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Kepler: Bestätigung des ersten Planeten in habitaler Zone
06.12.2011, 11:50
Beitrag #1
[Bild: 12440.jpg]
Künstlerische Darstellung des möglicherweise erdähnlichen Planeten Kepler-22b. | Copyright: NASA/Ames/JPL-Caltech

Pasadena/ USA - NASA-Astronomen haben den ersten Planeten bestätigt, der mit dem Weltraumteleskop Kepler entdeckt wurde und seinen Stern deutlich innerhalb der sogenannten habitablen Zone umkreist. Hierbei handelt es sich um jene Abstandsregion, innerhalb derer ein Planet seinen Stern umkreisen muss, damit aufgrund gemäßigter Temperaturen auf seiner Oberfläche Wasser in flüssiger Form und somit die Grundlage des Lebens, wie wir es auf der Erde kennen, existieren kann. Hinzu haben die Kepler-Wissenschaftler 1.094 neue Entdeckungen, sogenannte Kandidaten für ferne Planeten veröffentlicht, von welchen - sollten sie bestätigt werden können - weitere 10 ihre Zentralgestirne innerhalb der "grünen Zone" umkreisen.

Diesen Bestätigungsprozess hat der 600 Lichtjahre von der Erde entfernt gelegene Planet "Kepler-22b" bereits hinter sich. Er umkreist den sonnenähnlichen (G-)Stern Kepler-22 mitten innerhalb dessen habitabler Zone und hat einen Radius, der dem 2,4-fachen des Radius der Erde entspricht. Für eine Umrundung seines Sterns benötigt der Planet 290 Tage. Ob es sich um einen vorwiegend felsigen Planeten handelt, oder ob seine Zusammensetzung hauptsächlich gasförmig oder flüssig ist, können die Wissenschaftler derzeit noch nicht sagen. Die Entdeckung stelle jedoch einen weiteren und wichtigen Schritt hin zur Entdeckung erdähnlicher Planeten dar.

Frühere Suchen nach sogenannten Exoplaneten, Planeten also - außerhalb unseres Sonnensystems - hatten bereits einige vergleichsweise erdgroße Planeten innerhalb habitabler Zonen entdeckt - doch in allen dieser Fälle erwies sich eine Bestätigung der Planeten oder deren exakte Position im Verhältnis zur "grünen Zone" als schwierig und kontrovers.

Erst vor kurzem konnten dann jedoch zwei in etwa erdgroße Planeten an den jeweils gegenüberliegenden Außenrändern der habitablen Zonen um kleinere und somit kühlere Sterne als unsere Sonne bestätigt werden, deren Umlaufbahnen wohl am ehesten mit jenen von Venus und Mars in unserem Sonnensystem zu vergleichen sind.

Das Weltraumteleskop Kepler fahndet nach Exoplaneten, in dem es nach minimalen Helligkeitsschwankungen im Licht ferner Sterne Ausschau hält. Stellen diese sich in regelmäßigen Abständen immer wieder ein, so handelt es sich um den Transit, also den Vorbeizug eines Planeten zwischen seinem Stern und dem Weltraumteleskop. Insgesamt werden mindestens drei solcher Transits benötigt, um die Existenz eines Planeten bestätigen zu können.

[Bild: 12439.jpg]
Grafischer Vergleich unseres Sonnensystems mit dem System um Kepler-22. | Copyright: NASA/Ames/JPL-Caltech, dt. Übers.: grenzwissenschaft-aktuell.de

Laut den NASA-Wissenschaftlern, die ihre Ergebnisse im Fachmagazin "Astrophysical Journal" veröffentlichen, wurde der erste Transit von Kepler-22b schon drei Tage nach Inbetriebnahme der wissenschaftlichen Beobachtungsphase des Weltraumteleskops identifiziert und der Planet schon im Februar 2011 als einer von 54 Kandidaten für Planeten innerhalb der habitablen Zone um ihre Sterne veröffentlicht. Nachdem 2010 auch die weiteren notwendigen Helligkeitsabschwächungen registriert wurden, konnte die Existenz des Planeten dann auch mit dem Weltraumteleskop Spitzer und Teleskopen auf der Erde bestätigt werden.

