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Wissenschaft: Steuern und Lenken durch Gedanken
29.04.2012, 09:23
Beitrag #1
Der Spieler rührt sich nicht und trotzdem bewegen sich die Figuren über einen Computermonitor. Der Trick: Die Hirnströme des Mannes machen es möglich, dass er Schach spielen kann - einfach in dem er den nächsten Zug denkt. Alles was der Spieler tun muss, ist, eine Kappe voller Elektroden aufsetzen. Michael Tangermann, Forscher an der TU-Berlin erklärt das Prinzip der Kappe so: Man habe eine Schnittstelle zwischen Gehirn und Computer geschaffen. Sie verbinde beide miteinander. Die Kappe erkenne die Absichten des Spielers und der Computer verwandele sie in einen Schachzug. Der Spieler müsse sich einfach nuir vorstellen, welche Figur er bewegen wolle. Was auf den ersten Blick wie eine Spielerei wirkt, könnte künftig einmal vollständig gelähmten Menschen helfen, mit ihrer Umwelt zu kommunizieren.




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Schweizer Forschern ist ein medizinischer Durchbruch gelungen: Ein gelähmter Mensch sitzt in Sitten im Wallis, auf dem Kopf eine Kappe mit Elektroden, und steuert einen Apparat auf Rädern in
Lausanne durch mehrere Räume - nur mit der Kraft seiner Gedanken.

"Es ermüdet einen", sagt Jean-Marc Duc, die Versuchsperson: "Man muss sich konzentrieren, man muss den Kopf freibekommen."

Hier, an der Eidgenössischen Technischen Hochschule von Lausanne, hat man damit bewiesen,
dass eine solche Steuerung auch über große Entfernungen hinweg möglich ist.

Bei vorangegangen Versuchen wurde zum Beispiel ein virtueller Gegenstand bewegt, wenn man mit den Füßen trommelte. Danach ging es genauso gut, wenn man sich das Füßetrommeln nur vorstellte.

Ähnlich wie der jetzige Versuch funktioniert ein hier entwickelter Rollstuhl: Auch ihn kann man über elektrische Impulse durch das Gehirn steuern.

Alle diese so genannten Neuroprothesen stecken aber noch in der Entwicklung. Die Forscher in Lausanne um José Millan warnen vor übereilten Hoffnungen; marktreif ist all das noch lange nicht.




Ralf
"Unterscheidet nicht, wo ihr liebt, wen ihr liebt und ob ihr überhaupt liebt!
Unterscheidet nur, welche Form, welches Gesicht ihr eurer Liebe verleiht,
damit sie überall verstanden wird, als das, was sie ist: als LIEBE."

BABAJI EA’H SAT NAM‘
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29.04.2012, 09:44
Beitrag #2
Sehr interessant! ich wusste ja das die Wissenschaft damit experimentiert aber das sie schon so weit ist Surprised

danke fürs posten

Warte nicht auf das Jüngste Gericht.
Du stehst jeden tag vor deinem Richter
-Albert Camus (1913-1960) -




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29.04.2012, 09:49
Beitrag #3
Moin Ralf,

nennt man diese Technik nicht auch Neurofeedback? Diese ist mir bekannt und zwar aus der Arbeit mit sog. ADHS-Kindern. Je mehr sich die Kinder konzentrieren müssen, indem sie z.B. ein Flugzeug auf dem Bildschirm per Gedankenkraft über Berge leiten, umso ruhiger und ausgeglichener wurden sie, ganz ohne Ritalin.

Dazu gibt es sehr viel Material und Infos im Netz, beispielsweise http://neuroni.eu/blog/?p=172


Eine interessante Sache!

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag Hi

Eo

Flower
Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen.

Galileo Galilei

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29.04.2012, 04:35
Beitrag #4
Ist doch ein alter Hut. Man kann sich doch auch jetzt schon so eine Spielerei für den PC zu Hause kaufen. Das Problem ist halt, dass wenn da geschrieben wird "Der Mensch denkt daran die Figur X nach Y zu schieben" dann ist das eine sehr romantische Umschreibung. Man kann bei diesen Hirnstrommessungen von außen nur ganz grob was rummessen und eine Interpretation komplexer Denkmuster kann man völlig vergessen. Das läuft dann eher so, dass man sein Gerät "kalibrieren" muss. Das Gerät liest also nicht die Gedanken von einem, sondern man setzt ein paar "Gedanken" ein, die ein bestimmtes Hirnwellenmuster erzeugen, die das Gerät den erkennen kann. In der Praxis gestaltet sich das aber als sehr anstrengend bis müßig (zumindest bei den 0815-Billig-Geräten), da man die "Denkbefehle" halt auswendig können und dann durch starkes entsprechendes Denken aufrufen muss. Zumindest soweit ich weiß hat das bisher wenig mit einem entspanntem im Sessel sitzen und "Bedienen" des Geräts zu tun, sondern für jeden kleinen Befehl muss man sich durchaus anstrengen, damit das Gerät die schwachen Hirnströme auch richtig erkennen kann...

