleine Absätze. Wäre Spassig.

Auf andere Kleinigkeiten verwießen bereits meine werten ForenKolleginnen.
Jo, wenn ich das so bekäme würde ich dann auch den Inhalt auffassen und Rückmeldung geben.

Über all dies gilt mein Dank für diese Tat, die Kleinigkeiten bekommen wir schon hin.

Sei lieb gegrüßt, geh auch mal in die Sonne, wärmt schön.

TraumfinderKiss

"Wenn wir das Gefühl unserer eigenen Wichtigkeit abbauen, dann verlieren wir nichts anderes als einen Parasiten, der unseren Geist schon seit langem befallen hat.
Das, was wir dadurch gewinnen, nennt man Freiheit, Öffnung des Geistes, Spontaneität,Einfachheit, Nächstenliebe und viele andere Eigenschaften, die dem Glück innewohnen".
Matthieu Ricard
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08.12.2011, 01:23
Beitrag #5
Hallo Xibalbà,

das Thema: "Warum philosophie so wichtig ist", haut mich zwar nicht so vom Hocker und regt meine Diskussionsfreude auch nicht unbedingt rege an, dennoch wollte ich noch gerne auf deinen Eingangspost antworten. Vielleicht kommt letzteres auch nicht so unbedingt auf, da du mit einem Essay gestartet bist und ich möchte hier kaum über den Aufbau eines Essays sprechen, vielmehr über den Inhalt und/oder deine "Nichtgedanken" darin.
Und dennoch hege ich den Wunsch auch gerne zu Ersterem etwas zu erwähnen. Ich hoffe, es ist dir genehm.

Wir lernen. Alle. Jeden Tag. So lernen wie auch das Abstecken von Rahmen, in denen wir uns "bewegen sollen", vor allem auch wie man sich bewegen sollte und welche Form die erstrebenswerte ist,- wer auch immer dies beurteilt und festsetzt. So gibt es vor allem auch die Rahmen zur formalen Gestaltung von Essays.
Wir bemühen uns den Vorgaben gerecht zu werden, wir bemühen uns "gut" zu werden in dem, was wir tun, wir bemühen uns "richtig" zu denken, solange es Personen gibt, die unsere Inhalte prüfen und beurteilen müssen. Und vor allem ist dies an Schulen und Universitäten der Fall.
Ich nehme an, wenn du keine Vorliebe zur Philosophie verspüren würdest, dann hättest du Philosophie nicht begonnen zu studieren. Und doch bleibt dein Essay "abstrakt", wiederspiegelt Gelerntes, zusammengefasst auf die Form eines Essays.
Mir fehlen die Momete des Loslassens, das Verlassen des Rahmens, Augenblicke, in denen dein Geist zu fliegen beginnt, über Grenzen hinaus; dein Geist, der Gelerntes überdenkt, in Frage stellt, der sich und seine Gedanken hinterfragt, der auch die Philosophie selbst bzw. unsere selbst auferlegte Definition der Philosophie hinterfragt und das, was er beim "Fliegen" entdeckt, in den Rahmen dann später mit hinein packt.
Erst dann kann ich als Leser wirklich DICH entdecken, auch den Philosophen in dir, der in jedem steckt, in dem einen mehr, in dem anderen weniger, das ist völlig unerheblich. Und wenn ich dich entdecken kann, dann gelingt ein Dialog. Dann erkenne ich einen Menschen, dessen Geist spricht.
Es geht nicht um Mathematik, um Formeln, mehr um das darüber hinaus. Denn was könnte es geben von all dem um uns herum, um unser Erschaffenes, um all das, was existent ist und was nicht, wenn es die Philosophie nicht geben würde, vor allem wenn es sie nicht geben würde vor all dem? Philosophiert nicht auch der Mathematiker hin und her, wägt nicht auch der Physiker, Forscher, Wissenschaftler das hin und wieder ab, was wäre wenn... und sucht nach Antworten vor dem Entwickeln, vor dem Entstehen eines jeden "Ding", ein jeder bevor er erschafft? Wie moralisch und unmoralisch eines jeden Philosophie auch auszusehen vermag. Das sei dahin gestellt.
Wir mögen vielleicht vieles nicht erfassen, besonders dann, wenn es über unser Vorstellungsvermögen hinaus wächst, doch vielleicht ist die Natur einer der größten Philosophen unter uns, die ständig versucht sich im Gleichgewicht zu halten, um sich zu erhalten und um sich selbst weiter zu entwickeln, aus der ständig Neues hervor geht, was wir heute noch staunend als Evolution bezeichnen. Wie macht sie das, wie kann so etwas funktionieren, wenn nicht Geist dahinter stünde? Und nicht nur Geist, sondern gar philosophierender Geist.