Das von Kepler überwachte Sternenfeld beinhaltet rund 150.000 Sterne in den Sternbildern Cygnus (Schwan) und Lyra (Leier). Mittlerweile hat Kepler darin bereits 2.326 Planetenkandidaten entdeckt. 207 davon haben in etwa eine erdähnliche Größe, während es sich bei 680 um sogenannte Super-Erden handelt (Planeten also von der 1,5 bis 10-fachen Masse der Erde). 1.181 sind in etwa so groß wie Neptun. 203 der Planetenkandidaten haben eine vergleichbare Größe wie Jupiter und 55 sind größer als dieser zugleich größte Planet unseres Sonnensystems.

Seit Mai 2009 zeigt sich anhand der Entdeckungen des Kepler-Teleskops ein dramatischer Anstieg der Anzahl neu entdeckter kleinerer Planetenkandidaten. Alleine die Anzahl der erdgroßen Planeten und der Super-Erden hat sich seit damals um 200 und seit Februar 2011 um 140 Prozent vergrößert.

Der leichte Abfall in der Anzahl der Planetenkandidaten innerhalb habitabler Zonen von 54 im Februar auf "nur noch" 48 in der aktuellen Charge, liegt laut NASA in einer verschärften Definition dessen, was die habitable Zone ausmacht. Der neuen Katalog nimmt nun auch Rücksicht auf den wärmenden Effekt der Atmosphären von Planeten, wie sie die Zone vom Stern selbst hinweg verlagert, zugleich aber auch Planeten mit längeren Umlaufperioden miteinbezieht.

"Der deutliche Anstieg der Anzahl an erdgroßen Kandidaten belegt, dass wir uns langsam auf jene Planetenklasse konzentrieren, für deren Entdeckung Kepler hauptsächlich konzipiert wurde. Hierbei handelt es sich nicht nur um erdgroße, sondern auch um potentiell lebensfreundliche Planeten", erläutert Natalie Batalha vom wissenschaftlichen Team der Kepler-Mission an der San Jose State University in Kalifornien. "Je mehr Daten wir bekommen, desto mehr konzentrieren wir uns auf die Entdeckung kleiner Planeten mit langen Umlaufperioden."

Quelle: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...atigt.html

Past the stars in fields of ancient void
Through the shields of darkness where they find
Love upon a land a world unknown
where the sons of freedom make their home
Leave the earth to Satan and his slaves
leave them to their future in their grave
Make a home where love is there to stay
Peace and Happiness in everyday


Letzte Strophe des Songs "Into The Void" geschrieben im Jahre 1971 von Black Sabbath Rock
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09.12.2011, 02:44 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.12.2011 02:47 von RaAkAshAriel.)
Beitrag #2
[Bild: 017291.jpg]

Mountain View/ USA - Aufgrund einer kräftigen Finanzspritze des Air Force Space Command (AFSPC) kann das SETI-Institute, das nach intelligenten außerirdischen Radiosignalen im All sucht, seine Arbeit mit dem Allen Telesope Array (ATA) wieder aufnehmen und wird sich nun gezielt der Such nach Signalen Außerirdischer aus Richtung der mit Hilfe des Weltraumteleskops Kepler neu entdeckten Exoplaneten, darunter auch und insbesondere der Planet Kepler-22b, der seinen Stern inmitten dessen habitbale Zone umkreist und damit Leben beherbergen könnte.

Noch im vergangenen April gab das "SETI Institute" bekannt, dass die millionenschwere Radioteleskopanlage in Kalifornien, das Allen Telescope Array (ATA), vorerst wegen fehlender finanzieller Mittel abgeschaltet werde (...wir berichteten). Nachdem dann jedoch zahlreiche Prominente nicht nur zu Spenden an SETI aufriefen, sondern auch selbst oft großzügig spendeten, kann die Suche nach Signalen außerirdischer Intelligenzen mit der Anlage nun fortgesetzt werden.