Damit möchte diese Technologie jetzt nicht niedermachen - für Behinderte / Gelähmte ist das ja eine gute Sache und erste Produkte gibt es glaube ich auch heute schon. Nur finde ich es immer daneben, wenn sowas mit solchen Kommentaren promotet wird:

Zitat:Die Kappe erkenne die Absichten des Spielers und der Computer verwandele sie in einen Schachzug.
Die Kappe "erkennt" da überhaupt keine Absicht. Der Probant hat da in schweißtreibender Arbeit einen Gedanken gefunden, der ein reproduzierbar messbares Hirnstrommuster liefert und damit irgendein Kommando am PC verbunden. In der Praxis ist das ziemlich mühsam und ich würde mich nicht wundern wenn die Schachfiguren öfters mal nicht dahin rücken wo man sie haben will... Wink
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30.04.2012, 12:49 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.04.2012 12:49 von Arclight.)
Beitrag #5
Militärtechnologie: Forscher warnen vor Waffen mit Gedankensteuerung

Hirnströme: Forscher machen Gedanken hörbar

Man findet Diamanten nur im Dunkel der Erde und Wahrheiten nur in den Tiefen des Denkens.
Victor Hugo
http://www.youtube.com/watch?v=076Q9dmgs...re=related
[Bild: nosferatu1a.jpg]
http://www.youtube.com/watch?v=iWYr-bvUd...re=related
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30.04.2012, 11:30 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.04.2012 11:31 von Ralf.)
Beitrag #6
Auf jedenfall hat dieser "alte Hut" unglaubliches Potential. Man bediene sich nur seiner Vorstellungskraft was damit alles möglich sein könnte, wahrscheinlich sogar eines Tages sein wird.
Hier die Seite von Herrn Dr. Tangermann: http://www.user.tu-berlin.de/michael.tan...index.html

Ein paar weiterführende Links:

Ralf
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BABAJI EA’H SAT NAM‘
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21.12.2012, 02:26
Beitrag #7
Quelle: http://de.euronews.com/

"Wir haben eine sogenannte Gehirn-Computer-Schnittstelle entwickelt, die es ermöglicht verschiedene Programme, Systeme und Dienste alleine mit der Macht der Gedanken zu kontrollieren", erklärt Christoph Hintermüller von g.tec Guger Technologies.

Das österreichische Unternehmen hat ein Gerät entwickelt, das Gedanken lesen kann. Das System ist in erster Linie als Hilfsmittel für körperlich behinderte Menschen bestimmt. Kernstück ist eine Elektrodenkappe, die Gehirnströme in elektronische Befehle umsetzt. Christoph Hintermüller erläutert:"Eine Hirn-Computer-Schnittstelle zeichnet verschiedene elektrische Impulse vom Kopf des Nutzers auf und wandelt diese in die vom Nutzer ausgewählten oder gewünschten Aktionen und Befehle um."

Auf diese Weise kann man zum Beispiel online Computerspiele bedienen, freihändig, durch einen einfachen Blick auf den blinkenden Pfeil auf dem Bildschirm. Das flackernde Licht wird vom Kortex registriert und von den Elektroden abgelesen.

Arnau Espinosa: "Sobald wir die von den Neuronen im Gehirn produzierten elektroenzephalografischen Muster verstanden haben, können wir die Gehirnaktivität in Bedienungsbefehle für alle erdenkbaren elektrischen Geräte umwandeln, vom Fernseher bis zum elektronisch vernetzten Haus".
Im Rahmen eines europäischen Forschungsprojekts wurde die Technologie im Smart Home getestet. Ergebnis: Der User kontrolliert unterschiedliche Bildschirmmenüs, indem er seine Aufmerksamkeit auf einen der Befehle richtet. Auf diese Weise können auch Menschen mit starker körperlicher Behinderung Textbotschaften bei sozialen Netzwerken im Internet hinterlassen. Künftig könnte man mit dem System sogar Assistenzroboter und elektrische Rollstühle auf Distanz bedienen.

Christoph Hintermüller: "Weiterentwicklungen oder zukünftig geplante Entwicklungen sind die vereinfachten Integrationen in bestehende Systeme und Programme, aber auch die Verwendung weiterer elektrischer und mechanischer Signale vom Körper, um das System besser an die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Patienten oder Nutzers anpassen zu können, damit der sich wirklich mit der Verwendung wohlfühlt."



Ralf
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BABAJI EA’H SAT NAM‘
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21.12.2012, 03:36
Beitrag #8
Da könnte ich ja im Bettliegend meinen Garten pflanzen??
oder?? Clapping

Erst wenn der persönliche Stolz überwunden ist
und das menschliche Ich zu bestimmen und
herrschen aufhört,
dann erst endet das menschliche und seelische
Leid und das kosmische Wesen lebt wieder im
Liebestrom der göttlichen Demut und Freiheit.

http://www.ich-bin-liebetroepfchen-gottes.de/Bo_seriell.htm
Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
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