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IWF und Deutschland wollen "Griechenland-Rettung" einstellen
23.07.2012, 08:52
Beitrag #1
Den Gläubigern reißt der Geduldsfaden: Der IWF wird keine neuen Hilfspakete für die Griechen schnüren. Und auch die Bundesregierung will dem ewigen Bittsteller aus Athen offenbar kein weiteres Geld geben. Nun droht der Staatsbankrott.

Die wichtigsten Geldgeber Griechenlands, allen voran Deutschland, sind nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ vom Montag nicht mehr bereit, der Regierung in Athen über die bisherigen Zusagen hinaus zu unterstützen. Im Sanierungsprogramm der Griechen klafft dem Bericht zufolge erneut ein Loch in zweistelliger Milliardenhöhe. Grund sei, dass während des Dauer-Wahlkampfs im Frühjahr fast alle Reformvorhaben liegen geblieben seien.

Außerdem entstehe durch die von der neuen Regierung geforderte verlängerte Zeitspanne zur Umsetzung der Reformen ein erhöhter Finanzbedarf. Die im zweiten EU-Hilfspaket zugesagten Kredite in Höhe von 130 Milliarden Euro reichten somit nicht mehr aus.

Zustimmung für drittes Paket „undenkbar“

Die Zeitung zitierte aus Berliner Regierungskreisen, es sei „undenkbar, dass Kanzlerin Angela Merkel noch einmal vor den Bundestag tritt und um Zustimmung für ein drittes Griechenland-Paket bittet“. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sprach sich indirekt dagegen aus, Griechenland mehr Zeit einzuräumen. „Wenn es Verzögerungen gegeben hat, muss Griechenland diese aufholen“, sagte er der „Bild“-Zeitung vom Montag. Eine Prognose zum Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone lehnte Schäuble ab. „Ich werde der ,Troika´ nicht vorweggreifen. Wenn der ,Troika´-Bericht vorliegt, wird die Euro-Gruppe beraten.“

Derzeit untersucht die „Troika“ aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF), inwieweit das Land seinen Reformverpflichtungen nachkommt. Athen hofft auf Geldspritzen im August und September in Höhe von 12,5 Milliarden Euro.

IWF stellt auf stur

Die griechische Koalitionsregierung war im Juni mit dem festen Ziel angetreten, die Fristen der für die Milliardenhilfen auferlegten Sparauflagen neu zu verhandeln. Ziel ist es, die von den Geldgebern geforderten Sparmaßnahmen über 11,5 Milliarden in den Jahren 2013 und 2014 auf die Jahre 2015 und 2016 zu verteilen.

Auch der „Spiegel“ hatte berichtet, dass nach Schätzungen der „Troika“ zusätzliche Hilfen zwischen 10 und 50 Milliarden Euro gebraucht würden, sollten die Griechen mehr Zeit bekommen. Viele Regierungen der Euro-Zone seien jedoch nicht mehr bereit, neue Lasten zu schultern. Zudem hätten Länder wie die Niederlande und Finnland ihre Hilfen daran gekoppelt, dass sich der IWF beteiligt. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins lehnt der IWF aber jede weitere Beteiligung an neuen Hilfspaketen ab.

Quelle

Warte nicht auf das Jüngste Gericht.
Du stehst jeden tag vor deinem Richter
-Albert Camus (1913-1960) -




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18.08.2012, 01:32
Beitrag #2
An dieser Stelle ein Blick ins Jahr 1999:

[Bild: 428778_10151096993877487_1568041520_n.jpg]
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