Das sich Selbst produzierende und Erschaffende aus sich selbst heraus.

Vielleicht besitzt die Natur mehr Geist, als man ihr je zugesteht, weil wir ihn selbst nicht zu erfassen vermögen oder nicht entdecken können. Doch vielleicht gibt es einige, die den Geist der Natur oder gar des Universums wenigstens zu einem Teil entdecken, wohl meist entdecken davon jene etwas, die über unsere gesteckten Rahmen und Definitionen beginnnen darüber hinaus zu "fliegen".
Und wenn wir so weit und eventuell noch weiter fliegen, ist dann die Frage: "Warum Philosophie so wichtig für uns ist?", nicht die Frage, die selbst zu einem eingrenzenden Rahmen wird, weil sie bereits in der Fragestellung die Philosophie beginnt einzugrenzen, was sie ist und was sie nicht ist? Ist sie denn nicht viel "mehr" oder auch "weniger" als das, was wir ihr einräumen? War sie nicht schon, bevor z.B. Wissenschaften entstanden? Wie können Forscher etwas entdecken oder erfinden, wenn sie zuvor nicht philosophierten? Wie könnte also das um uns herum entstanden sein, wenn wir nicht alle Philosophen wären und nicht alles auch irgendwie Philosophie selbst ist, wenn durch die Philosophie als Grundlage nicht alles zusammen gehalten würde, damit es daraus hervorgehen könnte? Woraus genau? Ist somit nicht schon der pure Gedanke Philosophie, weil der und allem stets voraus geht, bevor es entsteht? Wenn dem so wäre, dann wäre an dem Spruch: "Und ganz am Anfang stand das Wort" mehr dran, als die meisten von uns vielleicht bis heute vermuten.

Wie auch immer: ich würde mich freuen, vielleicht irgendwann DICH hier lesen zu dürfen und vielleicht auch ein wenig mit einander zu philosophieren. Ganz nackt und unbekleidet, denn es geht nicht darum zu beurteilen, sondern mit einander Gedanken auszutauschen, sich gegenseitig beim Fliegen anzuspornen, einen Reiz aufzufangen, der vielleicht zum Antrieb für unseren Geist wird, damit er philosophieren kann wie der fröhliche Spatz draußen auf dem Dach.In Love

Vielen Dank für deinen Post und den Anfang, den du hier in unserer Philosophiestube gemacht hast. Ein prasselndes Feuer in einem Kamin mit dicken Ohrensesseln davor wäre eine schöne Vorstellung als Grundlage des Philosophierens, wo alle beieinander sitzen und jeder dem anderen aufmerksam lauschen kann, bevor er selbst seine Gedanken erzählt, ganz aus sich selbst heraus formt und entstehen lässt.

Herzlichst
RLR
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09.12.2011, 10:26
Beitrag #6
Guten Morgen Rhijana Smile
Erstmal vielen dank, dass du dir die Zeit genommen hasst und dich über dieses Thema, dass keinen von uns beiden so wirklich vom Hocker gehauen hat, auslässt. Das Problem bei der Geschichte ist, dass wir eine vorgabe hatten wie lang das essay sein sollte. 1 Seite, nicht mehr und nicht weniger. Da fällt es schwer, seinen Geist tatsächlich freiheit zu geben. Über die Frage der bedeutung der Philosophie könnte ich mich mehr als nur 1ne seite auslassen. Das ist kla. Hätten wir 10 seiten schreiben sollen, dann wäre da schon mehr Potential gewesen, wirklich was aufzuschreiben, was nich vorher schon gelernt wurde sondern etwas, was dem eigenen Geist entspringt. Also verzeih mir bitte meine aufarbeitung von bereits gedachtem Smile Hätte ich vielleicht vorher schon erwähnen sollen.
Is halt mein erstes Essay, welches ich schreibe und hab da noch nicht wirklich den durchblick. Demnächst werd ich wieder etwas posten, ich denke wöchentlich. Die Themen sind dann auch etwas länger(5-8 seiten).