"Der Neustart der Arbeit am ATA wurde zusätzlich durch für die Reaktivierung der Beobachtungen notwendigen Fördergelder ermöglicht, die die United States Air Force als Teil eines formellen Gutachtens zur Nutzung des Instruments im Rahmen des "Space Situational Awareness"-Pogramms des United States Air Force Space Command (AFSPC) erhalten hat", so Jill Tarter, Direktorin am SETI-Forschungszentrum.

Das Weltraumkommando der US-Luftwaffe (ja dieses Kommando gibt es tatsächlich) plant ATA zur Beobachtung der Erdatmosphäre und des erdnahen Weltraums zu nutzen, um laufende und zukünftige Weltraummissionen sicherzustellen und die Bedrohung entsprechender Hardware, etwa durch Weltraumschrott, einschätzen zu können. Schon lange vermuten einige Beobachter jedoch, dass es dem US-Weltraumkommando nicht nur um die Sicherheit von Satelliten und Raumstationen geht, sondern man zumindest auch an möglichen Signalen aus dem All interessiert ist. Weitere Informationen über die Kopperation zwischen dem AFSPC und dem SETI-Institute bzw. dem ATA (seit 2009) finden Sie HIER

"Zum ersten Mal können wir nun unsere Teleskope auf Sterne richten, von denen wir genau wissen, dass sie über Planetensysteme verfügen", so Tarter gegenüber "grenzwissenschaft-aktuell.de". "Natürlich wird Kepler-22b (...wir berichteten) und die anderen 54 Kandidaten für Planeten innerhalb der 'grünen Zone' um ihre Sterne, Priorität bei diesen Beobachtungen genießen."

Da der Fokus der Anlage alle 300 MHz neu kalibriert werden müsse, so Tarter weiter, mache es Sinn, "zunächst alle Zielobjekte in einem Frequenzbereich zu beobachten und dann auf den nächsten zu wechseln, als jedes Ziel individuell auf allen interessanten Frequenzen einzeln abzusuchen."

So genügend Forschungsgelder zur Verfügung stünden, werde SETI alle von Kepler entdeckte Planetensystem auf diese Weise systematisch nach intelligenten Signalen absuchen.

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspo...-nach.html

Illusion ist ein Krückstock für all jene ohne Wurzeln in der Realität.



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09.12.2011, 05:45
Beitrag #3
Air Force Space Command

Ein Moment mal!

Denn müssten die, ja eigentlich ja auch Maschinen besitzen oder auch Flugobjekte, die auch in Weltraum operieren können.


Air Force Space Command, kann man sich nur nennen, wenn man auch Flieger besitzen tut, die auch im Weltraum operieren können.

Müsste eigentlich ungefähr solche Eigenschaften draufhaben.

[Bild: abb_xWing-fighter.jpg]

Außerdem ist der Planet 600 Lichtjahre entfernt, durfte eigentlich keine Gefahr sein?

Außer man hat Antriebe, die man nicht haben kann auf der Erde oder hat man doch solche Antriebe?
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09.12.2011, 06:14
Beitrag #4
Atreju
Ja, sie haben maschinen und flugobjekte die im weltraum operieren. Spaceshuttles, satteliten und die ISS. Düfte eigentlich kein geheimniss sein und warum müssen die die eigenschaften eines X-wings besitzen? Ist mir jetzt nicht so ganz kla ....
Das Militär wird nur 20-25 pozent von Seti nutzen um weltraumschrott zu beobachten. Allerdings denke ich, dass sie das machen, um die chinesen besser im weltraum zu beobachten nach dem vorstoß ihrerseits neulich. Die USA investiert nur, wenn sie ihren Weltmachtstatus in gefahr sieht. War schon immer so, ist auch so und wird auch immer so sein.
Prost


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10.12.2011, 09:36
Beitrag #5
Xibalbá

Weltmachtstatus in gefahr sieht, die Erde ist ein kleiner Sandkorn im Universum.
Also werden sie nie Macht haben, außer auf diesen Sandkorn.
Und das ist so gesehen unbedeutend, bei der Größe des Universums.
Man muss immer das ganze sehen, weil das ganze hält alles zusammen.
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