"Und ganz am Anfang stand das Wort" Sehr schön Smile Wobei es etwas gegeben haben muss, was dieses Wort ausspricht oder niederschreibt. Aber davor muss es auch etwas gegeben haben, was diesem wort eine Bedeutung gegeben hat und diese Bedeutung lässt sich nur wieder an anderen Dingen festmachen da wir ja eine vorstellung davon bräuchten.

Ich denke ich verstehe deinen kritikpunkt. Die Gesellschaft wächst an denen, die sie hinterfragen. Nur wenn man Dinge hinterfragt können sie "verbessert" werden. Das ist in allen teilen der Welt so. Wenn man nur stur das reproduziert, was man gelernt hat, dann wird es auch ewig so weitergehen auch wenn dieser Weg falsch ist und man die falschheit nur hätte erkennen können, wenn man sich dagegen gestellt hätte. Mag zwar ein einsamer weg sein, wenn man ihn einschlägt, aber womöglich ist der gesammtnutzen viel grösser. Die Einsamkeit die doch keine ist.
Das schöne an der Philosophie ist, dass du immer wieder zu ihr zurückfindest wenn du den ursprung aller dinge suchst. Egal in welcher wissenschaft. Wenn du den anfang suchst, wirst du zur Philosophie zurückfinden. Schöne dialektik. Wie du schon sagtest. Das sich selbst produzierende.
Aber wenn wir nach dem ursprung der dinge suchen und immer wieder zur philosophie zurückfinden, ist es dann nicht so, dass sie der ursprung der dinge ist bzw sie repräsentiert etwas, was der urpsrung zu sein scheint? Und wenn wir wieder zu ihr zurückfinden, heisst das dann, dass sie nie abwesend war? Der Ursprung der dinge ist die Philosophie, welche jeder schon in sich trägt. Da drängt sich mir die frage auf, warum suchen, wenn wir schon alles sind und alles in uns haben?

ICh werde mich bemühen und deinem wunsch nachkommen etwas von mir
zu lesenGiggle wenn die Zeit es zulässt. Wünsch dir was Smile


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10.12.2011, 04:03
Beitrag #7
Huhu Xibalbà

Zitat:Die Themen sind dann auch etwas länger(5-8 seiten).

Nicht die Länge ist wichtig, eher der Inhalt, oder?

Zitat:Demnächst werd ich wieder etwas posten, ich denke wöchentlich.

Was hast du vor? Also mit diesem von dir hier eröffneten Thread? Magst du einen Dialog oder möchtest du deine "schulischen" Essays hier immer veröffentlichen? (Nicht, dass ich hier mit meinem eröffneten Dialog dein Angedachtes durchkreuze, denn das möchte ich keinesfalls)

Zitat:"Und ganz am Anfang stand das Wort" Sehr schön Smile Wobei es etwas gegeben haben muss, was dieses Wort ausspricht oder niederschreibt.

Warum? Könnte es nicht auch etwas gegeben haben, was ES dachte? Wenn es schon immer etwas gegeben haben müsste, was sprechen und schreiben kann, wo wäre dann zum Beispiel der Anfang der Evolution abgeblieben?


Zitat:Aber davor muss es auch etwas gegeben haben, was diesem wort eine Bedeutung gegeben hat und diese Bedeutung lässt sich nur wieder an anderen Dingen festmachen da wir ja eine vorstellung davon bräuchten.

Weshalb benötigt man zwangsläufig ein "Ding", um sich eine Vorstellung über etwas Unbedeutsames, Bedeutungsvolles oder über Bedeutungen machen zu können? Warum magst du Bedeutungen an etwas "festmachen" wollen? Würde das etwa bedeuten, dass etwas nur dann Bedeutung finden würde, wenn du etwas an "Dingen fest machen kannst", sprich: an Materie, was dann aber konsequenterweise zur Folge hätte, wenn etwas nicht an Dingen festzumachen wäre, was wir nicht zu greifen/anzufassen vermögen, dass es dann keine Bedeutung besäße oder dass wir uns deshalb dann deren Bedeutung nicht vorzustellen vermochten?
Das würde ja bedeuten, dass du dir ohne ein festes Ding keine Vorstellung von einer Bedeutung machen könntest. Ist eine Bedeutung, gleich welcher Art, nicht eher etwas, was man erfährt? Eine Wahrnehmung durch unsere Seele und unseren Geist, ohne, dass sie eine bestimmte feste Form oder Muster besitzt?

Zitat:Die Gesellschaft wächst an denen, die sie hinterfragen. Nur wenn man Dinge hinterfragt können sie "verbessert" werden.

Ich denke da persönlich viel "kleiner". Denn wenn "nur" der Einzelne für sich persönlich beginnen würde zu hinterfragen, würde die Welt für den Einzelnen sich unglaublich "vergrößern", was nicht unbedingt die Folge einer Verbesserung nach sich ziehen muss, wie du ja auch angedeutet hast durch deine Anführungszeichen.
Als Geichnis wäre hier die Wahrheit genannt, die viele Menschen suchen. Doch auch die Wahrheit muss nicht zwangsläufig zu einer Verbesserung von etwas führen, sie macht nicht unbedingt etwas schön, nur weil etwas wahr ist, sie tut auch nicht zwangsläufig immer gut, wenn sie uns begegnet. Manchmal tut sie weh, machnmal ist sie hart wie Stahl, manchmal ist sie zuckersüss, das andere mal vielleicht unerreichbar usw. usf. Sie ist einfach das was sie ist, ohne sie an etwas festmachen zu wollen. Jedoch mit jeder Erfahrung an ihr, können wir als Mensch an ihr wachsen, werden herausgefordert. Jedoch wie wir dann unsere Erfahrung umsetzen, als Individum sowie als Mitglied in einer Gesellschaft, als Teil der Einheit, wird Wirkungen nach sich ziehen.

Zitat:Das schöne an der Philosophie ist, dass du immer wieder zu ihr zurückfindest wenn du den ursprung aller dinge suchst. Egal in welcher wissenschaft. Wenn du den anfang suchst, wirst du zur Philosophie zurückfinden. Schöne dialektik. Wie du schon sagtest. Das sich selbst produzierende.
Aber wenn wir nach dem ursprung der dinge suchen und immer wieder zur philosophie zurückfinden, ist es dann nicht so, dass sie der ursprung der dinge ist bzw sie repräsentiert etwas, was der urpsrung zu sein scheint?

Ja.

Zitat:Und wenn wir wieder zu ihr zurückfinden, heisst das dann, dass sie nie abwesend war?

Ist anzunehmen.

Zitat:Der Ursprung der dinge ist die Philosophie, welche jeder schon in sich trägt. Da drängt sich mir die frage auf, warum suchen, wenn wir schon alles sind und alles in uns haben?

Schleppen wir nicht so manches mal etwas mit uns herum und wissen gar nicht, dass wir es direkt bei uns tragen? Was nützt uns das Wissen, wenn man nicht weiss, das man weiss? Wink

Vielen Dank, Xibalba, für die Sicht deiner Gedanken.

LG
RLR
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14.12.2011, 03:05
Beitrag #8
<3
Zitat:Nicht die Länge ist wichtig, eher der Inhalt, oder?

Da hasst du recht, aber nur Teilweise. Wenn man versucht den Inhalt seiner eigenen Gedanken zu verstehen und nachzuvollziehen aber auch um diesen Gedanken noch weiter zu hinterfragen und evtl zu konkretisieren, dann braucht man der komplexität wegen schon allein mehr Freiraum. Bei mir ist es so, dass sich mein Denken, wenn ich schreibe, von dem "alltags"denken unterscheidet. Vemutlich, weil ich mir vorher für dieses Schreiben schon zeit eingeplant habe, auch wenn Zeit eher unbedeutend ist. Aber im laufe dieses Prozesses offenbaren sich erst gewisse Gedanken und Strukturen. Man verbindet dieses und solches miteinander und hat die einen oder anderen wunderbaren Momente. Ein wenig macht man das schon bevor man schreibt. Man braucht ja den Gedanken, den man ausführen will. Aber die hauptsächliche Denkarbeit findet ja beim scheiben selber statt und jeh nachdem, wie komplex dieses wird, vergrössert sich auch der Raum, in dem das getan wird und man wird auch mehr Seiten brauchen. Anderseits sind die kurzen Gedanken ja meist die besten mit der meisten Kraft!

Zitat:Was hast du vor? Also mit diesem von dir hier eröffneten Thread? Magst du einen Dialog oder möchtest du deine "schulischen" Essays hier immer veröffentlichen? (Nicht, dass ich hier mit meinem eröffneten Dialog dein Angedachtes durchkreuze, denn das möchte ich keinesfalls)

Ich möchte die Schulischen Essays aber auch andere Gedanken hier veröffentlichen um darüber zu sprechen. Davon lebt soetwas wie ein Forum ja schliesslich. Und man muss ja auch mal andere motivieren, das selbe zu tun.

Zitat:Weshalb benötigt man zwangsläufig ein "Ding", um sich eine Vorstellung über etwas Unbedeutsames, Bedeutungsvolles oder über Bedeutungen machen zu können? Warum magst du Bedeutungen an etwas "festmachen" wollen? Würde das etwa bedeuten, dass etwas nur dann Bedeutung finden würde, wenn du etwas an "Dingen fest machen kannst", sprich: an Materie, was dann aber konsequenterweise zur Folge hätte, wenn etwas nicht an Dingen festzumachen wäre, was wir nicht zu greifen/anzufassen vermögen, dass es dann keine Bedeutung besäße oder dass wir uns deshalb dann deren Bedeutung nicht vorzustellen vermochten?
Das würde ja bedeuten, dass du dir ohne ein festes Ding keine Vorstellung von einer Bedeutung machen könntest. Ist eine Bedeutung, gleich welcher Art, nicht eher etwas, was man erfährt? Eine Wahrnehmung durch unsere Seele und unseren Geist, ohne, dass sie eine bestimmte feste Form oder Muster besitzt?

Ein Ding kann ja erstmal alles sein. Das muss nicht unbedingt nur Materie einschliessen. Aber ich denke damit etwas bedeutsam für das Ich, die Seele oder den Geist wird, muss es erst erfahren werden. Von daher kommt nicht erst die Festsetzung, dass etwas bedeutsam ist sondern erst die Erfahrung? Und die Erfahrung ist erstmal ein solches Ding, dass es zu erkennen und interpretieren gilt. Und jeh nach dem, wie intensiv sich diese Erfahrung auf dich auswirkt,desto stärke beurteilst du diese auch und das Bewusstsein ändert sich mit jeder Erfahrung, und mit jeder Erfahrung ändert sich die Sichtweise auf eine solche Erfahrung denn dein Bewusstsein befindet sich in einem ständigen Wandel. Von daher ist Bedeutung auch ein höchst Subjektives Thema und von vorneherein schwer zu bewerten Smile Man müsste erst eine essentialisitsche Schublade aufmachen, bevor man über Bedetung philosophiert. Aber damit man sich einen Begriff von Bedeutung machen kann, muss man erst etwas Erfahren haben, dass sich wie auch immer auf dich oder alles ausserhalb deines bewusstseins (Aus verständnissgründen zieh ich hier mal die Grenze) ausgewirkt hat und du bzw dein Ich, dein Unterbewusstsein zu dem Schluss kommen, dass dieses DIng besonderer Aufmerksamkeit bedarf, da es sich sehr stark auf dich auswirkt oder ausgewirkt hat und du es als bedeutungsvoll für dich und andere, die es beeinflussen könnte ansiehst.
Es gibt aber so viele Begriffe von Bedeutung, wie es Menschen gibt. Das ist nur eine, die ich in diesem Moment habe und im nächsten eine ganz andere sein kann. Alles eine Frage der Erfahrung.

Zitat:Ich denke da persönlich viel "kleiner". Denn wenn "nur" der Einzelne für sich persönlich beginnen würde zu hinterfragen, würde die Welt für den Einzelnen sich unglaublich "vergrößern", was nicht unbedingt die Folge einer Verbesserung nach sich ziehen muss, wie du ja auch angedeutet hast durch deine Anführungszeichen.

Aber was nützt es einem, wenn die Welt für ihn persönlich besser ist, aber alle anderen um ihn herum weiter den Schatten nacheifern, welche ihnen eine illusorische Welt vorspielen. Es gibt 3 Möglichkeiten, sich die Welt schöner zu machen.
1. Ich blende Negative Tatsachen aus
2. Ich finde positive DInge in meinem Leben
3. Ich versuche negativ zu Positiv zu machen

ich gehe davon aus, dass 1) ein grossteil der Menschen so macht. Sei es nun Bewusst oder Unbewusst. 2 und 3 greifen ineinander über und repräsentieren einen Weg der Erfahrung, aber auch ein Weg der Selbsterkenntnis und Überwindung. Aber bei allen 3 besteht eine grosse gefahr. Und die ist, im Egoismus zu versinken. Wenn du Dinge nur für dich tust, um dir dein leben schöner zu machen, dann fällt man leicht in ein Loch. Anderseits hat jeder eine eigene definition von einem guten Leben und es ist zu erwarten, dass verschiedene Auffassungen aufeinander treffen und die eine von der anderen nicht zwangsläufig als gut wahrgenommen wird und andererseits wird es durchaus auffassungen geben, die einen anderen im ersntfall grosses Leid und schaden zufügt.
Man müsste erst einen allgemeine Grundlage und auffassung von diesem Begriff haben und muss auch danach leben. Da kommt wieder der freie Wille und manipulation ins spiel.

Zitat:Als Geichnis wäre hier die Wahrheit genannt, die viele Menschen suchen. Doch auch die Wahrheit muss nicht zwangsläufig zu einer Verbesserung von etwas führen, sie macht nicht unbedingt etwas schön, nur weil etwas wahr ist, sie tut auch nicht zwangsläufig immer gut, wenn sie uns begegnet. Manchmal tut sie weh, machnmal ist sie hart wie Stahl, manchmal ist sie zuckersüss, das andere mal vielleicht unerreichbar usw. usf. Sie ist einfach das was sie ist, ohne sie an etwas festmachen zu wollen. Jedoch mit jeder Erfahrung an ihr, können wir als Mensch an ihr wachsen, werden herausgefordert. Jedoch wie wir dann unsere Erfahrung umsetzen, als Individum sowie als Mitglied in einer Gesellschaft, als Teil der Einheit, wird Wirkungen nach sich ziehen.

Aber was ist Wahrheit? Und wie erkennen wir diese? Woher wissen wir, dass das, was ich eben gesehen, erfahren, geschmeckt oder gefühlt habe, wahrhaftig ist? Etwas gilt als solange wahr, bis etwas wahrhafteres gefunden wurde.
Wann kann ich denn sagen, wann etwas wahr ist? Selbst von meinen Gefühlen kann ich getäuscht werden. Alles was ich mit meinen Sinnenorganen wahrzunehmen glaube, kann eine Illusion sein. Wenn mein Bewusstsein ein Werkzeug ist, wie verändert es dann das Wahrgenommene und wenn es verändert wurde, wie war es vorher? Ich denke, wir sind überhaupt nicht im Stande zu sagen, wann etwas Wahrheit ist und wann nicht. Zum Schluss bleiben uns nur unsere Gefühle, die uns sagen können, ob etwas wahr ist oder nicht aber wie werden gefühle beeinflusst?
ich glaube wenn wir anfangen über wahrheit zu reden, öffnen wir die Büchse der Pandora.

Danke für dein interesse Smile
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